Zitate von Nicolas Chamfort

— Die besten Zitate (114), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Nicolas Chamfort" (FR; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Nicolas Chamfort (* 6. April 1741 in Clermont, Auvergne; † 13. April 1794 in Paris) war ein französischer Schriftsteller.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Nicolas Chamfort Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Wer keinen Charakter hat, ist kein Mensch; er ist nur eine Sache.

Die meisten Leser stecken ihre Bücher in ihre Bibliothek, die meisten Schriftsteller stecken ihre Bibliothek in ihre Bücher.

Die Öffentlichkeit! Wie vieler Narren bedarf es, um eine Öffentlichkeit zu ergeben?

Es gibt manche kleine Fehler, die uns vor wesentlich größeren Lastern bewahren.

Es ist sehr schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.

Das tragische Theater hat einen großen moralischen Nachteil: Es überschätzt die Bedeutung von Leben und Tod.

Die Maximen bedeuten für die Lebensführung so viel wie die Meisterregeln für die Kunst.

Es genügt in der Liebe, durch liebenswürdige Eigenschaften, durch Reize zu gefallen. Aber in der Ehe muss man einander lieben, um glücklich zu sein, oder wenigstens zueinander passende Fehler haben.

Ich werde mit mir rechnen, früher rechnete ich auf mich.

Die Philosophie entdeckt die Tugenden, die der Moral und Politik nützen. Beredsamkeit macht sie populär, Poesie sprichwörtlich.

Ein geistreicher Mann ist verloren, wenn er nicht auch ein Mann von energischem Charakter ist. Hat man die Laterne des Diogenes, so muss man auch des Diogenes Stock haben.

Wenn du deinen Nächsten lieben sollst wie dich selbst, dann ist es nur angemessen, dass du dich selbst liebst wie deinen Nächsten.

Charakterschwäche und geistige Leere, mit einem Wort alles, was uns hindert, mit uns selbst allein zu sein, bewahrt viele  Menschen vor dem Menschenhass.

Die schlimmste aller Mesalliancen (= Ehe) ist die der Herzen.

Unsere Vernunft macht uns oft unglücklicher als unsere Leidenschaften und man kann sagen, dass der Mensch dem Kranken gleicht, den sein Arzt vergiftet hat.

Es gibt eine Schwermut, die gehört der Größe des Geistes zu.

Der mütterliche Liebe hat die Natur die Erhaltung aller Lebewesen anvertraut, und in den Freuden und selbst in den Leiden, die mit diesem köstlichen Gefühl verbunden sind, belohnt sie die Mutter.

Wenn Diogenes in unserer Zeit leben würde, müsste seine Laterne eine Blendlaterne sein.

Man muss verstehen, die Dummheiten zu begehen, die unser Charakter von uns verlangt.

Achtet eine Frau sich mehr wegen der Vorzüge ihrer Seele und ihres Geistes als um ihrer Schönheit willen, so steht sie über ihrem Geschlecht; schätzt sie ihre Schönheit höher ein als Geist und Seele, so ist sie ihrem Geschlecht treu; schätzt sie aber ihre Abkunft und Rang höher ein als ihre Schönheit, so steht sie außer und unter ihrem Geschlecht.

Es tritt der Mensch in jedes Alter als Novize ein.

Das Glück gleicht oft den reichen, verschwenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.

Man erreicht nichts mit seiner Intelligenz, wenig mit seinem Geist und alles mit seinem Charakter.

Der Wechsel der Mode ist eine Steuer, die der Fleiß der Armen der Eitelkeit der Reichen auferlegt.

Die meisten Freundschaften sind bloße Beziehungen, die dank stillschweigender Übereinkunft weiterbestehen.

Es ist ein großes Unglück, durch unseren Charakter die Rechte zu verlieren, die uns unsere Talente über die  Gesellschaft geben.

Zufall ist der Spitzname für Vorsehung.

Ach, mein Freund, ich verlasse diese Welt, in der Herzen gebrochen oder zu Stein werden. (Abschiedsbrief; vor dem Selbstmord)

Der Ehrgeiz befällt kleine Seelen leichter als große, wie Strohhütten leichter Feuer fangen als Paläste.

Jede Frau, die einen Liebhaber nimmt, denkt mehr darüber nach, wie andere Frauen diesen Mann sehen, als wie er ihr selbst erscheint.

Es gibt wenig Wohltäter, welche nicht wie Satan sagen: »Knie nieder und bete mich an!«

Mit vielen Ideen ist man noch kein geistvoller Mann, mit vielen Soldaten noch kein guter Feldherr.

Es gibt mehr Narren als Weise und im Weisen steckt mehr Narrheit als Weisheit.

Ein Dummkopf, der einen lichten Moment hat, setzt in Erstaunen und Ärger wie Fiakerpferde, die in Galopp verfallen.

In manchen Orten habe ich feststellen können: Die gute Gesellschaft taugt nicht viel, doch die schlechte ist ganz vorzüglich.

Der Dummkopf beschäftigt sich mit der Vergangenheit, der Narr mit der Zukunft, der Weise aber mit der Gegenwart.

Unentschlossenheit ist für die Seele, was die Folter für den Körper ist.

Wer mit vierzig Jahren nicht ein Menschenhasser ist, hat die Menschen nie geliebt.



— Nicolas Chamfort (1741 - 1794) war ein französischer Schriftsteller.


— Chamfort (geboren als Sébastien-Roch Nicolas) ist am besten bekannt für seine witzigen Epigramme und Aphorismen.

Seine Stücke erregten die Aufmerksamkeit der Gunst der Königin Marie Antoinette; zudem war er Mitglied im politischen Klub der Jakobiner.

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