Zitate von Martin Heidegger

— Die besten Zitate (61), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Martin Heidegger" (DE; Philosoph)

— Bekanntes Zitat:

Das Denken lernen wir, indem wir auf das achten, was es zu bedenken gibt.

Martin Heidegger (* 26. September 1889 in Meßkirch; † 26. Mai 1976 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Philosoph.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Martin Heidegger Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Dasein hat sich, sofern es ist, je schon auf eine begegnende «Welt» angewiesen, zu seinem Sein gehört wesenhaft diese Angewiesenheit.

Die umsichtige Überlegung erhellt die jeweils faktische Lage des Daseins in seiner besorgten Umwelt.

Nur der Entschlossenheit kann das aus der Mit- und Umwelt zu-fallen, was wir Zufälle nennen.

Jedes Fragen ist ein Suchen.

Die Kunst ist die im Wesen des Willens zur Macht gesetzte Bedingung dafür, dass er als der Wille, der er ist, in die Macht steigen und sie steigern kann.

Dass die Wissenschaft nicht denken kann, ist kein Mangel, sondern ein Vorzug. (Quelle: Was heißt Denken?; 1952)

Der Mensch ist nicht der Herr des Seienden. Der Mensch ist der Hirt des Seins.

Die Sprache ist das Haus des Seins.

Jedes letzte Jetzt ist als Jetzt je immer schon ein Sofort-nicht-mehr, also Zeit im Sinne des Nicht-mehr-jetzt, der Vergangenheit; jedes erste Jetzt ist je ein Soeben-noch-nicht, mithin Zeit im Sinne des Noch-nicht-jetzt, der „Zukunft“.

Die Entschlossenheit als Schicksal ist die Freiheit für das möglicherweise situationsmäßig geforderte Aufgeben eines bestimmten Entschlusses.

Das Denken ist ein Er-hören.

Solange das Dasein als Seiendes ist, hat es seine «Gänze» nie erreicht. Gewinnt es sie aber, dann wird der Gewinn zum Verlust des In-der-Welt-seins schlechthin. Als Seiendes wird es dann nie mehr erfahrbar.

Wir kommen nie zu Gedanken. Sie kommen zu uns.

Der Verzicht nimmt nicht. Der Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.

Wenn sich demnach als das Wovor der Angst das Nichts, das heißt die Welt als solche herausstellt, dann besagt das: wovor die Angst sich ängstigt, ist das In-der-Welt-sein selbst.

Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst.

Der Dichter soll kraft seiner worthaften Gnade das Unnennbare benennen, namhaft machen, damit die Zeitklüfte überwinden helfen, die Ursprünge sichtbar machen, die Zukunft vorwegnehmen.

Wer groß denkt, muss groß irren.

Lehrer sein heißt belehrbarer sein als die Lehrlinge.

Um schweigen zu können, muss das Dasein etwas zu sagen haben, das heißt über eine eigentliche und reiche Erschlossenheit seiner selbst verfügen.

Das Verstehen betrifft als die Erschlossenheit des Da immer das Ganze des In-der-Welt-Seins.

Der Schmerz verschenkt seine Heilkraft dort, wo wir sie nicht vermuten.

Das Bleibende im Denken ist der Weg. Und Denk-Wege bergen in sich das Geheimnisvolle, dass wir sie vorwärts und rückwärts gehen können, dass sogar der Weg zurück uns erst vorwärts führt.

Das Gedächtnis ist die Versammlung des Denkens.

Der Tod enthüllt sich zwar als Verlust, aber mehr als solcher, den die Verbleibenden erfahren. Im Erleiden des Verlustes wird jedoch nicht der Seinsverlust als solcher zugänglich, den der Sterbende „erleidet“. Wir erfahren nicht im genuinen Sinne das Sterben der Anderen, sondern sind höchstens immer nur „dabei“.

Ich war linker Läufer beim FC Meßkirch

Es könnte sein, dass das Christentum selbst eine Folge und Ausformung des Nihilismus darstellt.

Das Leben ist diesig, es nebelt sich immer ein.

Die Relativitätstheorie der Physik erwächst der Tendenz, den eigenen Zusammenhang der Natur selbst, so wie er „an sich“ besteht, herauszustellen.

Wer nicht den Mut und die Ausdauer des Denkens aufbringt, mit Nietzsches Schriften sich einzulassen, braucht auch nichts über ihn zu lesen.

Die Wissenschaft denkt nicht.

Die ekstatische Einheit der Zeitlichkeit, das heißt die Einheit des „Außer-sich“ in den Entrückungen von Zukunft, Gewesenheit und Gegenwart, ist die Bedingung der Möglichkeit dafür, dass ein Seiendes sein kann, das als sein „Da“ existiert.

Kunst ist das Wesen alles Wollens, das Perspektiven öffnet und sie besetzt.

Warum sagen wir: die Zeit vergeht und nicht ebenso betont: sie entsteht? Im Hinblick auf die reine Jetztfolge kann doch beides mit dem gleichen Recht gesagt werden.

Die Undefinierbarkeit des Seins dispensiert nicht von der Frage nach seinem Sinn, sondern fordert dazu gerade auf.

Das alltägliche Sein zum Tode ist als verfallendes eine ständige Flucht vor ihm.



— Martin Heidegger (1889 - 1976) war ein deutscher Denker in der philosophischen Tradition der Ontologie & Hermeneutik.


— Heidegger publizierte 1927 sein Hauptwerk „Sein und Zeit“, das die philosophische Richtung der Fundamental-Ontologie begründete.

Der Autor versucht, den Begriff des „Seins“ zu analysieren. Heidegger behauptet, dass dies für die Philosophie von grundlegender Bedeutung ist und dass die Philosophie seit der Zeit der alten Griechen diese Frage vermieden hat und sich stattdessen der Analyse von Erscheinungsformen des „Seins“ (also Seiendem) zuwendet hatte.
Heidegger versucht die Ontologie durch eine Wiederbelebung der Frage nach dem „Sinn des Seins“ neu zu begründen. Er nähert sich dem durch eine fundamentale Ontologie, die eine vorläufige Analyse des Wesens ist, für das die Frage nach dem Sein von Bedeutung ist, also dem „Dasein“, oder auch der Mensch im Abstrakten.

Das Buch ist grundlegend für ein Verständnis der Gedanken von Jean-Paul Sartre, Hans-Georg Gadamer, Hans Jonas, Karl Löwith, Herbert Marcuse und Hannah Arendt.
Heidegger selbst war vornehmlich von Philosophen wie Edmund Husserls, Friedrich Nietzsche, der Lebensphilosophie Wilhelm Diltheys sowie der Existenzdeutung Søren Kierkegaards beeinflusst.

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