Zitate von Rudolf Bultmann

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "R. Bultmann" (DE; Theologen) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Rudolf Karl Bultmann (1884 - 1976) war ein deutscher evangelischer Theologe und Professor für Neues Testament.

— Bekanntes Zitat:

Das menschliche Leben - bewusst oder unbewusst - ist bewegt von der Frage nach Gott.



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Rudolf Bultmann" (Berufsgruppe: Theologen / Land: DE)

Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben.


Grund und Gegenstand des Glaubens sind identisch.


Wie kann meine Schuld durch den Tod eines Schuldlosen (wenn man von einem solchen überhaupt reden darf) gesühnt werden? Welche primitiven Begriffe von Schuld und Gerechtigkeit liegen solcher Vorstellung zugrunde? Welch primitiver Gottesbegriff? Soll die Anschauung vom sündentilgenden Tode Christi aus der Opfervorstellung verstanden werden: welch primitive Mythologie, dass ein Mensch gewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschen sühnt!


Wenn die Vernunft ihren Weg bis zum Ende gegangen ist, ist der Punkt der Krise erreicht, und der Mensch steht dem großen Fragezeichen über seine eigene Existenz gegenüber.


Der eigentliche Sinn des Mythos ist nicht der, ein objektives Weltbild zu geben; vielmehr spricht sich in ihm aus, wie sich der Mensch selbst in seiner Welt versteht; der Mythos will nicht kosmologisch, sondern anthropologisch - besser: existential interpretiert werden.


Von Jesus wissen wir historisch eigentlich gar nichts; das, was wir sicher wissen, passt auf eine Postkarte.


Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene begegnet uns im Worte der Verkündigung, nirgends anders. Eben der Glaube an dieses Wort ist in Wahrheit der Osterglaube.


Mythen sind Ausdruck für die Einsicht, dass der Mensch nicht Herr der Welt und seines Lebens ist, dass die Welt, in der er lebt, voller Rätsel und Geheimnisse steckt, und dass auch das Menschenleben eine Fülle von Rätseln und Geheimnissen birgt.


Voraussetzungslose Exegese kann es nicht geben. … Unabdingliche Voraussetzung aber ist die historische Methode in der Befragung der Texte. Exegese ist ja als Interpretation historischer Texte ein Stück Geschichtswissenschaft.


Kann es eine entmythologisierende Interpretation geben, die die Wahrheit des Kerygmas als Kerygmas für den nicht mythologisch denkenden Menschen aufdeckt?


Manche leben in dem Wahn, das Leben nicht als Geschenk des Schöpfers zu empfangen, sondern es aus eigener Kraft zu beschaffen, aus sich selbst, statt aus Gott zu leben.


Versteht man unter »von Gott« reden »über Gott« reden, so hat solches Reden überhaupt keinen Sinn; denn in dem Moment, wo es geschieht, hat es seinen Gegenstand, Gott, verloren. (Quelle: Glauben und Verstehen; 1933)


Die Unbegreiflichkeit Gottes liegt nicht auf der Ebene theoretischer Gedanken, sondern auf der Ebene der persönlichen Existenz.


Das ganze Weltverständnis, das in der Predigt Jesu wie allgemein im Neuen Testament vorausgesetzt wird, ist mythologisch; das heißt: Die Vorstellung der Welt, die in die drei Stockwerke Himmel, Erde und Hölle eingeteilt ist, die Vorstellung, dass übernatürliche Kräfte in den Lauf der Dinge eingreifen, und die Wundervorstellung, insbesondere die, dass übernatürliche Kräfte in das Innenleben der Seele eingreifen, die Vorstellung, dass der Mensch vom Teufel versucht und verdorben und von bösen Geistern besessen werden kann. Dieses Weltbild nennen wir mythologisch, da es sich von dem Weltbild unterscheidet, das von der Wissenschaft seit ihrem Anfang im klassischen Griechenland gebildet und entwickelt wurde und das auch von allen modernen Menschen angenommen worden ist.


Welch primitive Mythologie, dass ein menschgewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschheit sühnt!




— Rudolf Karl Bultmann (1884 - 1976) war ein deutscher evangelischer Theologe und Professor für Neues Testament.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Theologen") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Priestern, Mystikern, Religionsgründern, Seelsorgern, Geistlichen, etc.