Zitate von Willy Brandt

— Die besten Zitate (63), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Willy Brandt" (DE; Politiker)

— Bekanntes Zitat:

Wo die Zivilcourage keine Heimstatt hat, reicht die Freiheit nicht weit.

Willy Brandt (* 18. Dezember 1913 in Lübeck; † 8. Oktober 1992 in Unkel bei Bonn) war ein deutscher Politiker der SPD.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Willy Brandt Zitate (Berufsgruppe: Politiker / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Die Demokratie ist uns keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit.

Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben.

Am Abgrund der deutschen Geschichte und unter der Last der Millionen Ermordeten tat ich, was Menschen tun, wenn die Sprache versagt.

(Über seinen Kniefall 1970 vor dem Warschauer Ghetto-Ehrenmal)

Mut kann nur der haben, der auch Furcht kennt; der andere ist nur tollkühn.

Wir wollen mehr Demokratie wagen. Wir wollen eine Gesellschaft, die mehr Freiheit bietet und mehr Mitverantwortung fordert.

Wer mit den Problemen unserer Zeit fertig werden will, sollte die Zitaten-Bibel zu Hause lassen.

Demokratie darf nicht so weit gehen, daß in der Familie darüber abgestimmt wird, wer der Vater ist.

Es hat keinen Sinn, eine Mehrheit für die Sozialdemokraten zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein.

Es ist wichtiger, etwas im kleinen zu tun, als im großen darüber zu reden.

Krieg ist nicht mehr die Ultima ratio, sondern die Ultima irratio.

Eine Gesellschaft ... die das Alter nicht erträgt ... wird an ihrem Egoismus zugrunde gehen.

Wir sind keine Erwählten, wir sind Gewählte. Deshalb suchen wir das Gespräch mit allen, die sich um diese Demokratie bemühen.

Im moralischen Sinn macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch im Krieg getötet oder durch Gleichgültigkeit Anderer zum Hungertod verurteilt wird.

Die Geschichte kennt kein letztes Wort.

Die besten Reden sind die, die nicht gehalten werden. Die zweitbesten sind die scharfen, die drittbesten die kurzen.

Die Zehn Gebote sind noch älter als die Schlussakte von Helsinki, und die Menschheit erzielt auch dort nur Annäherungswerte bei ihrer Erfüllung.

Fortschreibung der Vergangenheit ergibt noch keine Zukunft.

Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf.

Interpretationsprobleme sind nichts Neues. Es gibt Bibelstellen, über deren Auslegung seit Jahrhunderten gestritten wird.

Kleine Schritte sind besser als keine Schritte.

Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt.

Manchmal ist es im Leben so, dass man erst etwas wird, wenn man nichts mehr werden will.

Es wird sich noch als geschichtlicher Irrtum erweisen, das dem demokratischen Sozialismus zugrunde liegende Ideal die Zusammenfügung von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität als überholt abtun zu wollen. Manche werden sich noch wundern, als wie abwegig sich ihre Grabgesänge erweisen.

Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.

Demokratischen Sozialismus verstehen wir als die dauernde Aufgabe Freiheit und Gerechtigkeit zu erkämpfen, sie zu bewahren und sich in ihnen zu bewähren. Dies und die Solidarität sind der geistig, politische Boden auf dem allein die Sozialdemokratie gedeihen kann.

So wie die Freiheit eine Voraussetzung für die Demokratie ist, so schafft mehr Demokratie erst den Raum, in dem Freiheit praktiziert werden kann.

Und ich sage: Ulbricht wird an seiner Mauer ersticken.

Niederlagen stählen, aber eben nur, wenn es nicht zu viele werden.

Menschen die nicht hungern sind nicht zwangsläufig frei.
Hungernde Menschen sind es in keinem Fall!

Die Analysen des großen Denkers waren vielfach richtig. Teile seines Instrumentariums und seiner Methode sind auf faszinierende Weise modern geblieben. Seine Antworten erwiesen sich vielfach als falsch, seine Hoffnungen als trügerisch. (Über Karl Marx)

Wer Unrecht duldet, stärkt es.

Eifer ist gut, aber Eiferer führen ins Unglück.

Im Zweifel für die Freiheit!

Knappe Mehrheiten sind kein Hindernis für eine wirksame Politik.

Wir brauchen die Herausforderung der jungen Generation, sonst würden uns die Füße einschlafen.

Wenn eine Diskussion um die ernstesten Dinge für das Schicksal des Landes eröffnet wird, so muss man sofort und ohne zu zögern auf den Kern der Sache zugehen.



— Willy Brandt (1913 - 1992) war ein deutscher Staatsmann (SPD).


— Brandt (geb. Herbert Ernst Karl Frahm) war von 1964 bis 1987 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und von 1969 bis 1974 der vierte Bundeskanzler der BRD (der erste sozialdemokratische Kanzler seit 1930.). Er erhielt 1971 den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen, eine Aussöhnung zwischen Westdeutschland und den Ländern Osteuropas zu erreichen und die Zusammenarbeit in Westeuropa durch die EWG zu stärken.

Er floh 1934 während des Nazi-Regimes nach Norwegen und später nach Schweden und arbeitete als linker Journalist. Er legte sich den „Kampfnamen“ Willy Brandt als Pseudonym zu, um der Aufdeckung durch Naziagenten zu entgehen, und nahm ihn 1948 formell an.

Brandt trat 1974 als Kanzler zurück, nachdem Günter Guillaume, einer seiner engsten Mitarbeiter, als Agent des Stasi-Geheimdienstes entlarvt wurde. Ihm folgte Helmut Schmidt (1918 –2015) als Regierungschef.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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