Zitate von Hermann Hesse

— Die besten Zitate (149), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Hermann Hesse" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Unser Ziel ist, einander erkennen // und einer im anderen das zu sehen und ehren zu lernen, was er ist: // Des anderen Gegenstück und Ergänzung.

Hermann Hesse (* 2. Juli 1877 in Calw, Württemberg; † 9. August 1962 in Montagnola, Tessin, Schweiz) war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Hermann Hesse Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergänglichkeit.

Weisheit ist nichts als eine Bereitschaft der Seele, eine Fähigkeit, eine geheime Kunst, jeden Augenblick, mitten im Leben, den Gedanken der Einheit denken, die Einheit fühlen und einatmen zu können. (Quelle: Siddharta)

Wir haben erfahren, dass der Mensch seinen Intellekt bis zu erstaunlichen Leistungen kultivieren kann – ohne dadurch der eigenen Seele Herr zu werden.

Wohin noch mag mein Weg mich führen? Närrisch ist er, dieser Weg, er geht in Schleifen, er geht vielleicht im Kreise. Mag er gehen, wie er will, ich will ihn gehen.

Das ist das Herrliche an jeder Freude, dass sie unverhofft kommt und niemals käuflich ist.

Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, kein Baum sieht den andern, jeder ist allein.

Fühle mit allem Leid der Welt, aber richte deine Kräfte nicht dorthin, wo du machtlos bist, sondern zum Nächsten, dem du helfen, den du lieben und erfreuen kannst.

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind.

Wahrer Beruf für den Menschen ist nur, zu sich selbst zu kommen.

Wenn du zu deinem Vergnügen erst die Erlaubnis anderer Leute brauchst, dann bist du wirklich ein armer Tropf!

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Genie ist Liebeskraft, ist Sehnsucht nach Hingabe.

Bäume predigen das Urgesetz des Lebens.

Das Ziel ist dies: mich immer dahin zu stellen, wo ich am besten dienen kann, wo meine Art, meine Eigenschaften und Gaben den besten Boden, das größte Wirkungsfeld finden. Es gibt kein anderes Ziel. (Quelle: Narziß und Goldmund)

Der Tag war vergangen, wie eben die Tage so vergehen; ich hatte ihn herumgebracht, hatte ihn sanft umgebracht. (Quelle: Der Steppenwolf)

Gegner bedürfen einander oft mehr als Freunde, denn ohne Wind gehen keine Mühlen.

Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertrieben wurden.

Schönheit beglückt nicht den, der sie besitzt, sondern den, der sie lieben und anbeten kann.

Ist es denn ein Unglück, in eine stürmische, brausende Zeit hineingeboren zu sein? Ist es nicht vielmehr ein Glück?

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.

Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.

Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.

Es bleibt zwischen Menschen, sie seinen noch so eng verbunden, immer ein Abgrund offen, den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann.

In der ganzen Welt ist jeder Politiker sehr für Revolution, für Vernunft und Niederlegung der Waffen - nur beim Feind, nicht bei sich selbst.

So zwischen Mutter und Vater
So zwischen Leib und Geist
Zögert der Schöpfung gebrechliches Kind.
Zitternde Seele Mensch, des Leidens fähig
Wie kein anderes Wesen und fähig des Höchsten:
Gläubiger, hoffender Liebe.
(Quelle: Gedicht: Besinnung)

Wahr ist an einer Geschichte immer nur das, was der Zuhörer glaubt. (Quelle: Heumond)

In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist mit dem Fluß des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig.

Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld. Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe.

Er hielt sich, wie jeder Mensch, für eine Persönlichkeit, während er nur ein Exemplar war, und sah in sich, in seinem Schicksal den Mittelpunkt der Welt, wie ein jeder Mensch es tut. (Quelle: Ein Mensch mit Namen Ziegler)

Nun, aller höhere Humor fängt damit an, daß man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.

Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.

Die Verzweiflung schickt Gott nicht, um uns zu töten, er schickt sie, um neues Leben in uns zu erwecken.

(Quelle: Das Glasperlenspiel (Romanfigur des Beichtvaters Dion))

Der Aphorismus ist so etwas wie ein Edelstein, der durch Seltenheit an Wert gewinnt und nur in winzigen Dosen ein Genuss ist.

Man braucht vor niemand Angst zu haben. Wenn man jemanden fürchtet, dann kommt es daher, daß man diesem Jemand Macht über sich eingeräumt hat. (Quelle: Demian

Liebe kann man erbetteln, erkaufen, geschenkt bekommen, auf der Gasse finden, aber rauben kann man sie nicht. (Quelle: Siddhartha)

Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht.



— Hermann Karl Hesse (1877 - 1962) war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Dichter und Maler.


— Zu den bekanntesten Werken von Hermann Hesse (Pseudonym: Emil Sinclair) gehören „Siddhartha“ (1922), „Der Steppenwolf“ (1927), „Narziß und Goldmund“ (1930) sowie „Das Glasperlenspiel“ (1943), die alle die Suche nach Authentizität, Selbsterkenntnis und Spiritualität thematisieren. Im Jahr 1946 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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