Zitate von Sigmund Freud

— Die besten Zitate (59), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Sigmund Freud" (AT; Arzt)

— Bekanntes Zitat:

Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.

Sigmund Freud (* 6. Mai 1856 in Freiberg, Mähren; † 23. September 1939 in London) war ein österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe und Kulturtheoretiker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Sigmund Freud Zitate (Berufsgruppe: Arzt / Land: AT) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Das Unbewusste ist viel moralischer, als das Bewusste wahrhaben will.

Das Denkverbot, das die Religion im Dienste ihrer Selbsterhaltung ausgehen lässt, ist auch keineswegs ungefährlich, weder für den Einzelnen noch für die menschliche Gemeinschaft.

Die individuelle Freiheit ist kein Kulturgut. Sie war am größten vor jeder Kultur.

Wie der Planet noch um seinen Zentralkörper kreist, außer daß er um die eigene Achse rotiert, so nimmt auch der einzelne Mensch am Entwicklungsgang der Menschheit teil, während er seinen eigenen Lebensweg geht.

Es gibt ebensowenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol.

Der Traum ist der königliche Weg zu unserer Seele.

Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.

In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.

Indem wir den Feind klein, niedrig, verächtlich, komisch machen, schaffen wir uns auf einem Umwege den Genuss seiner Überwindung, den uns der Dritte, der keine Mühe aufgewendet hat, durch sein Lachen bezeugt.

Die Absicht, daß der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.

Wem man alles verziehen hat, mit dem ist man fertig.

Unsere Kultur ist ganz allgemein auf der Unterdrückung von Trieben aufgebaut.

Wenn man über einen Witz recht herzlich lacht, ist man nicht gerade in der geeignetsten Disposition, um seiner Technik nachzuforschen.

Die Veränderung der Stimmungslage ist das Wertvollste, was der Alkohol dem Menschen leistet, und weshalb dieses „Gift“ nicht für jeden gleich entbehrlich ist.

Die Gefühle der Masse sind stets sehr einfach und sehr überschwenglich. Die Masse kennt also weder Zweifel noch Ungewissheit.

Erwachsen ist man, wenn man das vereinen kann: lieben, arbeiten, genießen.

Das Falsche ist oft die Wahrheit, die auf dem Kopf steht.

Wenn es sich um Fragen der Religion handelt, machen sich die Menschen aller möglichen Unaufrichtigkeiten und interllektuellen Unarten schuldig.

Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.

Die Schöpferkraft eines Autors folgt leider nicht immer seinem Willen; das Werk gerät, wie es kann, und stellt sich dem Verfasser oft wie unabhängig, ja wie fremd, gegenüber.

Deuten heißt, einen verborgenen Sinn finden.

Worte und Zauber waren ursprünglich ein und dasselbe. Auch heute besitzt das Wort eine starke magische Kraft.

Das Ich ist nicht der unumschränkte Herrscher in seinem eigenen Heim.

Eines Tages, zurückblickend auf die Jahre, wo du gekämpft hast, werden sie dir wie die schönsten vorkommen.

Bei einem Vortrag denkt nach Minuten sowieso jeder nur noch an Sex.

Auf der Höhe eines Liebesverhältnisses bleibt kein Interesse für die Umwelt übrig.

Ein Psychiater ist ein Arzt, der kein Blut sehen kann.

Es gibt viele Wege, die zu dem Glück führen können, wie es dem Menschen erreichbar ist; keinen, der sicher dahin leitet.

Das Leiden der Hysterischen kommt hauptsächlich von ihren Erinnerungen.

Ein Nutzen der Schönheit liegt nicht klar zutage, ihre kulturelle Notwendigkeit ist nicht einzusehen, und doch könnte man sie in der Kultur nicht vermissen.

Die Schrift ist ursprünglich die Sprache des Abwesenden.

Was man im strengsten Sinn Glück heißt, entspringt der eher plötzlichen Befriedigung hochaufgestauter Bedürfnisse und ist ... nur als episodisches Phänomen möglich.

Der Traum ist eine Psychose, mit allen Ungereimtheiten, Wahnbildungen und Sinnestäuschungen einer solchen.

Wir sind gar nicht so tief gesunken, weil wir nie so hoch gestiegen waren, wie wir geglaubt hatten.

Die Stimme der Vernunft ist leise, doch sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat.

Die große Frage, die niemals beantwortet worden ist und die ich trotz dreißig Jahre langer Erforschung der Frauenseele auch nicht beantworten konnte, lautet: "Was wünscht sich eine Frau?"

Wenn wir die Gründe für das Verhalten der anderen verstehen könnten, würde plötzlich alles einen Sinn ergeben.

Unser aller Beruf ist es, Mensch zu sein. Aber wer hat schon den Ehrgeiz?

Ein Kind soll Triebbeherrschung lernen. Ihm die Freiheit geben, dass es uneingeschränkt allen seinen Impulsen folgt, ist unmöglich. Die Erziehung hat also ihren Weg zu suchen zwischen der Scylla des Gewährenlassens und der Charybdis des Versagens.

Die Kunst ist fast immer harmlos und wohltätig, sie will nichts anderes sein als Illusion.

Es ist niemand so groß, dass es für ihn eine Schande wäre, den Gesetzen zu unterliegen, die normales und krankhaftes Tun mit gleicher Strenge beherrschen.

Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.

Liebe ist ein nur ein schöneres Wort für Triebe

Wenn jemand spricht, wird es hell.

Jeder Triebverzicht hat eine Neurose zur Folge.

Jede Kultur baut (bisher) auf Triebverzicht auf.

Glück ist die Erfüllung von Kinderwünschen.

Es gibt drei Kränkungen des menschlichen Bewusstseins: die Entdeckung, dass die Erde nicht Mittelpunkt der Welt ist; die Darwin’sche Evolutionstheorie - und die Psychoanalyse.

Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben, niemals hilfloser unglücklich, als wenn wir das geliebte Objekt oder seine Liebe verloren haben.

Wenn man der unbestrittene Liebling der Mutter gewesen ist, so behält man fürs Leben jenes Gefühl der Eroberung, jene Zuversicht des Erfolges, welche wirklich nicht selten den Erfolg nach sich zieht.

Alles, was die Kulturentwicklung fördert, arbeitet auch gegen den Krieg.

Die Menschen haben es jetzt in der Beherrschung der Naturkräfte so weit gebracht, dass sie es mit deren Hilfe leicht haben, einander bis auf den letzten Mann auszurotten.

Sie wissen das - daher ein Teil ihrer gegenwärtigen Unruhe, ihres Unglücks, ihrer Angststimmung.
Und nun ist zu erwarten, dass die andere der beiden "himmlischen Mächte", der ewige Eros. eine Anstrengung machen wird, um sich im Kampf mit seinem ebenso unsterblichen Gegner zu behaupten.

Die meisten Menschen haben das starke Bedürfnis nach einer Autorität, die sie bewundern und der sie sich unterwerfen können, die sie beherrscht und manchmal sogar misshandelt. Von der Psychologie des Individuums haben wir gelernt, woher dieses Verlangen kommt: Es ist die Sehnsucht nach dem Vater.

Ganz nebenbei, warum hat keiner von all den Frommen die Psychoanalyse geschaffen, warum musste man da auf einen ganz gottlosen Juden warten?

Die Ersetzung der Macht des Einzelnen durch die der Gemeinschaft ist der entscheidende kulturelle Schritt. Sein Wesen besteht darin, dass sich die Mitglieder der Gemeinschaft in ihren Befriedigungsmöglichkeiten beschränken, während der Einzelne solche Schranken nicht kannte.

Die Worte des Dichters sind Taten.



— Sigmund Freud (1856 - 1939) war ein österreichischer Neurologe und Psychoanalytiker.


— Freud (geboren als Sigismund Schlomo Freud) ist der Begründer der Psychoanalyse. Er entwickelte als erster eine Theorie des Unbewussten und ein Modell der psychischen Struktur, bestehend aus Es, Ich und Über-Ich.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Arzt") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Medizinern, Heilern, Psychoanalytikern, Doktoren, etc.