Zitate von Seneca

— Die besten Zitate (186), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Seneca" (IT; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Seneca (* etwa im Jahre 1 in Corduba, Spanien; † 65 n. Chr. in der Nähe von Rom) war ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher und Politiker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Seneca Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: IT) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Die natürlichen Bedürfnisse haben ihre Grenzen, die aus einem Wahn entstandenen finden kein Ende.

Wer will, der kann, wer nicht will, der muss.

Kein Kämpfer kann großen Mut zum Kampf mitbringen, der noch niemals schwarz und blau geschlagen worden ist.
Der aber, der so oft er fiel, trotziger wieder aufstand, der steigt mit großer Hoffnung in den Ring.

Nicht alle, die am Ziel ankommen, sind am Start losgelaufen.

Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele.

Es gibt zu denken, dass viele den Körper üben, wenige dagegen den Geist.

Der Schmerz, besitzlos zu sein, ist weit leichter zu ertragen als der, besitzlos zu werden.

Alles, was das Glück dir gegeben hat, besitze wie etwas, das keinen berechtigten Eigentümer hat.

Du wirst aufhören zu fürchten wenn du aufhörst zu hoffen.

Manche weisen Männer haben den Zorn als eine vorübergehende Geistesstörung bezeichnet.

Jede Rohheit hat ihren Ursprung in einer Schwäche.

Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt.

Den Charakter kann man auch aus den kleinsten Handlungen erkennen.

Das Schicksal nimmt nichts, was es nicht gegeben hat.

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.

Wir sind zur Gemeinschaft geboren. Unsere gesellige Zusammengehörigkeit hat große Ähnlichkeit mit einem Steingewölbe, das einstürzen würde, wenn die Steine nicht durch ihre gegenseitige Lage dies verhinderten und eben dadurch den Bau haltbar machten.

Die Bosheit trinkt die Hälfte ihres eigenen Giftes.

Das wahre Geschenk besteht nicht in dem, was gegeben oder getan wird, sondern in der Absicht des Gebenden oder Handelnden.

Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll.

Den guten Steuermann lernt man erst im Sturm kennen, den guten Soldaten erst in der Schlacht.

Man irrt, wenn man glaubt, daß Schenken eine leichte Sache sei. Es hat recht viel Schwierigkeiten, wenn man mit Überlegung geben und nicht nach Zufall und Laune verschleudern will

Die Krankheiten, an denen wir leiden, sind heilbar, und wenn wir uns nur bessern wollen, so unterstützt uns die Natur selbst dabei, die uns zum Rechten geschaffen hat.

Erstens trauen die Menschen ihren Augen mehr als ihren Ohren, und zweitens ist es ein langer Weg, der durch Belehrung, ein kurzer und erfolgreicher, der durch das Beispiel wirkt.

Es kommt nicht darauf an, wie vielen, sondern welchen du gefällst.

In dem Nicht-Wollen liegt der Grund, das Nicht-Können ist nur Vorwand.

Mangelndes Vertrauen ist nichts als das Ergebnis von Schwierigkeiten. Schwierigkeiten haben ihren Ursprung in mangelndem Vertrauen.

Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe.

Es war die Klage unserer Altvordern, es ist unsere Klage, es wird die Klage der Nachwelt sein, daß die Sitten verkehrt seien, daß Verdorbenheit herrsche, und daß die Menschheit sich verschlimmere und alles Heilige in Verfall gerate.

Allein das ist und wird immer dasselbe sein, nur von Zeit zu Zeit sich mehr da- oder dorthin neigend, wie Meereswogen, die die eintretende Flut weiter hinaustreibt, die Ebbe mehr im Innern der Ufergrenzen hält.

Ein Teil der Heilung war noch immer, geheilt werden zu wollen.

Aller Besitz ist vom Schicksal geborgt.

Wie Platon sagt, kein Vernünftiger straft, weil gefehlt worden ist, sondern um zu verhüten, dass nicht weiter gesündigt werde.

Manche haben zu leben schon aufgehört, ehe sie anfingen.



— Lucius Annaeus Seneca (1 - 65 n. Chr.) war ein römischer Philosoph (Stoiker), Dramatiker und Politiker.


— Senecas (genannt Seneca der Jüngere) Werke werden dem „Klassischen Latein“, zugerechnet und er gilt als einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Im Gegensatz zum gesprochenen Latein, ist dieses eine hochstilisierte Literatursprache die in die Epoche von 60 v.Chr. bis 170 n.Chr. fällt.

Vom Jahr 49 an war er der maßgebliche Erzieher bzw. Berater des späteren Kaisers Nero. Wohl um diesen auf seine künftigen Aufgaben vorzubereiten, verfasste er eine Denkschrift darüber, warum es weise sei, als Herrscher Milde walten zu lassen (De clementia). Senecas Bemühen, Nero in seinem Sinne zu beeinflussen, war kein dauerhafter Erfolg beschieden. Zuletzt beschuldigte ihn der Kaiser der Beteiligung an der Pisonischen Verschwörung und befahl ihm die Selbsttötung. Diesem Befehl kam Seneca notgedrungen nach.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.