Zitate von Joachim Ringelnatz

— Die besten Zitate (40), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Joachim Ringelnatz" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Joachim Ringelnatz (* 7. August 1883 in Wurzen; † 17. November 1934 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Joachim Ringelnatz Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden dieser Welt sind die, aus denen man trinkt.

Lebe, lache gut!
Mache deine Sache gut!

Einst waren wir reich und mächtig.
Jetzt sind wir niederträchtig.

Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich.

Versuchungen bekämpft man am besten mit Geldmangel und mit Rheumatismus.

Werd ich vor's Gästebuch gezerrt,  
so denk ich mit Verdruß,
ich werde ins Klosett gesperrt,
obwohl ich gar nicht muss!

Wer das Licht der Welt erblickt, wird das Dunkel schon noch kennenlernen.

Manche Leute sind wie Uhren. Wenn man sie aufzieht, gehen sie.

Hab Mut! Jedoch nicht, um ihn zu beweisen.

Die schmerzhaftesten Wunden sind die Gewissensbisse.

Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.

Die Passbilder sind die Rache der Fotografen an den Gesichtern.

Die Leute sagen immer: Die Zeiten werden schlimmer.
Die Zeiten bleiben immer. Die Leute werden schlimmer

Ein männlicher Briefmark erlebte
Was schönes bevor er klebte. (...)
Das ist die Tragik des Lebens!

Auch die besessensten Vegetarier beißen nicht gern ins Gras.

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle, mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.

Schlechte Menschen ohne Geist, ohne Geschmack, Wenn sie noch so reich sind, bleiben nur Pack.

Ein Mann kommt in die Jahre, wenn seine Schulden immer älter und seine Freundinnen immer jünger werden.

Was du als richtig empfunden, das sage und zeige. Oder schweige!

Geld soll man sich nur von Pessimisten borgen. Die erwarten sowieso nicht, dass sie es jemals wiederkriegen.

Die Löcher sind das Wichtigste am Sieb.

Die Stunden, nicht die Tage, sind die Stützpunkte unserer Erinnerung.

Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, eine Zeit vergeht, eine neue beginnt.

Militaristen sind Leute, die gerne schießen, vor allem ins Kraut.

Ein Fest naht, ein Fest wie kein anderes. Für alle, die guten Willens sind. Ein Fest, dessen Geist die Welt umspannt und über Berge und Täler die Botschaft verkündet: Christ ist geboren.

Dramatiker und Rausschmeißer träumen immer von einem großen Wurf.

Wenn die Schokolade keimt    wenn nach langem Druck bei Dichterlingen "Glockenklingen" sich auf "Lenzes Schwingen" endlich reimt    und der Osterhase hinten auch schon presst    dann kommt bald das Osterfest.

Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine kürzt die öde Zeit und schützt und durch Vereine vor der Einsamkeit

Fäule, Feuchtigkeit oder feiner Humor bringen immer wieder Leben hervor.

Die Zeit verrinnt, die Spinne spinnt in heimlichen Geweben Wenn heute Nacht das Jahr beginnt beginnt ein neues Leben.

Ein Bernhardiner ist das letzte, was ich sein möchte. Dauernd die Flasche am Hals und niemals trinken dürfen.

Frauen, die nicht gefallen, fallen auch nicht.

Was ist eine Jungfrau? - Etwas sehr Schönes, vorausgesetzt, sie bleibt es nicht.

Wenn man das zierliche Näschen von seiner liebsten Braut durch ein Vergrößerungsgläschen näher beschaut, dann zeigen sich haarige Berge, dass einem graut.

Der Nachruf ist meistens besser als der Ruf.



— Joachim Ringelnatz (1883 - 1934) war ein deutscher Schriftsteller und Kabarettist.


— Ringelnatz (geboren als Hans Gustav Bötticher) war in seiner Jugend Segler und verbrachte den Ersten Weltkrieg in der Marine auf einem Minensuchboot.
In den 1920er und 1930er Jahren arbeitete er als Kabarettist. Er ist am besten für seine trockenen Gedichte bekannt, die oft Wortspiele verwenden und manchmal an Unsinnspoesie (Nonsense Poesie) grenzen. Einige davon ähneln denen von Christian Morgenstern, sind aber oft satirischer und manchmal subversiv.
Seine populärste Kreation ist der anarchische Seemann „Kuddel Daddeldu“ der mit seinen Kapriolen und Mätzchen und seiner Verachtung gegenüber jeder Form von Autorität sehr beliebt war.

Das teils skurrile, expressionistische, witzige und geistreiche Werk von Ringelnatz ist noch heute beliebt. Er erhielt von den Nazis 1933 Auftrittsverbot (Entartete Kunst) und wurde dadurch seiner materiellen Lebensgrundlage beraubt. Im selben Jahr erkrankte er an Tuberkulose, an der er 1934 starb.

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