Zitate von Spinoza

— Die besten Zitate (59), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Spinoza" (NL; Philosoph)

— Bekanntes Zitat:

Alles Vortreffliche ist ebenso schwierig wie selten.

Spinoza (* 24. November 1632 in Amsterdam; † 21. Februar 1677 in Den Haag) war ein niederländischer Philosoph.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Spinoza Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: NL) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt, erhält und ernährt, ist die Furcht.

Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht tun zu können, solange ist es ihm unmöglich, es zu tun.

Ich weiß nicht, wie ich Philosophie lehren soll, ohne Störer hergebrachter Religion zu werden.

Alle Körper sind entweder in Bewegung oder in Ruhe.

Demut ist keine Tugend, das heißt, sie entspringt nicht der Vernunft.

Die Bescheidenheit ist eine Art des Ehrgeizes.

Die Menschen werden nicht als Staatsbürger geboren, sondern erst dazu gemacht.

Das Vertrackte am Klarmachen des eigenen Standpunktes ist, daß man dadurch zu einem nicht zu verfehlenden Ziel wird.

Man soll die Welt nicht belachen, nicht beweinen, sondern begreifen.

Was wir Zufall nennen, ist der Zufluchtsort der Unwissenheit.

Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frömmigkeit.

Unwissenheit ist kein Argument. (Latein: Ignorantia non est argumentum.)

Mein Ziel ist es, nicht die Bedeutung von Wörtern zu erklären, sondern die Natur der Dinge.

Sein, was wir sind, und werden, was wir werden können, das ist das Ziel des Lebens.

Die Idee des Meeres ist in einem Wassertropfen vereint.

Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg. Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit.

Jede Entscheidung ist Verneinung.

Alle Begriffe zeigen nicht die Natur eines Dinges, sondern bloß die Beschaffenheit unserer Vorstellungen an.

Die menschliche Freiheit besteht lediglich darin, dass sich die Menschen ihres Wollens bewusst und der Ursachen, von denen sie bestimmt werden, unbewusst sind.

Von daher rühren auch die meisten Streitigkeiten, indem die Menschen ihre Gedanken nicht richtig darstellen oder die Gedanken des anderen falsch deuten.

Alles das, wonach wir aus Vernunft streben, ist nichts anderes als das Erkennen; und der Geist beurteilt, insofern er von der Vernunft Gebrauch macht, nur das als für ihn nützlich, was zum Erkennen führt.

Weine nicht; sei nicht unwillig. Verstehe.

Jedes Ding kann nur von einer äußern Ursache zerstört werden.

Je verständlicher etwas ist, desto leichter haftet es im Gedächtnis.

Der menschliche Geist kann mit dem Körper nicht absolut zerstört werden, sondern es bleibt von ihm etwas übrig, das ewig ist.

In der Natur der Dinge gibt es nichts Zufälliges; sondern alles ist aus der Notwendigkeit der göttlichen Natur heraus bestimmt, auf eine gewisse Weise zu existieren und zu wirken.

Was ist Vernunft? Der Wahnsinn aller. Was ist Wahnsinn? Die Vernunft des Einzelnen. Was nennt ihr Wahrheit? Die Täuschung, die Jahrhunderte alt geworden ist. Was nennt ihr Täuschung? Die Wahrheit, die nur eine Minute gelebt hat.

Es gibt nur Eine, alle Determination und Negation von sich ausschließende, unendliche Substanz, welche Gott genannt wird und das Ein Sein in allem Dasein ist.

Der menschliche Geist hat eine adäquate Erkenntnis des ewigen und unendlichen Wesen Gottes.

Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen.

Weder die Vernunft, noch die Schrift lehrt, dass man jedes gegebene Versprechen halten müsse.

Je mehr wir die einzelnen Dinge erkennen, desto mehr erkennen wir Gott.

Die Zufriedenheit mit sich selbst ist in Wahrheit das Höchste, was wir erhoffen können.

Tue nie so viel, wie du glaubst, tun zu können.

Heiterkeit kann kein Übermaß haben, sondern ist immer gut; Melancholie dagegen ist immer schlecht.

Die Größe eines Menschen zeigt sich ebenso im Vermeiden wie im Überwinden von Gefahren.

Die Begierde ist ein Trieb mit dem Bewusstsein desselben.

Es gibt keine Hoffnung ohne Angst aber auch keine Angst ohne Hoffnung.

Sollte sich in der Bibel aber etwas finden, worüber man den unumstößlichen Beweis führen kann, dass es mit den Naturgesetzen in Widerspruch steht und nicht aus ihnen abgeleitet werden kann, so muss man entschieden annehmen, dass es von entweihenden Händen der Heiligen Schrift hinzugefügt worden sei. Denn was gegen die Natur ist, ist auch gegen die Vernunft, und was gegen die Vernunft ist, ist unsinnig und somit zu verwerfen.

Auch fehlt es den Menschen, die Zeit genug haben, nie an Finten, Gesetze zu umgehen.

Die gewöhnlichen Menschen trachten, so scheint es wenigstens, nach nichts weniger als nach einem der heiligen Schrift entsprechenden Leben. Vielmehr sehen wir, dass sie fast alle ihre Hirngespinste für Gottes Wort ausgeben und nur darauf bedacht sind, unter dem Deckmantel der Religion andere Leute zu zwingen, dass sie denken wie sie selbst.

Jede Erscheinung beweist ihre Notwendigkeit durch ihr Dasein.

Jeder hat so viel Recht, wie er Gewalt hat.

Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, daß der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge.

Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit Es gibt in der Natur der Dinge kein Gutes und kein Schlechtes.

Weil die große Menge immer gleich elend bleibt, bleibt sie nie lange demselben Aberglauben ergeben, vielmehr wird sie immer wieder von einem neuen Aberglauben angezogen, von welchem sie noch niemals getäuscht worden ist.

Was den Menschen hindert, die Vernunft zu vervollkommnen und ein vernünftiges Leben zu führen, dies allein ist ein Übel.

So leicht es ist, den Menschen jede Art des Aberglaubens einzuflößen, so schwer lässt sich dagegen erreichen, dass sie in ein und derselben Art verharren.

Jeder Körper bewegt sich bald langsamer, bald schneller.

Ehrgeiz ist unmäßige Begierde nach Ehre.

Hochmut ist, wenn ein Mensch sich eine Vollkommenheit beimisst, die bei ihm nicht zu finden ist.

Hoffnung ist unbeständige Lust, entsprungen aus der Idee einer zukünftigen oder vergangenen Sache, über deren Ausgang wir in gewisser Hinsicht im Zweifel sind.

Der Hochmütige liebt die Nähe von Schmarotzern oder Schmeichlern, hasst aber die Edelgesinnten

Nichts in der Natur ist zufällig. Etwas erscheint nur zufällig aufgrund der Unvollständigkeit unseres Wissens.

Hochmut ist, aus Liebe zu sich selbst eine höhere Meinung von sich haben, als recht ist.

Nur freie Menschen sind einander ernsthaft dankbar.

Es ist richtig, dass wir im Leben vieles auf Grund bloßer Vermutungen tun, aber es ist falsch, dass unsere Ideen bloß auf Vermutungen beruhen.

Demut ist, wenn jemand ohne Verlangen, hoch geachtet zu werden, seine Unvollkommenheit erkennt.



— Baruch de Spinoza (1632 - 1677) war ein niederländischer Philosoph.


— Baruch (portugiesisch Bento de Espinosa, latinisiert Benedictus de Spinoza) war Sohn sephardischer Immigranten aus Portugal und hatte Portugiesisch als Erstsprache. Er wird dem Rationalismus zugeordnet und gilt als einer der Begründer der modernen Bibel- und Religionskritik.

Treffer 0 bis 59 werden auf dieser Seite präsentiert. Es wurden insgesamt 59 deutsche Zitate, Lebensweisheiten, Gedanken und Sentenzen des Autors " Spinoza" gefunden.

Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Gelehrten, Denkern, Theoretikern, Soziologen, etc.