Zitate von Dietrich Bonhoeffer

— Die besten Zitate (49), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Dietrich Bonhoeffer" (DE; Theologe)

— Bekanntes Zitat:

Jesus ruft nicht zu einer neuen Religion auf, sondern zum Leben.

Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg) war ein lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Dietrich Bonhoeffer Zitate (Berufsgruppe: Theologe / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken.

Ein Gutseinwollen an sich, gewissermaßen als Selbstzweck, als Lebensberuf, verfällt der Ironie der Unwirklichkeit, aus dem echten Streben nach dem Guten wird hier die Streberei des Tugendboldes.

Die Zeit, in der man alles den Menschen durch Worte - seien es theologische oder fromme Worte - sagen könnte, ist vorüber; ebenso die Zeit der Innerlichkeit und des Gewissens und d.h. eben die Zeit der Religion überhaupt.

Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.

Gott wird nicht auf Orden, Medaillen oder Titel sehen, sondern auf Narben.

Gott ist kein zeitloses Fatum, er wartet und antwortet auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern,
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

(Aus dem Gedicht „Von guten Mächten“, geschrieben Ende 1944 im Gefängnis in Berlin)

Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht.
Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe.
Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede.
Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weisst den Weg für mich.

Billige Gnade heißt Gnade als Schleuderware, verschleuderte Vergebung, verschleuderter Trost, verschleudertes Sakrament; Gnade als unerschöpfliche Vorratskammer der Kirche, aus der mit leichtfertigen Händen bedenkenlos und grenzenlos ausgeschüttet wird; Gnade ohne Preis, ohne Kosten.

Bultmann hat die Katze aus dem Sack gelassen, nicht nur für sich, sondern für sehr viele, und darüber freue ich mich. Er hat gewagt zu sagen, was viele in sich verdrängen (ich schließe mich ein), ohne es überwunden zu haben.

Was in Deutschland in der Kirche los ist, wissen Sie ja wohl ebenso gut wie ich. Der National-Sozialismus hat das Ende der Kirche in Deutschland mit sich gebracht und konsequent durchgeführt. Dass wir vor dieser klaren Tatsache stehen, scheint mir kein Zweifel mehr zu sein. Phantasten und Naive wie Niemöller glauben immer noch die wahren Nationalsozialisten zu sein.

Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen!

Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, […]. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos.

Schlimmer ist es, wenn ein Lügner die Wahrheit sagt, als wenn ein Liebhaber der Wahrheit lügt, schlimmer wenn ein Menschenhasser Bruderliebe übt, als wenn ein Liebhaber der Menschen einmal vom Haß überwältigt wird. Besser als die Wahrheit im Munde des Lügners ist noch die Lüge, besser als die Tat der Bruderliebe des Menschenfeindes ist der Haß.



— Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945) war ein deutscher Pfarrer, evangelischer Theologe, Widerstandskämpfer und Gründungsmitglied der „Bekennenden Kirche“.


— Im Jahr 1930 wurde Bonhoeffer mit 24 Jahren habilitiert und Privatdozent für Evangelische Theologie in Berlin. Seit Anfang 1933 nahm er öffentlich Stellung gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung. Ab 1935 leitete er das Predigerseminar der Bekennenden Kirche in Finkenwalde, das, später illegal, bis 1940 bestand. Etwa ab 1938 schloss er sich dem Widerstand um Wilhelm Franz Canaris an. 1940 erhielt er Redeverbot und 1941 Schreibverbot. Am 5. April 1943 wurde er verhaftet und zwei Jahre später auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden, hingerichtet.

Bonhoeffer die Gegenwart Jesu Christi in der Gemeinschaft der Christen, die Bedeutung der Bergpredigt und Nachfolge Jesu und die Übereinstimmung von Glauben und Handeln, die er persönlich vorlebte, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus. Er entwickelte erste Ideen für eine künftige Ausrichtung der Kirche nach außen in Solidarität mit den Bedürftigen und zu einer nicht-religiösen Interpretation von Bibel, kirchlicher Tradition und Gottesdienst.

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