Zitate von Karl Kraus

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "K. Kraus" (AT) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Karl Kraus (1874 - 1936) war einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts.

— Bekanntes Zitat:

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.



— Inspirierende Weisheiten, gute Zitate, schöne Sprüche und tiefgründige Aphorismen von "Karl Kraus" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: AT)

Leute, die über den Wissensdurst getrunken haben, sind eine gesellschaftliche Plage.


Vielwisserei ist der Glaube, dass es bei der Tischlerarbeit auf die Gewinnung von Hobelspänen ankommt.


Das Übel gedeiht nie besser, als wenn ein Ideal davorsteht.


Gedanken sind zollfrei, aber man hat doch Scherereien.


Eine der verbreitetsten Krankheiten ist die Diagnose.


Künstler ist nur einer, der aus der Lösung ein Rätsel machen kann.


Das Wort Familienbande hat einen Beigeschmack von Wahrheit.


Nicht alles, was totgeschwiegen wird, lebt.


Man glaubt gar nicht, wieviel Häßlichkeit die angestrengte Beschäftigung mit der Schönheit erzeugt.


Ein Aphorismus braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit überflügeln. Er muss mit einem Satz über sie hinauskommen.


Philosophie ist oft nicht mehr als der Mut, in einen Irrgarten einzutreten. Wer aber dann auch die Eingangspforte vergißt, kann leicht in den Ruf eines selbständigen Denkers kommen.


Man muss jedesmal so schreiben, als ob man zum ersten und zum letzten Male schriebe.


Bildung ist eine Krücke, mit der der Lahme den Gesunden schlägt, um zu zeigen, dass er auch bei Kräften ist.


Die deutsche Sprache ist die tiefste, die deutsche Rede die seichteste.


Da das Halten wilder Tiere gesetzlich verboten ist und die Haustiere mir kein Vergnügen machen, so bleibe ich lieber unverheiratet.


Als zum erstenmal das Wort »Friede« ausgesprochen wurde, entstand auf der Börse eine Panik. Sie schrien auf im Schmerz: Wir haben verdient! Lasst uns den Krieg! Wir haben den Krieg verdient!


Die Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken.


Keine Grenze verlockt mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze.


Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Mißtrauensvotum gegen den lieben Gott.




— Karl Kraus (1874 - 1936) war einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts.


— Kraus war als Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker tätig. Zudem war er ein scharfer Kritiker der Presse und des Hetzjournalismus oder, wie er selbst es ausdrückte, der Journaille.

Der österreichischen Autor Stefan Zweig nannte Kraus einst "den Meister des giftigen Spotts".
Eines seiner wichtigsten Werke ist „Die letzten Tage der Menschheit“ (1919) eine „Tragödie in 5 Akten mit Vorspiel und Epilog“. In mehr als 200 nur lose zusammenhängenden Szenen, wird die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges dargestellt.


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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.