Zitate von Helmuth Graf von Moltke

— Die besten Zitate (40), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Helmuth Graf von Moltke" (DE; Politiker)

— Bekanntes Zitat:

Helmuth von Moltke (* 26. Oktober 1800 in Parchim; † 24. April 1891 in Berlin) war ein preußischer Generalfeldmarschall.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Helmuth Graf von Moltke Zitate (Berufsgruppe: Politiker / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Vier G dürfen einem Feldherren nicht fehlen: Geld, Geduld, Genie und Glück.

Wie kann man einen Menschen beweinen, der gestorben ist? Diejenigen sind zu beklagen, die ihn geliebt und verloren haben.

Unsicherheit im Befehlen erzeugt Unsicherheit im Gehorsam.

Um große Erfolge zu erreichen, muss etwas gewagt werden.

Ich habe mein ganzes Leben lang, schon in der Schule, gegen einen Geist der Enge und der Gewalt, der Unfreiheit, der Überheblichkeit und der mangelnden Ehrfurcht vor Anderen, der Intoleranz und des Absoluten, erbarmungslos Konsequenten angekämpft, der in den Deutschen steckt und der seinen Ausdruck in dem nationalsozialistischen Staat gefunden hat.

Kriegsführen ist keine Wissenschaft, sondern eine Kunst.

Die Regierung muss es sein, welche die Revolution auf einem gesetzlichen Wege durchführt, nicht die Menge, dieser Spielball der Parteien, das blinde und schneidende Werkzeug in der Hand der Leidenschaft.

Erst wägen, dann wagen!

Autorität von oben und Gehorsam von unten; mit einem Worte, Disziplin ist die ganze Seele der Armee.

Der Gedanke legt den Grund für die Tat.

Beim kriegerischen Handeln kommt es weniger darauf an, was man tut, als darauf, wie man es tut.

Glück hat auf Dauer doch zumeist nur der Tüchtige.

Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, solange die Nationen ein gesondertes Dasein führen.

Die besten Lehren für die Zukunft ziehen wir aus der eigenen Erfahrung.

Freundlichkeit gegen jedermann ist die erste Lebensregel, die uns manchen Kummer erspart.

Eine schwache Regierung ist ein Unglück für jedes Land und eine Gefahr für den Nachbar.

Ein neues Frühjahr zu erleben, halte ich jedesmal für eine Gnade Gottes.

Jeder hat das Recht, seine Eigentümlichkeiten hoch zu stellen; lassen Sie uns auch die unsrigen.

Freundlichkeit gegen jedermann ist die erste Lebensregel, die uns manchen Kummer ersparen kann; du kannst selbst gegen die, welche dir nicht gefallen, verbindlich und höflich sein, ohne falsch und unwahr zu werden.

Ein vernünftiger Mensch erholt sich bei einer Arbeit von der anderen.

Jede Revolution hat bisher noch immer ihre Führer zuerst verschlungen.

Einfaches Handeln, folgerecht durchgeführt, wird am sichersten das Ziel erreichen.

Welch ein anderer Maßstab wird in der künftigen Welt an unser irdisches Wirken gelegt werden! Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens und das treue Beharren in der Pflicht, auch der gering scheinenden, wird über den Wert des Menschenlebens entscheiden.

Sei bescheiden und anspruchslos, so wirst du ruhig und unbefangen sein.

Ist jemand faul und dumm, dann wird nichts aus ihm. Ist jemand dumm und fleißig, dann muss man ihn von allen wichtigen Aufgaben fernhalten. Ist jemand faul und klug, dann ist er geeignet für die höchsten Positionen.

Geschichte und Ortskunde ergänzen sich wie die Begriffe von Raum und Zeit.

Die Disziplin ist der Grundpfeiler der Armee, und ihre strenge Aufrechterhaltung eine Wohltat für alle.

Den Ursprung der Dinge mag die Vernunft nicht zu erfassen, aber nirgends steht sie im Widerspruch mit der Regel, welche alle leitet. Vernunft und Weltordnung sind konform, sie müssen gleichen Ursprungs sein.

Wohltätigkeit kennt keinen Unterschied der Nationen.

Im Nebel der Ungewißheit aber muss wenigstens eins gewiß sein - der eigene Entschluss.

Strategie ist ein System von Notbehelfen.

Schein vergeht, Wahrheit besteht.

Allezeit treu bereit für des Reiches Herrlichkeit.

Nun kannst Du Dir auf Deine alten Tage auch etwas mehr zugutetun als bisher. Ich habe mir das auch selbst vorgenommen, aber es gehört Entschluss dazu. Man hat sich die verwünschte Sparsamkeit so angewöhnt, dass nur schwer davon loszukommen ist.

Wie oft ist es mir vor die Seele getreten, dass von allen Wohltaten der erste mütterliche Unterricht der größte und bleibendste ist.

Fester Entschluss und beharrliche Durchführung eines einfachen Gedankens führen am sichersten zum Ziel.

Wer in sich selbst nicht das Gefühl für Würde findet, sondern sie in der Meinung anderer suchen muss, der liest stets in den Augen anderer Menschen. wie jemand, der falsche Haare trägt, in jeden Spiegel sieht, ob sich auch nicht etwas verschoben habe.



— Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke (d. Ä.), (1800 - 1891) war ein preußischer Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabes.


— Graf von Moltke (auch „der große Schweiger“ genannt) stammte aus der Familie von Moltke, die zum mecklenburgischen Uradel zählt. Er wuchs in Gnewitz (Landkreis Rostock), 1803 zog die Familie nach Lübeck, und sein Vater diente ab 1806 dem dänischen Militär. Auch Molkte fand zunächst Aufnahme an der Kadettenakademie in Kopenhagen, wechselte jedoch 1822 in die preußische Armee Frankfurt (Oder). Er besuchte von 1823 bis 1826 die Allgemeine Kriegsschule, Carl von Clausewitz war einer seiner Mentoren, und wurde 1833 in den Großen Generalstab berufen.
Er gilt als der Schöpfer einer neuen, modernen Methode, Armeen auf dem Feld zu führen und hatte maßgeblichem Anteil an den Siegen in den drei Einigungskriegen.

Anmerkung:
Auch nach der niedergeschlagenen Deutschen Revolution 1848/49 war die Frage nach einer deutschen Einigung noch nicht geklärt. Mit den deutschen Einigungskriegen setzte Preußen die Idee des deutschen Nationalstaates im Sinn der „kleindeutschen“ Lösung durch (die „großdeutsche“ bezog Österreich mit ein). Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg (1864), dem Deutschen Krieg (1866) und dem Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) entstand das von Wilhelm I. gegründete, preußisch dominierte deutsche Kaiserreich (1871 bis 1918).

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