Zitate von Marcel Proust

— Die besten Zitate (128), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Marcel Proust" (FR; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Aus dem Umstand, dass mittelmäßige Menschen oft arbeitsam sind und die intelligenten oft faul, kann man nicht schließen, dass Arbeit für den Geist eine bessere Disziplin sei als Faulheit.

Marcel Proust (* 10. Juli 1871 in Paris; † 18. November 1922 ebenda) war ein französischer Schriftsteller und Sozialkritiker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Marcel Proust Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Einsamkeit hat den großen Vorteil, daß man die Flucht vor sich selbst einstellt.

Das Schweigen ist eine furchtbare Waffe.

Das Lesen liegt an der Schwelle des geistigen Lebens; es kann uns darin einführen, aber es ist nicht dieses Leben.

Das sich der Leser in dem, was in einem Buch gesagt ist, selbst wieder erkennt, beweist dessen Wahrheit.

Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter.

Pessimisten sind die wahren Lebenskünstler, sie erleben dauernd angenehme Überraschungen.

Ein Buch ist wie ein großer Friedhof, wo man auf den meisten Grabsteinen die verwitterten Inschriften nicht mehr lesen kann.

Man ist nie so unglücklich, wie man glaubt.

Vielleicht haben wir von allen Kindheitstagen diejenigen am intensivsten durchlebt, von denen wir glaubten, wir hätten sie nutzlos vertan:
die nämlich, die wir mit der Lektüre eines Lieblingsbuches verbrachten.

Schweigen ist nicht nur Nicht-Sprechen, sondern bewusstes Erleben der Stille, Ausschwingung der Erregungen und Bewegungen, körperlich und innerlich.
Man sammelt sich, gewinnt Kraft und kommt wirklich zu sich selbst.

Die guten Bücher sind in einer Art Fremdsprache geschrieben.

Wir sind manchmal viel zu sehr geneigt zu glauben, daß die gegenwärtigen Voraussetzungen für einen Stand der Dinge die einzig möglichen seien.

Die Ausnahmen von der Regel machen den Märchenzauber des Daseins aus.

All unsere endgültigen Beschlüsse werden in einem Geisteszustand gefasst, der nicht anhalten wird.

Was wir die Wirklichkeit nennen, ist eine bestimmte Beziehung zwischen Empfindungen und Erinnerungen, die uns gleichzeitig umgeben.

Die Wahrheit wandelt sich in uns so stark, dass die anderen Mühe haben, sich darin auszukennen.

Alles Große in dieser Welt stammt von Neurotikern. Sie allein haben unsere Religionen begründet und unsere Meisterwerke geschaffen.

Es ist selten, daß man im Guten auseinandergeht. Denn wenn man im Guten ist, geht man nicht auseinander.

Wir werden von einer Leidenschaft nur geheilt, wenn wir sie bis zum Letzten auskosten.

Wir bringen es zwar nicht fertig, die Dinge unseren Wünschen entsprechend zu ändern, doch ändern sich mit der Zeit unsere Wünsche.

Wer nicht wirklich verliebt ist, sagt bei der Trennung die zärtlichsten Worte.

Wie so viele Intellektuelle war er unfähig, eine Sache auf einfache Art und Weise zu formulieren.

Was das Glück anbelangt, so dient es fast nur einem nützlichen Zweck: das Unglück möglich zu machen.

Von allen Frauen, deren Charme ich erlegen bin, habe ich hauptsächlich Augen und Stimme in Erinnerung.

Glück ist gut für den Körper, aber Kummer stärkt den Geist.

Das einzige, was noch schwieriger ist, als ein geordnetes Leben zu führen: es nicht anderen aufzuzwingen.

Gewöhnlich leben wir mit einem auf das Minimum reduzierten Teil unseres Wesens, die meisten unserer Fähigkeiten wachen gar nicht auf, weil sie sich in dem Bewusstsein zur Ruhe begeben, dass die Gewohnheit schon weiß, was sie zu tun hat, und ihrer nicht bedarf. (Quelle: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Das Bedürfnis zu sprechen hindert nicht nur am Hören, sondern auch am Sehen.

Man kann die Weisheit nicht fertig übernehmen, man muß sie selbst entdecken auf einem Weg, den keiner für uns gehen wird und niemand uns ersparen kann, denn sie besteht in einer bestimmten Sicht der Dinge.

Unterlegen ist man im Leben erst dann, wenn man seine Selbstachtung definitiv verloren hat.

Unsere Arme und Beine sind voll von schlummernden Erinnerungen.

Ich ziehe Revolution dem Krieg vor, zumindest nehmen an der Revolution nur die teil, die wollen.



— Valentin Louis Georges Eugene Marcel Proust (1871 - 1922), war ein französischer Schriftsteller, Kritiker und Essayist.


— Proust wurde weltberühmt mit seinen monumentalen Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (Werktitel: Erinnerung an vergangene Dinge), der zwischen 1913 und 1927 in sieben Teilen erschien.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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