Zitate von Heinrich Böll

— Die besten Zitate (38), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Heinrich Böll" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist.

Heinrich Böll (* 21. Dezember 1917 in Köln; † 16. Juli 1985 in Kreuzau-Langenbroich) war ein Schriftsteller der deutschen Nachkriegszeit.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Heinrich Böll Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Heiligkeit und Genie entziehen sich der Definition.

Wie alt man geworden ist, sieht man an den Gesichtern derer, die man jung gekannt hat.

Wir geben uns zu wenig Rechenschaft darüber, wie viel Enttäuschung wir anderen bereiten.

Ordnung ist das halbe Leben - woraus mag die andere Hälfte bestehen?

Die Nestbeschmutzer sitzen ohnehin immer mitten im Nest. Es ist schwer, ein Nest von draußen zu beschmutzen.

Wie ist es möglich, dass 800 Millionen Christen diese Welt so wenig verändern vermögen, eine Welt des Terrors, der Unterdrückung, der Angst.

Es ist unsere Aufgabe daran zu erinnern, dass der Mensch nicht nur existiert, um verwaltet zu werden.

In Brandts Lebenslauf liegt Stoff für eine Legende. Der unehelich Geborene, der Sozialist, der Emigrant konnte Kanzler werden und war damit der erste, der aus der Herrenvolk-Tradition herausführte.

Privilegiertheit verstellt die Optik und schafft eine Aura der Unnahbarkeit.

Inzwischen ist die Bild-Zeitung ja fast schon das regierungsamtliche Blatt.

Karneval ist vulgär, mit aller Größe und allen Schrecken des Vulgären, aber nie frivol.

Die einzige Drohung, die einem Deutschen Angst einjagt, ist die des sinkenden Umsatzes.

Das Grundgesetz ist der Beichtspiegel der Nation.

Erwachsen sein heißt: Vergessen, wie untröstlich wir als Kinder oft gewesen sind.

Widerstand ist kein Recht; er ist eine Pflicht, jedem Menschen mitgegeben.

Das einzige, wovor Jugendliche geschützt werden müssen, sind die Erwachsenen.

Poesie ist Dynamit für alle Ordnungen dieser Welt.

Es ist bitter genug, Torheiten zu begehen, noch bitterer aber sind vergebliche Torheiten.

Der zeitgenössischen Literatur fällt eine Verantwortung zu, der sie nicht gewachsen ist.

Wo die Freiheit bedroht ist, ist die Sprache bedroht und umgekehrt.

Das Abitur ist des Deutschen wahres Vaterland.

Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke. (Quelle: Ansichten eines Clowns)

Ein Soldat, der anfängt zu denken, ist schon fast keiner mehr.

Staat und Kirchen können nur zwei Möglichkeiten dulden: Ehe oder Prostitution, und in den meisten Fällen ist ihnen die Liebe außerhalb dieser beiden Gehege verdächtig

Der Krieg wird niemals zu Ende sein, solange noch eine Wunde blutet, die er geschlagen hat.

Es ist keine Kunst, ein ehrlicher Mann zu sein, wenn man täglich Suppe zu löffeln hat.

Es muss ja in diesen Ehen unhod zugehen, wenn eine Frau von Staat und Kirche zu dieser Sache vertraglich verpflichtet ist.

Das Sparen muss von oben nach unten gehen

Die Sprache kann der letzte Hort der Freiheit sein. Wir wissen, dass ein Gespräch, dass ein heimlich weitergereichtes Gedicht kostbarer sein kann als Brot, nach dem in allen Revolutionen die Aufständischen geschrien haben.

Prometheus hat das Feuer nicht vom Himmel geholt, damit die Wurstbratereien ihre Geschäfte machen können.

Menschen, die mit dem Leben fertig werden, sind eigentlich Unmenschen.

Wir sind machtlos, wir Autoren, aber ohnmächtig sind wir nicht.

Alles Geschriebene ist gegen den Tod angeschrieben.

Von Politik versteht nur der etwas, der jeweils die Möglichkeit hat, seine Vorstellungen von der zu machenden Politik zu realisieren, also der, der an der Macht ist.

Ist es nicht unglaublich, dass wir maßlos unter unserer Einsamkeit Leiden und uns doch mit einer brennenden Sehnsucht wünschen, allein zu sein?

Freiheit wird nie geschenkt, immer nur gewonnen.

Der sogenannte freie Schriftsteller ist eine der letzten Bastionen der Freiheit.



— Heinrich Theodor Böll (1917 - 1985) war einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit.


— Zu Bölls bekanntesten Werken gehören der Roman „Und sagte kein einziges Wort“ (1953), die humoristische Erzählungen „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ (1952), der Roman „Gruppenbild mit Dame“ (1972) und die Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann“ (1973).

Im Jahr 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, mit welchem seine literarische Arbeit gewürdigt wurde.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.