Zitate von Helmut Schmidt

— Die besten Zitate (79), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Helmut Schmidt" (DE; Politiker)

— Bekanntes Zitat:

Helmut Schmidt (* 23. Dezember 1918 in Hamburg-Barmbek; † 10. November 2015 in Hamburg-Langenhorn) war ein deutscher Politiker der SPD.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Helmut Schmidt Zitate (Berufsgruppe: Politiker / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Der eine ist links, der andere ist rechts. Aber vergleichbare Populisten sind Lafontaine und Le Pen schon.

Wer nicht redet, wird nicht gehört.

Ein echter Held ist nur ein Besoffener ... oder ein Idiot.

Ich teile die Menschheit in drei Kategorien: Wir normale Menschen, die irgendwann in ihrer Jugend mal Äpfel geklaut haben, die zweite hat eine kleine kriminelle Ader, und die dritte besteht aus Investmentbankern.

Wollen wir denn auch noch Weltmeister im Jammern werden?

Die heutige politische Klasse in Deutschland ist gekennzeichnet durch ein Übermaß an Karrierestreben und Wichtigtuerei und durch ein Übermaß an Geilheit, in Talkshows aufzutreten.

Der Köhler, wenn er Bundespräsident wird, hat allein mehr ökonomischen Verstand als die ganze deutsche politische Klasse zusammen. (Über Horst Köhler)

An der Wall Street herrscht nicht nur ein Defizit an Durchblick, sondern auch ein moralisches Defizit.

Keine Begeisterung sollte größer sein als die nüchterne Leidenschaft zur praktischen Vernunft.

Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein.

Märkte sind wie Fallschirme: sie funktionieren nur, wenn sie offen sind.

Das Schneckentempo ist das normale Tempo jeder Demokratie.

Wer bei der Analyse nur darauf bedacht ist, seine eigenen Worte von gestern nicht in Misskredit zu bringen, der kann die Kraft zum radikalen Durchdenken nicht aufbringen.

Nichts auf der Welt ist zwangsläufig, außer der Abfolge von Tag und Nacht.

Wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man, dass die politischen Journalisten eigentlich mehr zur politischen Klasse gehören und weniger zum Journalismus.

Der Rechtsstaat hat nicht zu siegen, er hat auch nicht zu verlieren, sondern er hat zu existieren!

Politiker und Journalisten. Das sind beides Kategorien von Menschen, denen gegenüber größte Vorsicht geboten ist: Denn beide reichen vom Beinahe-Staatsmann zu Beinahe-Verbrechern. Und der Durchschnitt bleibt Durchschnitt.

Ich hatte bislang nicht das Gefühl, dass wir Deutschen unter einem Mangel an Grundrechten leiden.

Ein Krieg gegen den Irak kann... nicht den vielfältigen islamistischen Terrorismus auslöschen, dieser würde vermutlich im Gegenteil von einem amerikanisch-irakischen Krieg eher noch angestachelt werden. (2002; in einem Artikel Der Zeit)

Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen.

Politiker und Journalisten teilen sich das traurige Schicksal, daß sie oft heute schon über Dinge reden, die sie erst morgen ganz verstehen.

Sie haben einem uralten Mann zugehört. Sie müssen ihn nicht unbedingt ernst nehmen. (Schmidt in Brandenburg bei seinem einzigen großen Auftritt im SPD-Bundestagswahlkampf 2013)

Außer der Hunde- und der Getränkesteuer gibt es nicht viel, womit die Länder ihre eigenen Einnahmen bestimmen können.

Wer die Vergangenheit nicht studiert, wird ihre Irrtümer wiederholen. Wer sie studiert, wird andere Möglichkeiten zu irren finden.

Was man bei einer Diät am schnellsten verliert, ist die Geduld.

Nur im Auto kann ein Mensch der total organisierten Gesellschaft noch eigene Entschlüsse fassen und sein eigener Herr sein.

Memoiren sind eine Verleitung, die eigene Nase schöner zu malen, als sie ist.

Man kann sich nicht an den Tisch setzen, wenn man seine Trümpfe schon vorher wegwirft.

Die Toleranz ist nicht grenzenlos. Sie findet ihre Grenze, vielleicht ihre einzige Grenze, in der etwaigen Intoleranz des anderen.

Adenauer hatte noch vier Silben, Kiesinger noch drei. Inzwischen werden die Bundeskanzler immer einsilbiger.

Demokratie ist auch deswegen schlimm, weil man Zustimmung braucht und dies dazu verleitet, sich angenehm zu machen.

Es steht schlecht um die Demokratie, wenn sich jeder nur Freiheiten herausnimmt.

Wir haben in über 50 Jahren das Grundgesetz häufiger geändert als die Amerikaner ihre Verfassung in über 200 Jahren.

Die Eltern haben ihren Erziehungsauftrag an 25 Fernsehkanäle und die Videoindustrie abgegeben.

Wenn man ins Fleisch schneiden muss, dann muss man beim eigenen Fleisch anfangen.

Ehrlichkeit verlangt nicht, dass man alles sagt, was man denkt. Ehrlichkeit verlangt nur, dass man nichts sagt, was man nicht auch denkt.

(Geheimdienste) sind arme Schweine. Die leiden unter zwei psychischen Krankheiten: Die eine Krankheit beruht darauf, dass sie für das, was sie tatsächlich leisten, niemals öffentliche Anerkennung bekommen. Es ist unvermeidlich so, sie müssen ja im Verborgenen arbeiten. Das deformiert die Seele. Die andere Krankheit beruht darauf, dass sie tendenziell dazu neigen, zu glauben, sie verstünden die nationalen Interessen des eigenen Landes viel besser als die eigene Regierung. Diese letztere Krankheit ist der Grund dafür, dass ich ihnen nicht traue.



— Helmut Heinrich Waldemar Schmidt (1918 - 2015) war ein deutscher Politiker (SPD).


— Schmidt war nach dem Rücktritt Willy Brandts (Guillaume-Affäre) von 1974 bis 1982 der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Bevor er Kanzler wurde, war er Verteidigungsminister (1969-1972) und Finanzminister (1972-1974). In der letztgenannten Funktion erhielt er viel Anerkennung für seine stringente Finanzpolitik.

Als Kanzler konzentrierte er sich auf internationale Angelegenheiten und suchte die politische Einigung Europas in Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten. Er wurde 1976 und 1980 wiedergewählt, aber seine Koalition fiel 1982, mit dem Wechsel seines Koalitionsverbündeten, der FDP (unter der Führung von Hans-Dietrich Genscher), auseinander.

Er zog sich 1986 aus dem Parlament zurück, nachdem er mit dem linken Flügel der SPD kollidierte, der sich ihm in Verteidigungs- und Wirtschaftsfragen widersetzte. Er blieb ein führender Verfechter der Europäischen Währungsunion und einer Europäischen Zentralbank. Von 1983 bis zu seinem Tod war er Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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