Zitate von Ernst Barlach

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "E. Barlach" (DE; Künstler) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Ernst Heinrich Barlach (1870 – 1938) war ein deutscher Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner.

— Bekanntes Zitat:

Die Zeiten sind in uns und nicht wir in ihnen.



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Ernst Barlach" (Berufsgruppe: Künstler / Land: DE)

Als sich das Unglück im November 1918 ereignete, stürzte ich mich in den Holzschnitt. Es ist eine Technik, die einen zur Beichte provoziert, zur unverkennbaren Aussage, was man schließlich meint. Es, oder vielmehr sie, erzwingt eine gewisse Allgemeingültigkeit des Ausdrucks. Ich habe eine Reihe von großen Holzschnitten fertig gestellt, die sich mit der ganzen Not dieser Zeit beschäftigen.


Zu jeder Kunst gehören zwei: einer, der sie macht, und einer, der sie braucht.


Wollt ihr die Toten ehren, so lasst sie in ihrem Bereich der Ruhe.


Ist die Tragik des Erliegens euch so unverständlich? Wisst ihr nichts von der ewigen Unbefriedigung des Seins? Dass es immer zerstört, um neu zu werden, sich seiner selbst entledigt, um seiner selbst im Bessern habhaft zu werden, immer wieder das Unmögliche will, um am Möglichen zu scheitern?


Hinter mir heults wie Wut, vor mir ist keine Hoffnung – ich fluche dem, der mich in diese wütende Welt gebracht.


Ein Weg braucht kein Wohin, es genügt ein Woher.


Gott verbirgt sich hinter allem, und in allem sind schmale Spalten, durch die er scheint – scheint und blitzt. Ganz dünne, feine Spalten, so dünn, dass man sie nie wiederfindet, wenn man nur einmal den Kopf wendet.


Es ist kein Heil bei den Menschen.


Ich wünschte, das schaffen zu können, was den Besten der Zeit, aber auch der Köchin einleuchtet.


Nicht vergessen werden sei als Ehre ohne Vorbehalt gewertet, aber durch keinerlei Dialektik darf den Toten, die nicht zustimmen oder ablehnen können, eine Teilnahme an den Zwecken der Überlebenden aufgedrängt werden.


Es gibt nur zwei Rassen: die geistige und die ungeistige.


Kunst ist eine Sache allertiefster Menschlichkeit, eine Probe auf den Feingehalt von Geist und Seele.


Die gewissenhaftesten Studien können als unwahr empfunden werden wie die kühnste Vision als wahr.


Ich bin mit Wut über meiner Arbeit, ich haue ins Holz, wie der Sonderburger Exerziermeister verlangte, dass wir "ins Eisen greifen" sollten ...


Es ist das Vorrecht der Jugend, Fehler zu begehen, denn sie hat genügend Zeit, sie zu korrigieren.


Dass die Welt weit ist, sagt man so; die Welt ist nicht geräumiger als die Köpfe, die sie in sich fassen, und die Köpfe sind zumeist enge Nester für selbstbehaglich schmorende Gedanken.


Alle Religion, alle Form ist nur Sprache, nur ein Versuch, das Weltgefühl aus uns herauszustellen. Daher hat jeder auf seine Weise recht.


Die ganze Welt ist in schiefer Position, das Ausbalancieren darf aber nicht aufgegeben werden.


Wer Ohren hat zu hören, riskiert, wenn er den Gebrauch seiner Augen zu gleicher Zeit vernachlässigt, dass ihm etwas eingeredet wird über Dinge, die zu erfassen es zunächst und vor allem der Augen bedarf.


Die große Freiheit des Künstlers ist, dass er keine hat; versteh’s wer kann.


Talent allein ist ein rohes Stück Metall; der Fleiß prägt es erst und bestimmt seinen wahren Wert.


Kunst ist ja ganz schön, aber wenn sie erst in Betrieb ausartet, auch nur so recht Beruf wird, wundert man sich doch! Ich rede gar nicht von der melkenden Kuh, die werde ich nie haben in der Kunst, aber doch von dem Gefühl, dass man die Tage beginnt mit dem immer gleichen Bewusstsein seines Vorhabens. Es wird halt Kunst gemacht, anderes ist ausgeschlossen.




— Ernst Heinrich Barlach (1870 – 1938) war ein deutscher Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner.


— Obwohl Barlach in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg ein Befürworter des Krieges war, änderte er später seine Einstellung.
Er ist vor allem für seine Skulpturen (Holzplastiken und Bronzen) bekannt, deren Darstellungen gegen den Krieg protestieren. Dies führte zu vielen Konflikten während des Aufstiegs der NSDAP, und die meisten seiner Werke wurden als „entartete Kunst“ beschlagnahmt.

Seine künstlerische Handschrift, sowohl in der bildnerischen als auch in der literarischen Arbeit, ist zwischen Realismus und Expressionismus angesiedelt.


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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Künstler") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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