Zitate von Joseph Joubert

— Die besten Zitate (195), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Joseph Joubert" (FR; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Was beim Licht der Lampe wahr ist, ist noch nicht beim Licht der Sonne wahr.

Joseph Joubert (* 7. Mai 1754 in Montignac, Périgord; † 4. Mai 1824 in Paris) war ein französischer Essayist und Moralist.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Joseph Joubert Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Anmut umgibt die Eleganz und kleidet sie.

Man soll der Opposition stets einen Knochen zum Nagen lassen.

Es gibt ein Recht des Weiseren, nicht ein Recht des Stärkeren.

Man glaubte früher, daß die Gerechtigkeit nicht aus dem Gesetz kommen sollte, sondern das Gesetz aus der Gerechtigkeit.

Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.

Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen.

Nachsicht möge nicht zu laut sprechen, aus Furcht, die Gerechtigkeit aufzuwecken.

Es steckt oft mehr Geist und Scharfsinn in einem Irrtum als in einer Entdeckung.

Zeichnen ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.

Alle Eroberer sind einander irgendwo ähnlich in ihren Plänen, in ihrem Geist und Charakter.

Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.

Höflichkeit ist die Blüte der Menschlichkeit. Wer nicht höflich genug, ist auch nicht menschlich genug.

Vertraulichkeit gefällt auch ohne Güte und bezaubert mit Güte.

Das Beste im Menschen sind seine jungen Gefühle und seine alten Gedanken.

Es ist besser, einen Tropfen Licht zu geben oder zu empfangen, als einen Ozean von Dunkelheit

Um in der Welt Erfolg zu haben, braucht man Tugenden, die beliebt, und Fehler, die gefürchtet machen.

Man durchschneide nicht, was man lösen kann.

Täuschungen kommen vom Himmel, Irrtümer von uns selbst.

Der Abend des Lebens bringt seine Lampe mit.

Das Weltall gehorcht Gott, so wie der Leib der Seele gehorcht, die ihn erfüllt.

Maximen sind für den Intellekt das, was Gesetze für die Handlungen sind: Sie erleuchten nicht, aber sie leiten und führen und, obgleich selbst blind, sind sie Schutz. Sie sind der Faden im Labyrinth, der Kompass in der Nacht.

Düfte sind wie Seelen der Blumen; man kann sie fühlen, selbst im Reich der Schatten.

Die das Laster liebenswürdig machen, schätze ich doch höher als die, welche die Tugend erniedrigen.

Jede Naivität läuft Gefahr lächerlich zu werden, verdient es aber nicht; denn in jeder Naivität liegt unbedachtes Vertrauen und ein Beweis von Unschuld.

Die Richtung unseres Geistes ist wichtiger als sein Fortschritt.

Man kann sich noch leichter im Wahren als im Schönen täuschen.

Das Wort ist nichts als der verkörperte Gedanke.

Jede Beredsamkeit muss aus innerer Bewegung stammen, und jede Bewegung verleiht von selber Beredsamkeit.

Lehren heißt: Die Dinge zweimal lernen.

Anmut ist das natürliche Gewand der Schönheit, Kraft ohne Anmut ist wie ein wunder Körper.

Die Religion verbietet mehr zu glauben als sie lehrt.

Das Erstaunliche macht uns einmal staunen, aber das Bewunderungswürdige wird immer mehr bewundert.

Illusion und Weisheit zusammen bilden das Entzücken des Lebens und der Kunst.

Üble Nachrede ist die Erleichterung der Bösartigkeit.



— Joseph Joubert (1754 - 1824) zählt zu den französischen Moralisten und Essayisten.


— Viele berühmte französische Autoren waren Moralisten und sie sind vielleicht die größte zusammenhängende Gruppe von Schriftstellern von Aphorismen in der westlichen literarischen Tradition. In den Pariser Salons fanden der Witz und die Ironie der Moralisten großen Anklang. Sie beeinflussten spätere Autoren wie u.a. Voltaire, Georg Christoph Lichtenberg, Johann Wolfgang von Goethe, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche oder Oscar Wilde.

Die französischen Moralisten waren jene Autoren, die in Michel de Montaignes Essays ihren Ursprung hatte, die Tradition des moralischen Charakters der Menschheit fortführten und als Leitprinzipien verordnete Regeln vorschrieben, um ein gutes Leben zu führen.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.