Zitate von Anne Frank

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "F. Frank" (DE; Schriftsteller) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Annelies Marie Frank (1929 – 1945) war eine in Deutschland geborene Tagebuchschreiberin.

— Bekanntes Zitat:

Ich glaube nicht, dass der Krieg nur von den Großen, von den Regierenden und Kapitalisten gemacht wird.

Nein, der kleine Mann ist ebenso dafür. Sonst hätten sich die Völker schon längst dagegen erhoben! Im Menschen ist nun mal ein Drang zur Vernichtung, ein Drang zum Totschlagen, zum Morden und Wüten, und solange die ganze Menschheit, ohne Ausnahme, keine Metamorphose durchläuft, wird Krieg wüten, wird alles, was gebaut, gepflegt und gewachsen ist, wieder abgeschnitten und vernichtet, und dann fängt es wieder von vorne an.



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Anne Frank" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE)

O ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen.
Ich will den Menschen, die um mich herum leben und mich doch nicht kennen, Freude und Nutzen bringen. Ich will fortleben, auch nach meinem Tod.


Ich muss dir wieder von einem Streit erzählen, aber zuvor will ich dir sagen, dass ich es grässlich und unbegreiflich finde, wenn Erwachsene sich so schnell, so oft und über die kleinste Kleinigkeit erregen und streiten.
Bisher dachte ich, dass nur Kinder sich zanken und dass es später nicht mehr vorkommt.


Das halte ich nicht aus, wenn so auf mich aufgepasst wird, dann werde ich erst schnippisch, dann traurig, und schließlich drehe ich mein Herz wieder um, drehe das Schlechte nach außen, das Gute nach innen und suche dauernd nach einem Mittel, um so zu werden, wie ich gern sein würde und wie ich sein könnte, wenn … wenn keine anderen Menschen auf der Welt leben würden.


Wie schön ist es, dass niemand einen Moment warten muss, um die Welt zu verbessern.


Ich finde es sehr komisch, dass erwachsene Menschen so schnell, so viel und über alle möglichen Kleinigkeiten Streit anfangen;
bis jetzt dachte ich immer, dass zanken eine Kindergewohnheit wäre, die sich später geben würde.


Fängt jetzt noch während des Kampfes schon wieder die Zwietracht an? Ist ein Jude doch wieder weniger als die anderen? Oh, es ist traurig, sehr traurig, dass wieder, zum so und so vielten Mal der alte Spruch bestätigt wird: „Was ein Christ tut, muss er selbst verantworten, was ein Jude tut, fällt auf alle Juden zurück.“


Das ist das Schwierige in dieser Zeit: Ideale, Träume, schöne Erwartungen kommen nicht auf, oder sie werden von der grauenhaftesten Wirklichkeit getroffen und vollständig zerstört. Es ist ein Wunder, dass ich nicht alle Erwartungen aufgegeben habe, denn sie scheinen absurd und unausführbar. Trotzdem halte ich an ihnen fest, trotz allem, weil ich noch immer an das innere Gute im Menschen glaube.


Niemand ist je durch Geben arm geworden.


Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht richtig vorstellen, wie jemand sagen kann »Ich bin schwach« und dann noch schwach bleibt. Wenn man so etwas doch schon weiß, warum [wird] dann nicht dagegen angegangen, warum deinen Charakter nicht trainieren? Die Antwort war: Weil es so viel bequemer ist!


Warum gibt es jeden Tag Millionen an Geld für den Krieg und keinen Cent für die Heilkunde, für die Künstler, für die armen Menschen?

Warum müssen die Menschen Hunger leiden, wenn in anderen Teilen der Welt die überflüssige Nahrung weg fault?
Oh warum sind die Menschen so verrückt? Ich glaube nicht, dass der Krieg nur von den Großen, von den Regierenden und Kapitalisten gemacht wird.
Nein, der kleine Mann ist ebenso dafür. Sonst hätten sich die Völker doch schon längst dagegen erhoben! Im Menschen ist nun mal ein Drang zur Vernichtung, ein Drang zum Totschlagen, zum Morden und Wüten, und solange die ganze Menschheit, ohne Ausnahme, keine Metamorphose durchläuft, wird alles, was gebaut, gepflegt und gewachsen ist, wieder abgeschnitten und vernichtet, und dann fängt es wieder von vorn an.


Es ist ein Wunder, dass ich nicht all meine Hoffnungen aufgegeben habe, denn sie erscheinen absurd und unerfüllbar. Doch ich halte daran fest, trotz allem, weil ich noch stets an das Gute im Menschen glaube.


Wie schön und gut wären alle Menschen, wenn sie jeden Abend vor dem Einschlafen die Ereignisse des Tages vor Augen riefen und prüften, was an ihrem eigenen Verhalten gut und was schlecht gewesen ist.

Unwillkürlich versucht man dann jeden Tag von neuem, sich zu bessern, und selbstverständlich erreicht man dann im Laufe der Zeit auch einiges.
Dieses Mittel kann jeder anwenden, es kostet nichts und ist sehr nützlich. Denn wer es nicht weiß, muss es lernen und erfahren: „Ein ruhiges Gewissen macht stark!“


Ich will noch fortleben nach meinem Tode.


Für jeden, der Angst hat, einsam oder unglücklich ist, ist es bestimmt das beste Mittel, hinauszugehen, irgendwohin, wo er ganz allein ist, allein mit dem Himmel, der Natur und Gott.
Dann erst, nur dann, fühlt man, dass alles so ist, wie es sein soll, und dass Gott die Menschen in der einfachen und schönen Natur glücklich sehen will.
Solange es das noch gibt, und das wird es wohl immer, weiß ich, dass es unter allen Umständen auch einen Trost für jeden Kummer gibt. Und ich glaube fest, dass die Natur viel Schlimmes vertreiben kann.


Ein Mensch kann einsam sein, obwohl er von vielen geliebt wird, wenn er nicht für einen Menschen "der Liebste" ist.


Solange es das noch gibt, diesen wolkenlosen blauen Himmel, darf ich nicht traurig sein.


Ich sehe, wie die Welt allmählich in eine Wildnis verwandelt wird.
Ich höre den nahenden Donner, der auch uns vernichten wird, ich kann das Leiden von Millionen spüren und dennoch glaube ich, wenn ich zum Himmel blicke, dass alles in Ordnung gehen und auch diese Grausamkeit ein Ende finden wird und dass Ruhe und Frieden wieder einkehren werden.


Reichtum, Ansehen, alles kann man verlieren, aber das Glück im eigenen Herzen kann nur verschleiert werden und wird dich, solange du lebst, immer wieder glücklich machen.


Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein.


Niemand, der nicht schreibt, weiß, wie fein es ist, zu schreiben.
Früher habe ich immer bedauert, nicht gut zeichnen zu können, aber nun bin ich überglücklich, dass ich wenigstens schreiben kann.
Und wenn ich nicht genug Talent habe, um Zeitungsartikel oder Bücher zu schreiben, gut, dann kann ich es immer noch für mich selbst tun.


Aber eines weiß ich jetzt: Man lernt die Menschen erst gut kennen, wenn man einmal richtigen Streit mit ihnen gehabt hat. Erst dann kann man ihren Charakter beurteilen!


Hier liegt zu einem großen Teil der Unterschied zwischen Mutter und mir. Ihr Rat für Schwermut ist: »Denk an all das Elend in der Welt und sei froh, dass du das nicht erlebst.« 

Mein Rat ist: »Geh hinaus, in die Felder, die Natur und die Sonne, geh hinaus und versuche das Glück in dir selbst zurückzufinden; denke an all das Schöne, was in dir selbst und dich herum wächst und sei glücklich!« 
Meiner Meinung nach kann Mutters Satz nicht aufgehen, denn was musst du tun, wenn du das Elend doch erlebst? Dann bist du verloren.


Trotz allem glaube ich immer noch, dass die Menschen tief in ihrem Herzen gut sind.


Bei allem, was ich tue, muss ich an die anderen denken, die weg sind. Und wenn ich wegen etwas lachen muss, höre ich erschrocken wieder auf und denke mir, dass es eine Schande ist, so fröhlich zu sein. Aber muss ich denn den ganzen Tag weinen? Nein, das kann ich nicht und sie wird wohl auch wieder vorbeigehen, diese Niedergeschlagenheit.


Denke an all das Schöne, das noch in dir und um dich ist, und sei glücklich!


Kannst du mir vielleicht erzählen, wie es kommt, dass alle Menschen ihr Inneres so ängstlich verbergen?
Warum vertraut der eine dem anderen so wenig?
Ich weiß, es wird einen Grund dafür geben, aber manchmal finde ich es sehr schlimm, dass man nirgends, selbst bei den Menschen, die einem am nächsten stehen, ein wenig Vertraulichkeit findet.




— Annelies Marie Frank (1929 – 1945) war eine in Deutschland geborene Tagebuchschreiberin.


— Anne Frank wurde posthum durch die Veröffentlichung ihrer Tagebücher (Originaltitel: Het Achterhuis – „Das Hinterhaus“) als eines der jüdischen Opfer des Holocaust, bekannt.
In dem Tagebuch dokumentiert sie ihr Leben im Versteck von 1942 bis 1944 während der deutschen Besetzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg. Es ist eines der berühmtesten Bücher der Welt und war die Grundlage für mehrere Theaterstücke und Filme.

Geboren in Frankfurt (Deutschland) lebte sie den größten Teil ihres Lebens in oder in der Nähe von Amsterdam (Niederlande) nachdem sie mit ihrer Familie im Alter von viereinhalb Jahren dorthin gezogen war, als die Nazis die Kontrolle über Deutschland erlangten.

Die gebürtige Deutsche verlor 1941 ihre Staatsbürgerschaft und wurde damit staatenlos. Als die Verfolgungen der jüdischen Bevölkerung im Juli 1942 zunahmen, versteckte sich die Familie in einigen verborgenen Räumen hinter einem Bücherregal in dem Gebäude, in dem Annes Vater Otto arbeitete. Von da an bis zur Verhaftung der Familie durch die Gestapo im August 1944 führte sie ein Tagebuch, das sie als Geburtstagsgeschenk erhalten hatte, und schrieb darin regelmäßig.

Nach ihrer Verhaftung wurde die Familie in ein Konzentrationslager gebracht. Am 3. September 1944 fuhr der letzte Zug mit 1.019 Juden nach Auschwitz, wo er zwei Tage später ankam. Anne war drei Monate vor der Ankunft in Auschwitz 15 Jahre alt geworden und entging damit dem direkten Tod. 549 der 1.019 Passagiere – darunter alle Kinder unter 15 Jahren – kamen direkt in die Gaskammern.
Da die Alliierten immer näher rückten, entschlossen sich die Nationalsozialisten, Auschwitz allmählich zu räumen. Am 28. Oktober 1944 deportierten sie 1.308 Frauen aus Birkenau ins KZ Bergen-Belsen, darunter auch Anne und ihre Schwester Margot, wo sie im Februar oder März 1945 (wahrscheinlich an Typhus) starben.

Otto Frank, ihr Vater und der einzige Überlebende der Familie, kehrte nach dem Krieg nach Amsterdam zurück, um herauszufinden, dass ihr Tagebuch von Miep Gies, einem der Helfer, gerettet worden war, und seine Bemühungen führten 1947 zur Veröffentlichung. Es wurde aus dem Niederländischen übersetzt und erstmals 1952 als „Das Tagebuch eines jungen Mädchens“ auf Englisch veröffentlicht und ist seitdem in über 60 Sprachen übersetzt worden.


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