Zitate von Jiddu Krishnamurti

— Die besten Zitate (134), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Jiddu Krishnamurti" (IN; Theologe)

— Bekanntes Zitat:

Wenn die Gedanken enden, beginnt das Leben. (Englisch: When thought ends, life begins).

Jiddu Krishnamurti (* 12. Mai 1895 in Madanapalle, Indien; † 17. Februar 1986 in Ojai, Kalifornien) war ein indischer Philosoph, Redner und Schriftsteller.

Gute Zitate, schöne Sprüche und tiefgründige Weisheiten von "Jiddu Krishnamurti" (Berufsgruppe: Theologe / Land: IN) — Von Kontemplativ bis Provokativ.

Liebe ist keine Sache des Verstandes // und Liebe ist die einzige Antwort auf unsere Probleme.

Kein Guru, keine Methode, kein Lehrer, keine Sicherheit, keine Revolution, keine Reform, kein Gott, kein Glaube und schon gar keine organisierte Religion.

Die Wahrheit ein pfadloses Land, die Sie auf keinem Weg erreichen können, weder über eine Religion noch über eine Sekte. Das ist meine Meinung, die ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit, die keine Grenzen und Bedingungen kennt und zu der kein Weg führt, lässt sich nicht organisieren.

Das Denken ist immer fragmentarisch, und was es festhält, ist immer unvollständig. Die Stille des Gehirns, bei äußerster Sensibilität, ist wesentlich.

Die Fähigkeit zu beobachten, ohne zu werten, ist die höchste Form der Intelligenz.

Alleinsein ist keine Isolation, es ist nicht das Gegenteil von Einsamkeit, es ist ein Seinszustand, wenn alle Erfahrung, alles Wissen ein Ende haben. (Quelle: Über die Liebe)

Beziehung ist der Spiegel, in dem wir uns selbst sehen, wie wir sind.

Das Denken hat Unordnung hervorgebracht, weil es einen Konflikt zwischen dem, „was ist“, und dem, „was sein sollte“, zwischen Wirklichkeit und Theorie erzeugt hat.

Die „Wandlung der Gesellschaft“ ist nicht so wichtig; sie wird sich natürlich und zwangsläufig ergeben, wenn der Mensch die innere Wandlung vollzogen hat. (Quelle: Jenseits der Gewalt; 1973)

Entweder sind Sie sich des chaotischen Zustands der Welt bewusst, oder Sie schlafen nur, leben in einer Phantasiewelt, einer Illusion. (Quelle: Vollkommene Freiheit)

Freiheit ist essentiell für die Liebe; weder die Freiheit des Aufstandes, weder die Freiheit, alles zu tun, was uns gefällt, noch die Freiheit, uns unserem Verlangen hinzugeben, sondern die Freiheit, die mit dem Verständnis kommt.

Für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen ist das Alleinsein unbedingt notwendig, um seine Sensibilität zu wecken.

Nur wenn der Geist absolut still ist, sowohl an der Oberfläche als auch tief im Inneren, kann das Unbekannte, das Unmessbare, zum Vorschein kommen.

Ich habe immer wieder betont, dass es keine Rolle spielt, aus welcher Quelle Sie das Wasser schöpfen, solange es rein ist und solange das Wasser den Durst der Menschen löscht.

Zu beobachten, ohne irgendeine Frage, die eine Antwort erwartet, bedeutet unendliche Wachsamkeit.

Ist Ihnen jemals klar geworden, dass wir immer dann, wenn wir es am wenigsten erwarten, Inspiration finden? Wir finden sie, wenn wir sie nicht suchen, wenn sich der Geist und das Herz beruhigen.

Konflikt ist nichts weiter als das Leugnen dessen, was ist, oder das Davonlaufen vor dem, was ist. Einen anderen Konflikt gibt es nicht. Unser innerer Konflikt wird immer komplexer und unlösbarer, weil wir uns weigern, uns dem zu stellen, was ist.

Nur wenn wir zuhören, können wir etwas lernen. Zuhören ist ein stiller Akt; nur ein ruhiger, aber gleichzeitig aktiver Geist kann lernen.



— Jiddu Krishnamurti (1895 - 1986) war ein indischer Philosoph, Redner und Schriftsteller.


— Krishnamurti wurde in Indien geboren. In der frühen Adoleszenz traf er auf dem Gelände der „Theosophischen Gesellschaft“ in Adyar in Madras auf den Okkultisten und Theosophen Charles Webster Leadbeater. Er wurde später unter der Vormundschaft von Annie Besant und Leadbeater, den damaligen Führern der Gesellschaft, aufgezogen, die ihn für ein "Vehikel" für einen erwarteten Weltlehrer hielten. Im Jahr 1910 wurde er zum kommenden „Weltlehrer“ erklärte und für ihn der theosophische „Order of the Star in the East“ gründete. Dies führte auch dazu, dass deren damaliger Sekretär Rudolf Steiner mit seinen zahlreichen Anhängern 1913 aus der deutschen „Theosophischen Gesellschaft“ austrat und die Anthroposophische Gesellschaft gründete („Ein Hindu Knabe kam für Steiner als Weltlehrer nicht in Frage“).

Ende der 1920er Jahre begann er, sich von der theosophischen Strömung loszusagen. Im August 1929, während seiner feierlichen Inszenierung als "Weltlehrer", lehnte Krishnamurti offiziell die Unterstützung durch die „Theosophischen Gesellschaft“ plötzlich ab – freundlich, aber entschieden: „Kein Guru, keine Methode, kein Lehrer.“

Seine Interessen umfassten psychologische Revolution, die Natur des Geistes, Meditation, Forschung, menschliche Beziehungen und radikale Veränderungen in der Gesellschaft. Er betonte die Notwendigkeit einer Revolution in der Psyche jedes Menschen und betonte, dass eine solche Revolution nicht von einer äußeren, religiösen, politischen oder sozialen Einheit herbeigeführt werden kann.

„Denken ist in der Vergangenheit, weil die Elemente des Denkens immer aus der Vergangenheit stammen. Also die Bewegung ist rückwärts, verbaut uns den Zugang zur Gegenwart und der Wirklichkeit.“

Krishnamurti sagte, er habe keine Zugehörigkeit zu einer Nationalität, Kaste, Religion oder Philosophie und verbrachte den Rest seines Lebens damit, die Welt zu bereisen und mit großen und kleinen Gruppen und Einzelpersonen zu sprechen (viele davon wurden öffentlich zugänglich gemacht). Er schrieb viele Bücher, darunter „Schöpferische Freiheit“ (The First and Last Freedom, 1948, mit einem Vorwort von Aldous Huxley), „Das Notizbuch“ (Krishnamurti's Notebook, 1976), „Revolution durch Meditation. Die totale Erneuerung“ (The Only Revolution, 1970) und „Krishnamurtis Notizbuch“ (Krishnamurti's Notebook, 1976).

Hier ein Podcast des SWR, wirklich exzellent: Jiddu Krishnamurti - Ein spiritueller Rebell.

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