Zitate von Edith Stein

— Die besten Zitate (59), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Edith Stein" (DE; Theologe)

— Bekanntes Zitat:

Die Seele kann nur zu sich selbst kommen, wenn es ihr gerade nicht um sich selbst zu tun ist.

Edith Stein (* 12. Oktober 1891 in Breslau; † 9. August 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau), Ordensname Teresia Benedicta, war eine deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Edith Stein Zitate (Berufsgruppe: Theologe / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Alles, was sonst getrennt auftritt, ist im Glauben verschmolzen: Erkenntnis, Liebe, Tat.

Zum Gehorsam gehört die Möglichkeit des Ungehorsams, auch wenn faktisch niemals Wahl und Widerstand stattfindet

Wer Gott findet, der gelangt zu sich selbst und zu dem Quell des ewigen Lebens, der in seinem eigenen Innersten auf ihn wirkt.

Eucharistisch leben heißt, ganz von selbst aus der Enge des eigenen Lebens hinausgehen und in die Weite des Christuslebens hineinwachsen.

Wer gesammelt bis in die Tiefe geht, der sieht auch die „kleinen Dinge“ in großen Zusammenhängen.

Nur wer sich selbst als Person als sinnvolles Ganzes erlebt, kann andere Personen verstehen.

Der mystische Strom, der durch alle Jahrhunderte geht, ist kein verirrter Seitenarm, der sich vom Gebetsleben der Kirche abgesondert hat - er ist ihr innerstes Leben. Wenn er die überlieferten Formen durchbricht, so geschieht es, weil in ihm der Geist lebt, der weht, wo er will: der alle überlieferten Formen geschaffen hat und immer neue schaffen muss.

Sterben heißt, den Tod am eigenen Leib erfahren.

Gott kennt jede Menschenseele von Ewigkeit her, mit allen Geheimnissen ihres Wesens und jedem Wellenschlag ihres Lebens.

Kreuz und Nacht sind der Weg zum himmlischen Licht. Das ist die frohe Botschaft vom Kreuz.

Was wir von uns erkennen, auch von unseren Fehlern und Vergehen, ist nur die belichtete Oberfläche. Die Tiefe, woraus sie kommen, ist weitgehend auch uns selbst verborgen. Gott kennt sie und kann sie reinigen.

Das ist einer der Vorteile wenn man nie ins Kino geht: Es gibt so viele Überraschungen.

Es ist in gewisser Weise in unsere Hand gegeben, ob und wie wir unseren Verstand arbeiten lassen wollen, damit zugleich, wie weit wir unsere geistige Welt ausdehnen, was wir an Bildungselementen in uns aufnehmen.

Das erkenntnismäßig durchleuchtete und geleitete personale Seelenleben scheint über das tierische erhoben – eben dadurch, dass es sich im Licht der Erkenntnis abspielt.

Uns bleibt die Sehnsucht nach der Fülle des Lebens, bis wir durch das Tor des Todes eingehen dürfen in das schattenlose Licht.

Dass „Dein Wille geschehe!“ in seinem vollen Ausmaß muss die Richtschnur des Christenlebens sein. Es muss den Tagesablauf vom Morgen bis zum Abend, den Gang des Jahres und des ganzen Lebens tragen.

Meine Sehnsucht nach der Wahrheit ist mein einziges Gebet.

Ich nehme, was kommt, und bitte nur, dass mir die nötigen Fähigkeiten dazu gegeben werden. Auf alle Fälle ist es eine gute Schule der Demut, wenn man beständig Dinge zu tun hat, die man mit großer Mühe nur sehr unvollkommen fertig bringt.

Unsere Zeit, in der alle festen Formen des irdischen Lebens in Schwanken und Umbildungen sind, ist auch eine Zeit des Ringens um die ewigen Fragen.

Der Himmel nimmt einem nichts, ohne es unermesslich zu vergelten.

Meine erste Morgenstunde gehört dem Herrn. Das Tagwerk, das er mir aufträgt, das will ich in Angriff nehmen, und Er wird mir die Kraft geben, es zu vollbringen. Ich nehme, was kommt, und bitte nur, dass mir die nötigen Fähigkeiten dazu gegeben werden.

Wenn etwas in Erfüllung geht, was man lange beharrlich erbetet hat, so ist es mir immer fast noch überwältigender als eine sofortige Erhörung.

Wir wollen jeden Tag ein neues Leben beginnen!

Jeder von uns steht auf des Messers Schneide zwischen dem Nichts und der Fülle des göttlichen Lebens.

Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott, ob ihm das klar ist oder nicht.

Schiffe stranden an Felsen, menschliche Beziehungen oft schon an Kieselsteinen.

Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in dunkler Nacht – auch heute noch.

Nur Gott kann sich selbst einem Menschen so schenken, dass er dessen ganzes Wesen erfüllt, und dabei von sich selbst nichts verliert.

Was nicht in meinem Plan lag, das hat in Gottes Plan gelegen.

Mit dir selbst hab Geduld – Gott hat sie auch.

Der Gefahr, der Vernunftlosigkeit anheimzufallen, bleibt die Person ständig ausgeliefert, die auf ihrer Freiheit stehen und ihr eigener Herr sein will. Ihr Seelenleben ist das spezifisch ungeborgene.

Freude ist ein Zeichen, dass man dem Licht nahe ist.

Erhör, o Gott, mein Flehen,
hab auf mein Beten acht.
Du sahst von fern mich stehen,
ich rief aus dunkler Nacht.

Mein Leben beginnt jeden Morgen neu und endet jeden Abend; Pläne und Absichten darüber hinaus habe ich keine; das heißt, es kann natürlich zum Tagewerk gehören vorauszudenken, aber eine „Sorge“ für den kommenden Tag darf es nie sein.

Der Nächste ist nicht der, den ich mag. Er ist ein jeder, der mir nahe kommt – ohne Ausnahme.

Ohne Vorbehalt und ohne Sorgen leg’ ich meinen Tag in Deine Hand. Sei mein Heute, sei mein gläubig Morgen, sei mein Gestern, das ich überwand. Frag mich nicht nach meinen Sehnsuchtswegen, bin aus Deinem Mosaik ein Stein. Wirst mich an die rechte Stelle legen, Deinen Händen bette ich mich ein.

Ich weiß, dass ich jemanden in meiner Nähe habe, dem ich rückhaltlos vertrauen kann, und das ist etwas, was Ruhe und Kraft gibt.

Lass blind mich, Herr,
die Wege gehen,
die deine sind.

Das innerste Wesen der Liebe ist Hingabe. Gott, der Liebe ist, verschenkt sich an die Geschöpfe, die Er zur Liebe erschaffen hat.

Je gesammelter ein Mensch im Innersten seiner Seele lebt, umso stärker ist seine Ausstrahlung, die von ihm ausgeht und andere in seinen Bann zieht.

Kein geistiges Werk kommt ja ohne schwere Wehen zur Welt. Es will auch immer den ganzen Menschen in Anspruch nehmen.

Innerhalb der Natur steht alles, was eine Seele hat, miteinander, und in entsprechend modifizierter Weise auch mit allem Unbeseelten, in einer ursprünglichen Verbindung.

Das Böse ist ein verzehrendes Feuer.

Gott wird ein Mensch, damit die Menschen Gotteskinder werden können.

Erkenntnis im strengen Sinn (oder genauer gesprochen: die Verstandestätigkeit, die zu ihr hinführt) ist echte Aktivität und als solche nur für ein freies Subjekt möglich.

Man kann nicht von einem Häschen erwarten, dass es sich wie ein Löwe benehmen wird.

Der Mensch ist dazu berufen, in seinem Innersten zu leben und sich selbst so in die Hand zu nehmen, wie es nur von hier aus möglich ist; nur von hier aus ist auch die rechte Auseinandersetzung mit der Welt möglich; nur von hier aus kann er den Platz in der Welt finden, der ihm zugedacht ist.

Gottes Wille ist der sicherste Hafen des Friedens.

Das Können steigert sich offenbar mit der Menge der notwendigen Dinge.

Ihr sollt sein wie ein Fenster, durch das Gottes Güte in die Welt hineinleuchten kann.

Geist ist ein doppeldeutiges Wort und muss in doppeltem Sinne gebraucht werden. Es bezeichnet einmal eine geistige Person und zum anderen eine geistige Sphäre.

Gott weiß, was er mit mir vorhat. Ich brauche mich darum nicht zu sorgen.

Sich selbst und ihren Frieden kann die Seele nur in einem Reiche finden, dessen Herr sie nicht um seinetwillen, sondern um ihretwillen sucht.

Sich an Christus halten, das kann man nicht, ohne ihm zugleich nachzufolgen.

Je dunkler es hier um uns wird, desto mehr müssen wir unser Herz öffnen für das Licht von oben.

Jede Frau, die in dem Licht der Ewigkeit lebt, kann ihre Berufung erfüllen, egal ob das die Ehe, eine religiöse Berufung oder einen weltliche Berufung ist.

Eine Mutter zu sein, bedeutet die wahre Menschlichkeit zu ernähren, zu beschützen und sie zur Entwicklung zu bringen.



— Edith Stein (1891 - 1942; Ordensname: Teresia Benedicta) war eine deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft.


— Edith Stein (Ordensname Teresia Benedicta a Cruce OCD, oder Teresia Benedicta vom Kreuz) wurde 1922 durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen und 1933 „Unbeschuhte Karmelitin“.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie als Brückenbauerin zwischen Christen und Juden zum Opfer des Holocaust.

Sie wird in der katholischen Kirche als Heilige (seit dem 11. Oktober 1998) und Märtyrin verehrt. Teilen der evangelischen Kirche gilt sie als Glaubenszeugin. Ihr römisch-katholischer und evangelischer Gedenktag ist der 9. August.

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