Zitate von Karl Popper

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "K. Popper" (AT; Wissenschaftler) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Sir Karl Raimund Popper (1902 - 1994) war ein österreichisch-britischer Philosoph.

— Bekanntes Zitat:

Unsere Einstellung der Zukunft gegenüber muß sein: Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in der Zukunft geschieht.



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Karl Popper" (Berufsgruppe: Wissenschaftler / Land: AT)

Während die Philosophen noch streiten, ob die Welt überhaupt existiert, geht um uns herum die Natur zugrunde.


Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.


Im Namen der Toleranz sollten wir ... das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.


Methode von Versuch und Irrtum:
Es ist die Methode, kühne Hypothesen aufzustellen und sie der schärfsten Kritik auszusetzen, um herauszufinden, wo wir uns geirrt haben.


Demokratie heißt - ins Deutsche übersetzt - Volksherrschaft, und daher glauben so viele Kinder aller Altersstufen, daß das für die Theorie der Staasform, die die Griechen einst Demokratie nannten, oder der Staatsformen, die wir im Westen heute so nennen, von Bedeutung sei.


Selbstkritik ist die beste Kritik; aber die Kritik durch andere ist eine Notwendigkeit.


Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab.


Für den Naturwissenschaftler ist die Spezialisierung eine Versuchung; für den Philosophen ist sie eine Todsünde.


Unser Wissen ist ein kritisches Raten, ein Netz von Hypothesen, ein Gewebe von Vermutungen. (Aus: Logik der Forschung, Vorwort)


Man kann und darf wohl sein eigenes Leben für eine Sache riskieren, aber nie das Leben eines anderen.


Das Gehirn ist das Instrument, mit dem unser Geist Musik macht.


Jeder Rationalist muß mit Kant sagen: Die Philosophie kann man nicht lehren - höchstens das Philosophieren; das heißt, die kritische Einstellung.


Durch unser Wissen unterscheiden wir uns nur wenig, in unserer grenzenlosen Unwissenheit aber sind wir alle gleich.


Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann.


Und dann müssen wir noch Schulen einführen, um die Kinder aus dem Weg zu schaffen: der eigentliche Zweck von Schulen.


Der Vorzug der Demokratie ist, daß ihre Fehler korrigierbar sind, daß Fortschritt über Fehlschritte möglich ist.


Die Weltverbesserer sind die eigentlichen Feinde einer offenen Gesellschaft.


Wir können die Schöpfer unseres Schicksals werden, wenn wir aufgehört haben, als seine Propheten zu posieren.


Eine Theorie ist nur dann wissenschaftlich, wenn sie überprüfbar ist.


Die Frage, wer an die Macht kommen soll, ist falsch gestellt.
Es genügt, wenn eine schlechte Regierung wieder abgewählt werden kann.




— Sir Karl Raimund Popper (1902 - 1994) war ein österreichisch-britischer Philosoph.


— Popper studierte in Wien u. a. Musik, Psychologie, Mathematik, ... und promovierte 1928. Zum Wiener Kreis nimmt er schon früh eine kritische Position ein. 1937 erhält er einen Lehrauftrag in Neuseeland, von wo er nach dem „Anschluss Österreichs“ (1938) nicht wie geplant zurückkehrt. 1946 zieht er nach London, wo er als Professor an der „London School of Economics“ Philosophie lehrt. Für sein Lebenswerk wird er geadelt und erhält von Queen Elizabeth II. den Titel "Sir".

Sein in der Öffentlichkeit bekanntestes Werk ist „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ (1945). Darin zeigt er detailliert, dass die Gedankensysteme von Platon, Hegel und Marx, totalitäre Systeme theoretisch begründen und praktisch befördert haben. Als Gegenbild zu diesen „geschlossenen Gesellschaften“ entwirft er eine „geschlossenen Gesellschaften“ die nicht zwanghaft einer starren Ordnung folgt, sondern sich pluralistisch in einem durch von Verbesserungen und Irrtumskorrekturen weiterentwickelt.

Popper ist für seine Ablehnung des klassischen Induktivismus als wissenschaftliche Methode bekannt.
Induktion (lateinisch inducere ‚herbeiführen‘, ‚veranlassen‘, ‚einführen‘) bedeutet seit Aristoteles den abstrahierenden Schluss aus beobachteten Phänomenen auf eine allgemeinere Erkenntnis, etwa einen allgemeinen Begriff oder ein Naturgesetz.
David Hume vertrat die Position dass eine Induktion im obigen Sinne als absoluter „Beweis“ von Theorien und Hypothesen nicht zulässig, bzw. unzureichend ist (siehe auch: Goodmans neues Rätsel der Induktion und Hempels Rabenparadox).
In „Logik der Forschung“ (1934), die als ein Meilenstein der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie gilt, entwickelt Popper seinen „Kritischen Rationalismus“. Nach Popper muss eine Theorie, um dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit zu genügen, von vornherein so gebaut sein, dass sie prinzipiell falsifizierbar: d.h. es muss möglich sein ein Experiment durchzuführen, das die Theorie widerlegen (falsifizieren) könnte.


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