Zitate von Paul Watzlawick

— Die besten Zitate (36), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Paul Watzlawick" (US; Wissenschaftler)

— Bekanntes Zitat:

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die wirkliche Wirklichkeit ist.

Paul Watzlawick (* 25. Juli 1921 in Villach, Kärnten; † 31. März 2007 in Palo Alto, Kalifornien) war ein österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Philosoph und Autor.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Paul Watzlawick Zitate (Berufsgruppe: Wissenschaftler / Land: US) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert.

Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, derart, dass letzterer den ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist.

Das Problem mit jeder Anpassung an die Umstände ist nur, dass letztere sich mit der Zeit ändern.

Wenn die hehre Ideologie Schiffbruch erleidet, verbleibt als letzte Erklärung der Hinweis auf die Mächte der Finsternis.

Auf Befehl etwas spontan zu tun, ist ebenso unmöglich, wie etwas vorsätzlich zu vergessen oder absichtlich tiefer zu schlafen.

Die Prophezeiung des Ereignisses führt zum Ereignis der Prophezeiung.

Ein Mann klatscht alle zehn Sekunden in die Hände. Auf die Frage, warum, erklärt er: „Um die Elefanten zu verscheuchen.“ Rückfrage: „Welche Elefanten bitte?“ Antwort: „Na also! Sehen Sie!“

In der Wahl seiner Eltern kann man nicht vorsichtig genug sein.

Umdeuten ist eine Therapietechnik, die die Tatsache verwendet, daß alle «Regeln», alle Wirklichkeiten zweiter Ordnung relativ sind, daß das Leben so ist, wie du sagst, daß es ist.

Der Glaube, es gebe nur eine Wirklichkeit, ist die gefährlichste Selbsttäuschung.

Menschliche Reife ist das Richtige zu tun, selbst wenn es die Eltern empfohlen haben.

Wie man an die Wirklichkeit herangeht, ist für das ausschlaggebend, was man finden kann.

Nur wenn eine Prophezeiung geglaubt wird, das heißt, nur wenn sie als eine in der Zukunft sozusagen bereits eingetretene Tatsache gesehen wird, kann sie konkret auf die Gegenwart einwirken und sich damit selbst erfüllen.

Wer seine Lage verbessern will, muss darüber nachdenken, was er tun müsste, um sie zu verschlechtern.

Die wichtigste Erkenntnis jedoch ist, dass es zwei Arten von Wirklichkeit gibt: 1. die Wirklichkeit experimenteller, wiederholbarer Nachweise; 2. das, was diese Tatsachen für uns bedeuten. Im Bereich der "Wirklichkeit zweiter Ordnung" ist es absurd, darüber zu streiten, was "wirklich" ist. Die Vermischung dieser beiden Wirklichkeitsbegriffe führt zu der Wahnidee, man müsse andere zu der eigenen "Wirklichkeit" bekehren.

Die Bereitschaft sich unterzuordnen, die individuelle Urteilskraft und die damit verbundene Verantwortlichkeit für das Linsengericht der konfliktbefreienden Kollektivität zu verschachern, ist jene menschliche Schwäche, die Demagogen und Diktatoren zur Macht bringt. (Quelle: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?)

Rache ist eine Handlung, die man begehen möchte, wenn und weil man machtlos ist: Sobald aber dieses Gefühl des Unvermögens beseitigt wird, schwindet auch der Wunsch nach Rache.

Vom Philosophen Karl Popper stammt die interessante Idee, dass - etwas laienhaft ausgedrückt - sich für Ödipus die schreckliche Prophezeiung des Orakels deswegen erfüllte, weil er von ihr wusste und ihr zu entgehen versuchte. Gerade aber das, was er zur Vermeidung tat, führte zur Erfüllung des Orakelspruchs.

Aus dieser Perspektive beschäftigt sich die Psychotherapie damit, die Weltsicht des Patienten umzudeuten, eine neue klinische Wirklichkeit zu konstruieren und bewusst jene zufälligen Ereignisse herbeizuführen, die Franz Alexander (1956) korrigierende emotionale Erfahrungen nannte. Konstruktive Psychotherapie gibt sich nicht der Illusion hin, sie könne den Patienten die Welt sehen lassen, wie sie wirklich ist. Der Konstruktivismus ist sich vielmehr bewusst, dass die neue Weltsicht nur eine andere Konstruktion, eine andere Fiktion ist und sein kann - allerdings eine nützliche, weniger schmerzliche.

Das lineare Kausalitätsdenken liefert schon lange keine Erklärungen mehr: Auf A muss nicht B folgen.

Ich bin frei, denn ich bin einer Wirklichkeit nicht ausgeliefert, ich kann sie gestalten.

Wer das summum bonum will, setzt damit auch schon das summum malum.

Je mehr eine Nation sich vom Nachbarn bedroht fühlt, desto mehr wird sie sich zur Verteidigung rüsten, und desto mehr wird die Nachbarnation ihre eigene Aufrüstung für das Gebot der Stunde halten.

Es liegt im Wesen des Begriffs der Paranoia, dass sie sich auf eine für absolut wahr gehaltene Grundannahme stützt, die, da axiomatisch, den Beweis ihrer Wahrheit nicht erbringen kann und auch nicht zu erbringen braucht. Aus dieser Grundannahme werden dann streng logische Ableitungen gemacht und damit eine Wirklichkeit erschaffen, in der alle Fehlschläge immer nur in den Ableitungen, niemals aber in der Prämisse gesucht werden.

Auf einmal war es ihm klar, dass die Suche der einzige Grund des bisherigen Nichtfindens gewesen war; dass man da draußen in der Welt nicht finden und daher nie haben kann, was man immer schon ist.

Der Kern des systematischen Denkens ist die Einsicht, dass wir uns verabschieden müssen vom linearen Denken.

Ich denke, die Einsicht setzt sich überall durch, dass wir mit dem Fortschrittsglauben und dem dauernden Multiplizieren nicht weiterkommen.

Ob man die «Sei glücklich!»-Paradoxie sich selbst vorschreibt oder von anderen auferlegt bekommt, spielt keine besondere Rolle. Und ferner ist zu bemerken, dass sie nur eine der vielen möglichen Variationen des Grundthemas «Sei spontan!» ist. Wie wir schon sahen, eignet sich praktisch jedes Spontanverhalten als Rohstoff für diese paradoxen Arabesken: Die Forderung nach spontanem Erinnern oder Vergessen; der Wunsch nach einem Geschenk und die Enttäuschung, wenn man es «nur» deswegen erhält, weil man diesen Wunsch äußerte, der Versuch, eine Erektion oder einen Orgasmus durch Willensanstrengung herbeizuführen, und der genau das unmöglich macht, worauf er abzielt; einzuschlafen, weil man unbedingt einschlafen will; oder die Unmöglichkeit zu lieben, wo Liebe als Pflichtübung gefordert wird.

Gattungen, die sich nicht anpassen, gehen zugrunde.

Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Wenn wir zu allen Stunden grausige Geschehnisse mitansehen und mitanhören müssen, so verlieren wir schließlich, selbst die von Natur Zartesten unter uns, durch die ständige Folge der quälenden Eindrücke, jegliches Empfinden für Menschlichkeit. Marcus Tullius Cicero

Zweimal so viel ist doppelt so gut.



— Paul Watzlawick (1921 - 2007) war ein österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Soziologe und Psychotherapeut.


— Watzlawick veröffentliche Analysen zur Kommunikationstheorie und zum Radikalen Konstruktivismus die großen Einfluss in den Bereichen der Familientherapie und der allgemeinen Psychotherapie hatten.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Wissenschaftler") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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