Zitate von Herbert Marcuse

— Die besten Zitate (10), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Herbert Marcuse" (DE; Philosoph)

— Bekanntes Zitat:

Die Phantasie hat insofern erkennende Funktion, als sie die Wahrheit der «Großen Weigerung» aufrechterhält oder, positiv ausgedrückt, insofern sie die Ansprüche des Menschen und der Natur auf vollständige Erfüllung gegen alle unterdrückende Vernunft bewahrt und schützt.

Herbert Marcuse (* 19. Juli 1898 in Berlin; † 29. Juli 1979 in Starnberg) war ein deutsch-amerikanischer Philosoph, Politologe und Soziologe.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Herbert Marcuse Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Da die Dauer des Arbeitstages an sich einer der entscheidenden Faktoren für die Unterdrückung des Lustprinzips durch das Realitätsprinzip darstellt, ist die Verkürzung der Arbeitszeit bis zu einem Punkt, wo das bloße Arbeitsquantum die menschliche Entwicklung nicht mehr behindert, die erste Vorbedingung der Freiheit.

Die Reichweite gesellschaftlich statthafter und wünschenswerter Befriedigung nimmt erheblich zu; aber auf dem Wege dieser Befriedigung wird das Lustprinzip reduziert - seiner Ansprüche beraubt, die mit der bestehenden Gesellschaft unvereinbar sind. Derart angepasst erzeugt Lust Unterwerfung.

Werte, die aus der objektiven Realität herausgelöst sind, werden subjektiv.

Es geht nicht darum, den technischen Fortschritt aufzuhalten oder zu drosseln, sondern darum, diejenigen seiner Züge zu beseitigen, welche die Unterwerfung des Menschen unter den Apparat und die Steigerung des Kampfes ums Dasein verewigen.

Wenn der Mensch gelernt hat, zu sehen und zu wissen, was wirklich ist, wird er im Einklang mit der Wahrheit handeln. Erkenntnistheorie ist an sich Ethik, und Ethik ist Erkenntnistheorie.

Der Tauschwert zählt, nicht der Wahrheitswert. In ihm fasst sich die Rationalität des Status quo zusammen, und alle andersartige Rationalität wird ihr unterworfen.

Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab.

Komfort, Geschäft und berufliche Sicherheit können in einer Gesellschaft, die sich auf und gegen nukleare Zerstörung vorbereitet, als allgemeines Beispiel versklavender Zufriedenheit dienen.

Permanenter ästhetischer Umsturz - das ist die Aufgabe der Kunst.



— Herbert Marcuse (1898 - 1979) war ein deutsch-amerikanischer Soziologe, Philosoph und Politologe.


— Als gebürtiger Berliner studierte Marcuse an der Humboldt-Universität zu Berlin und dann in Freiburg bei Martin Heidegger, wo er auch promovierte.

Wie viele seiner Generation war er von dem Philosophen und seiner Schrift „Sein und Zeit“ fasziniert. Zu dieser Zeit wurden auch erstmals die „ökonomisch-philosophischen Manuskripte“ von Karl Marx publiziert. Die Rezeption durch Marcuse machte ihn zum ersten „Heidegger-Marxisten“ (Jürgen Habermas).

In seinen Schriften kritisierte Marcuse den Kapitalismus, die moderne Technologie, den historischen Materialismus sowie die Unterhaltungskultur und argumentierte, dass sie neue Formen der sozialen Kontrolle darstellen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte er nicht nach Deutschland zurück, sondern lehrte an amerikanischen Universitäten. Er wurde einer der herausragenden Theoretiker der Neuen Linken und der Studentenbewegungen von Westdeutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten bekannt; einige halten ihn für den "Vater der Neuen Linken".

Seine bekanntesten Werke sind „Triebstruktur und Gesellschaft“ (Eros and Civilization - A Philosophical Inquiry into Freud; 1955) und „Der eindimensionale Mensch“ (One-Dimensional Man: Studies in the Ideology of Advanced Industrial Society; 1964). Sein marxistischen Forschungen inspirierten in den 1960er und 1970er Jahren viele Intellektuelle und politische Aktivisten, sowohl in den Vereinigten Staaten als auch international.

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