Zitate von Michel Foucault

— Die besten Zitate (32), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Michel Foucault" (FR; Wissenschaftler)
 
— Bekanntes Zitat:

Ich schreibe nicht ein Buch, um über einen Sachverhalt das „letzte Wort“ zu dokumentieren; ich schreibe ein Buch, damit andere Bücher möglich sind, nicht unbedingt von mir geschrieben.


— Paul-Michel Foucault (1926 - 1984) war ein französischer Philosoph, Historiker, Soziologe und Literaturkritiker.


Gute Zitate, schöne Sprüche, beliebte Weisheiten und tiefgründige Aphorismen von "Michel Foucault" (Berufsgruppe: Wissenschaftler / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ.

Der strategische Gegner ist der Faschismus .... der Faschismus in uns allen, in unseren Köpfen und in unserem Alltagsverhalten, der Faschismus, der uns dazu bringt, die Macht zu lieben, genau das zu begehren, was uns beherrscht und ausbeutet.


Die Aufklärung, welche die Freiheiten entdeckt hat, hat auch die Disziplinen erfunden. (Überwachen und Strafen)


Schulen haben die gleichen sozialen Funktionen wie Gefängnisse und Irrenhäuser - sie definieren, klassifizieren, verwalten und regulieren Menschen.


Es geht nicht darum, die Wahrheit von jeglichem Machtsystem zu befreien – das wäre ein Hirngespinst, denn die Wahrheit selbst ist Macht – sondern darum, die Macht der Wahrheit von den Formen gesellschaftlicher, ökonomischer und kultureller Hegemonie zu lösen, innerhalb derer sie gegenwärtig wirksam ist.


Die Menschen wissen was sie tun; häufig wissen sie, warum sie das tun, was sie tun; was sie aber nicht wissen, ist, was ihr Tun tut.


Unsere Gesellschaft bewahrt kaum eine Erinnerung daran, daß das entscheidende Kunstwerk, um das man sich bemühen, der entscheidende Bereich, auf den man ästhetische Werte anwenden muß, man selbst, das eigene Leben, die eigene Existenz ist. Wir finden das in der Renaissance, aber in einer etwas akademischen Form, und dann wieder im Dandyismus des 19.Jahrhunderts, aber das waren nur Episoden.


Insgesamt wird Macht eher ausgeübt als besessen.


Das Wort Subjekt hat einen zweifachen Sinn: vermittels Kontrolle und Abhängigkeit jemandem unterworfen sein und durch Bewußtsein und Selbsterkenntnis seiner eigenen Identität verhaftet sein. Beide Bedeutungen unterstellen eine Form von Macht, die einen unterwirft und zu jemandes Subjekt macht


Ich bin kein Hellseher. Ich bin nur da, um Fenster einzusetzen, wo vorher Wände waren.


Diese ironische Heroisierung der Gegenwart, dieses verwandelnde Spiel der Freiheit mit der Wirklichkeit, diese asketische Ausarbeitung seiner selbst – Baudelaire glaubt nicht, daß sie einen Ort in der Gesellschaft selbst haben können. Sie können nur an einem Ort produziert werden, den Baudelaire Kunst nennt.


Wo Macht ist, ist auch Widerstand.


Alle Systeme, die der Bildung dienen, sind ein politisches Instrument, um die Fähigkeit des Redens aufrechtzuerhalten oder zu modifizieren, samt des Wissens und der Macht, die damit einhergehen.


Du musst ein Held sein, um der Moral unserer Zeit ins Gesicht zu sehen.


Das ist das Faszinierende an den Gefängnissen, daß sich die Gewalt nicht verbirgt, nicht maskiert, daß sie sich als eine bis in die letzten Details ausgeklügelte zynische Tyrannei darstellt und daß sie andererseits vollkommen «gerechtfertigt» ist, da sie in eine Moral eingebettet ist: ihre brutale Tyrannei ist die ungetrübte Herrschaft des Guten über das Böse, der Ordnung über die Unordnung. (Von der Subversion des Wissens)


Ich glaube nicht, dass es notwendig ist, genau zu wissen, wer oder was ich bin. Das Hauptinteresse am Leben und Arbeiten ist es, jemand anderes zu werden, als du es am Anfang warst.


Der homo oeconomicus ist nicht derjenige, der sich seine eigenen Bedürfnisse und die Gegenstände, die sie mildern können, repräsentiert. Er ist derjenige, der sein Leben verbringt, verbraucht und verliert, indem er versucht, der Drohung des Todes zu entgehen. (Die Ordnung der Dinge)


Der Marxismus ruht im Denken des neunzehnten Jahrhunderts wie ein Fisch im Wasser. Das heißt: überall sonst hört er auf zu atmen. (Die Ordnung der Dinge)


Die Bedürfnisse und der Austausch der Produkte, die jene befriedigen können, sind stets das Prinzip der Ökonomie: sie sind ihr Motor und setzen ihre Grenzen. Die Arbeit und ihre Teilung sind nur Auswirkungen davon. (Die Ordnung der Dinge)


Die Geschichte der Macht sowie die reale Ausübung und Erhaltung derselben bleibt den meisten verborgen. Mit Wissen hat das nichts zu tun. Das sollte niemand wissen.




— Paul-Michel Foucault (1926 - 1984) war ein französischer Philosoph, Historiker, Soziologe und Literaturkritiker.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Wissenschaftler") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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