Zitate von Ingeborg Bachmann

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "I. Bachmann" (AT; Schriftsteller) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Ingeborg Bachmann (1926 - 1973) war eine österreichische Schriftstellerin.

— Bekanntes Zitat:

Nichts Schöneres unter der Sonne, als unter der Sonne zu sein.



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Ingeborg Bachmann" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: AT)

Mit meiner verbrannten Hand schreibe ich von der Natur des Feuers.


Jeder Leser ist, wenn er liest, nur ein Leser seiner selbst.


Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht.


Aus einiger Entfernung betrachtet, schrumpft der gesunde Menschenverstand ein und sieht einem Gran Stumpfsinn zum Verzweifeln ähnlich.


Das ganze Leben ist der Versuch, es zu behalten.


Fürchtet euch oder fürchtet euch nicht! Zahlt in den Klingelbeutel und gebt dem blinden Mann ein gutes Wort, daß er den Bären an der Leine hält. Und würzt die Lämmer gut.


Die Spezialisten, die Experten mehren sich. Die Denker bleiben aus.


Wenn dein Schiff fährt, wird es fahren.
Wenn ich winken muss, werde ich winken.
Wenn ich dich zum letzten Mal küssen darf,
werde ich es so tun, rasch, auf die Wange.


Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar. (Grabinschrift)


Es gibt keine guten Liebhaber. Es gibt höchstens Männer, mit denen es völlig hoffnungslos ist, und einige, mit denen es nicht ganz so hoffnungslos ist.


Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.


Poesie wie Brot? Dieses Brot müßte zwischen den Zähnen knirschen und den Hunger wieder erwecken, ehe es ihn stillt.

Und diese Poesie wird scharf von Erkenntnis und bitter von Sehnsucht sein müssen, um an den Schlaf der Menschen rühren zu können.


Aufhören können, das ist nicht eine Schwäche, das ist eine Stärke.




— Ingeborg Bachmann (1926 - 1973) war eine österreichische Schriftstellerin.


— Bachmann wurde in Klagenfurt geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie, Germanistik und Rechtswissenschaften an den Universitäten Innsbruck, Graz und Wien. 1949 promovierte sie an der Universität Wien mit ihrer Dissertation "Die kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers".

Nach ihrer Promotion arbeitete Bachmann als Drehbuchautorin und Redakteurin beim alliierten Radiosender „Rot-Weiss-Rot“, der auch ihre ersten Hörspiele veröffentlichte. Der Kontakt zu dem legendären literarischen Kreis der Gruppe 47, dem auch Ilse Aichinger, Paul Celan, Heinrich Böll, Marcel Reich-Ranicki und Günter Grass angehörten, bereicherte ihre literarische Karriere.
Sie erhielt 1953 den Literaturpreis der Gruppe 47 für den Gedichtband „Die gestundete Zeit“. Seit diesem Jahr lebte sie an verschiedenen Orten in Italien. Im Jahr 1956 veröffentlichte sie ihren zweiten Gedichtband „Anrufung des Großen Bären“.

Bachmann gilt als eine der bedeutendsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. In ihrem Werk beschäftigt sie sich mit der Rolle der Frau in der patriarchalischen Gesellschaft, den Auswirkungen von Krieg und Frieden sowie individuellen menschlichem Leiden.

Im Sommer 1958 verliebte sie sich mit 32 Jahren in den damals 47-jähringen Max Frisch. Die Liebe hielt vier Jahre, in denen das Paar abwechselnd in Zürich und in Rom lebte. Im Sommer 1962 verliebt sich Max Frisch, mittlerweile 51, kurzerhand um: in eine 23-jährige deutsche Studentin (Marianne Oellers). Ingeborg Bachmann verkraftete die Trennung nicht und musste sich mehrmals in Krankenhäuser einweisen lassen.

Ab 1965 veröffentlichte sie nur noch sporadisch Gedichte und litt unter Tabletten- und Alkoholabhängigkeit. 1967 verließ sie aus Protest den Piper Verlag, weil der den ehemaligen HJ-Führer Hans Baumann mit einer Übersetzung von Anna Achmatowas „Requiem“ beauftragt hatte, und wechselte zum Suhrkamp Verlag.

In der Nacht vom 25. auf den 26. September 1973 kam es zu einem Brand in ihrem Schlafzimmer, und sie wurde zur Behandlung in ein römisches Krankenhaus gebracht. Die örtliche Polizei kam zu dem Schluss, dass der Brand durch eine Zigarette verursacht wurde. Im Krankenhaus erlebte sie Entzugserscheinungen (Konvulsionen, die epileptischen Anfällen gleichen), die durch den Missbrauch von Barbituraten bedingt waren. Die behandelnden Ärzte wussten nichts von dieser Abhängigkeit, und die Entzugserscheinungen könnten zu ihrem Tod am 17. Oktober 1973 beigetragen haben.


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