Zitate von Immanuel Kant

— Die besten Zitate (134), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Immanuel Kant" (DE; Philosoph)

— Bekanntes Zitat:

Je mehr du gedacht, je mehr du getan hast, desto länger hast du (selbst in deiner eigenen Einbildung) gelebt.

Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg, Preußen; † 12. Februar 1804 ebenda) war ein deutscher Philosoph.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Immanuel Kant Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Der ziellose Mensch erleidet sein Schicksal, der zielbewusste gestaltet es.

Es ist dem menschlichen Verstande unumgänglich notwendig, Möglichkeit und Wirklichkeit der Dinge zu unterscheiden.

Was will ich? Fragt der Verstand. Worauf kommt es an? Fragt die Urteilskraft. Was kommt heraus? Fragt die Vernunft.

Aber denken kann ich, was ich will, solange ich mir selbst nicht widerspreche.

Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut. Die ganze Natur überhaupt ist eigentlich nichts anderes, als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln; und es gibt überall keine Regellosigkeit.

Faulheit: der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.

Der größte Sinnengenuss, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.

Demut ist eigentlich nichts anderes als eine Vergleichung seines Wertes mit der moralischen Vollkommenheit.

Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.

Mit dem Alter nimmt die Urteilskraft zu und das Genie ab.

Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, daß der Mensch die Würde der Menschheit in seiner eigenen Person bewahre.

Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon.

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.

Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu werden, sondern um unsere Pflicht zu erfüllen.

Es ist nichts beständiger als die Unbeständigkeit.

Frankreich ist das Land der Moden, England das Land der Launen, Spanien das Land der Ahnen, Italien das Land der Pracht und Deutschland das Land der Titel.

Irrtümer entspringen nicht allein daher, weil man gewisse Dinge nicht weiß, sondern weil man sich zu urteilen unternimmt, obgleich man doch nicht alles weiß, was dazu erfordert wird.

Kein Mensch ist so wichtig, wie er sich nimmt.

Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern mehr noch durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.

Und es könnte sein, dass die Menschheit reicher wird, indem sie ärmer wird, dass sie gewinnt, indem sie verliert.

Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt:

Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Ich sehe sie beide vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz.

Schön ist dasjenige, was ohne Interesse gefällt.

Erfahrung ist eine verstandene Wahrnehmung.

Man nennt einen Menschen böse nicht darum, weil er Handlungen ausübt, welche böse sind, sondern weil diese so beschaffen sind, daß sie auf böse Maximen schließen lassen.

Nur wer das Leben ernst, bitter ernst nimmt, hat auch wirklich Humor.

Genie ist das Talent der Erfindung dessen, was nicht gelehrt oder gelernt werden kann.

Alle Sprache ist Bezeichnung der Gedanken, und umgekehrt die vorzüglichste Art der Gedankenbezeichnung ist die durch Sprache, dieses größte Mittel, sich selbst und andere zu verstehen.

Krieg ist darin schlimm, dass er mehr böse Menschen macht, als er deren wegnimmt.

Ein jeder Mensch hat rechtmässigen Anspruch auf Achtung von seinen Nebenmenschen und wechselseitig ist er dazu auch gegen jeden anderen verbunden.



— Immanuel Kant (1724 - 1804) war ein deutscher Philosoph der Aufklärung und eine der zentralen Figuren, die die Philosophie der Neuzeit begründeten.


— Als Kant 1781 die „Kritik der reinen Vernunft“ (KrV) veröffentlichte, war damit die „Kopernikanische Wende“ in der Philosophie eingeleitet.

Kritik ist hier nicht als Gegenposition, Beanstandung oder Tadel zu verstehen, sondern im ursprünglichen Sinn des griechischen Wortes „krino“ (Bedeutung: scheiden, unterscheiden, beurteilen) als Analyse und Überprüfung im weitesten Sinne.
Die Kritik (KrV) ist eine Untersuchung der Grundlagen und Grenzen menschlichen Wissens und Erfahrung.

Das Buch wurde 1827 wegen der Widerlegungen der Gottesbeweise vom Vatikan auf das „Verzeichnis verbotener Bücher“ (Index Librorum Prohibitorum) gesetzt. Dieser Index Romanus wurde nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1966 abgeschafft.

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