Zitate von Georg Christoph Lichtenberg

— Die besten Zitate (268), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Georg Christoph Lichtenberg" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Wer sicher Recht tun will, braucht vom Rechte nicht viel zu wissen; doch wer sicher Unrecht tun will, muss die Rechte studiert haben.

Georg Christoph Lichtenberg (* 1. Juli 1742 in Ober-Ramstadt bei Darmstadt; † 24. Februar 1799 in Göttingen) war ein deutscher Mathematiker, Physiker und Aphoristiker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Georg Christoph Lichtenberg Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans nach Hause bringen.

Die sogenannten schlechten Leute gewinnen, wenn man sie näher kennenlernt; die guten verlieren.

Wahrheit ist kostbar. Noch kostbarer ist, sie zu finden.

Die Neigung der Menschen, kleine Dinge für wichtig zu halten, hat sehr viel Großes hervorgebracht.

Vieles, was unaussprechlich ist, wäre das Aussprechen kaum wert, wenn man es aussprechen könnte.

Es ist eine bekannte Sache, dass die Viertelstündchen größer sind als die Viertelstunden.

Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden.

Viele Spötter meinen, reich an Geist zu sein, und sind doch nur arm an Takt.

Ich bin überzeugt, man liebt sich nicht bloß in andern, sondern hasst sich auch in andern.

Es gibt Wahrheiten, die so ziemlich herausgeputzt einhergehen, dass man sie für Lügen halten sollte, und die nichtsdestoweniger reine Wahrheiten sind.

Leicht ist, anderen zu raten  - schwer oft für sich selbst das Rechte zu erkennen.

Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten mäßig entstellt.

Der gewöhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der herrschenden Mode konform.

Der gerade Weg ist der kürzeste, aber es dauert meist am längsten, bis man auf ihm zum Ziele gelangt.

Dank ist für kleine Seelen eine drückende Last, für edle Herzen ein Bedürfnis.

Ich habe Leute gekannt, die haben heimlich getrunken und sind öffentlich besoffen gewesen.

Es gibt immer einen Narren mehr, als man glaubt.

Man muss in dem gemeinen Leben so gut als in der Physik nichts allzu künstlich erklären.

Im Großen müssen wir das Kleine kennenlernen.

Das Doktorwerden ist eine Konfirmation des Geistes.

Ein langes Glück verliert schon allein durch seine Dauer.

Die Menschen sind in ihren Anlagen alle gleich, nur die Verhältnisse machen den Unterschied.

Ein Mensch ohne Geduld, ist ein Mensch ohne Anfang und Ende.

Ein Gelübde zu tun, ist eine größere Sünde, als es zu brechen.

Je größer der Mann ist, desto strafbarer ist er, wenn er die Fehler anderer ausplaudert.

Gerade das Gegenteil tun heißt auch nachahmen, es heißt nämlich das Gegenteil nachahmen.

Der Mensch kommt unter allen Tieren dem Affen am nächsten.

Alles auf einmal tun wollen zerstört alles auf einmal.

Unsere Theologen wollen mit Gewalt aus der Bibel ein Buch machen, worin kein Menschenverstand ist.

Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert, und mehr als das Blei in der Flinte jenes im Setzkasten der Drucker.

Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat.

Die Fliege, die nicht geklappt sein will, setzt sich am sichersten auf die Klappe selbst.

Die großen Begebenheiten der Welt werden nicht gemacht, sondern sie finden sich.

Die Genies brechen die Bahnen, und die schönen Geister ebnen und verschönern sie.

Der Mensch liebt die Gesellschaft, und sollte es auch nur die von einem brennenden Rauchkerzchen sein.

Die Leidenschaften machen die besten Beobachtungen und die elendsten Schlüsse.



— Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799) war ein deutscher Naturforscher und Aphoristiker.


— Lichtenberg wurde 1770 Professor für Physik, Mathematik und Astronomie an der Universität Göttingen; dies war der erste Lehrstuhl der sich explizit mit Experimentalphysik befasste.

Der unter anderem von Immanuel Kant und Baruch Spinoza beeinflusste Lichtenberg hatte gute Kontakte nach Russland und konnte auch seine Begeisterung für England kaum verbergen. Die ehrwürdige britische Gelehrtengesellschaft „Royal Society“ machte in 1793, als einen der wenigen Ausländer, zu einem ihrer Mitglieder.

Über viele Jahre hat Lichtenberg in Schreibheften, von ihm selbstironisch „Sudelbücher“ genannt, in aphoristischer Form unzählige Gedankensplitter (spontane Einfälle, Lesefrüchte, Reflexionen) notiert, die postum veröffentlicht wurden und ihm den Ruf als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus eintrugen.

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