Zitate von Wilhelm Raabe

— Die besten Zitate (90), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Wilhelm Raabe" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Erst durch lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.

Wilhelm Raabe (* 8. September 1831 in Eschershausen; † 15. November 1910 in Braunschweig) war ein deutscher Schriftsteller  und Erzähler.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Wilhelm Raabe Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Wer Unheil ausbrütet, wird es auch fliegen lassen.

Das Wunderbare am Menschen ist, dass er wohl derselbe bleibt, aber nicht der gleiche.

Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne eigene Gedanken.

Wie oft durchkreuzt die Furcht vor den Lächerlichwerden unsere innersten, zartesten Gefühle.

Ich war ein Student, und ich studierte in Berlin - o großer Gott, was studierte ich alles! Es ist mir heute noch ein Mirakel, dass ich nicht mit einem Riß, einem Sprung im Hirnkasten herumlaufe: die Gehirnerweiterung war zu mächtig.

Wer die Arme sinken läßt, der ist überall verloren.

Erkenntnis macht frei,
Bildung fesselt,
Halbbildung stürzt in Sklaverei

Die höchste, schönste und beste der Göttertöchter, die Phantasie.

Von allen Menschen traue dir am wenigsten.

Man kommt nicht in die Welt, um sich auszusuchen, sondern um "vorlieb" zu nehmen.

Es gehört zur Weisheit, gelegentlich ein bisschen töricht zu sein.

Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.

Es kommt immer anders! Das ist das wahrste Wort und zugleich auch der beste Trost, der dem Menschen in seinem Erdenleben mit auf den Weg gegeben worden ist.

Wieviel Zeit von seinen eigenen Tagen behält man übrig für die Bedrängnis der anderen?

Die Strafe für Eitelkeit ist Schmeichelei.

Die ewige Illusion, dass das Leben noch vor einem liege. Das Leben liegt immer hinter einem!

Der Mensch lebt von seinen Illusionen.

Dem ungebildeten Menschen erscheint alles als Einzelheit, dem gebildeten alles im Zusammenhang. Es gibt aber allerlei Nuancen.

Auch wenn man nur zum Fenster rausschaut, sieht man die Welt.

An sich selbst muß der Mensch in Erfahrung bringen, wie dem anderen zumute ist.

Alles in der Welt geht in der Wellenlinie. Jede Landstraße und so weiter. Wehe dem, der überall ein Lineal anlegt!

Die größten Wunder gehen in der größten Stille vor sich.

Auf leisen Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum.

Das Genie macht die Fußstapfen, und das nachfolgende Talent tritt in dieselben hinein, tritt sie aber schief.

Wenn Bildung frei macht, so will der Deutsche seine Bildung dazu auch so billig als möglich haben.

Das war alles damals! Damals schien die Sohne in der rechten Weise, damals machte der Regen auf die rechte Art nass.

Wir tragen eben den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorn flicken, während es hinten reißt.

Trotz aller Lehren, trotz aller Schulen steht der Mensch doch allein seinem Schicksal gegenüber, und er allein hat mit seiner Persönlichkeit Antwort zu geben.

Mein Luftschloss ist mein Haus!

Je mehr ihm das Leben entglitt, desto mehr wurde er Dichter.

Die Klugen haben wahrhaftig lange nicht so viel Beweglichkeit in die Welt gebracht und so viel Glückliche darin gemacht wie die Einfältigen.

Wie kahl und jämmerlich würde manches Stück Erde aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse.

Es ist nicht alles Komödie in der Welt.

Es ist recht häufig viel besser, die Bedrängten sich ausreden zu und ausschreien zu lassen, als ihnen zur Geduld zu reden und zu raten.

Kein stilles Fleckchen, Krieg drinnen, Krieg draußen! Kein dunkel Eckchen, Qual innen und außen!

Was man von der Mutter hat, das sitzt fest und lässt sich nicht ausreden, das behält man, und es ist auch gut so, denn jeder Keim der sittlichen Fortentwicklung des Menschengeschlechts liegt darin verborgen.

Das ist gerade das Nette an jeglichem Gerücht, dass man es ruhig sich selber überlassen kann; es wuchert im Guten wie im Bösen weiter.

Man muss in den Dreck hineingeschlagen haben, um zu wissen, wie weit er spritzt.

Man muss den Leuten nur ein bisschen verrückt vorkommen, dann kommt man schon weiter.



— Wilhelm Karl Raabe (1831 - 1910) war ein deutscher Schriftsteller.


— Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus) war ein Vertreter des poetischen Realismus, bekannt für seine gesellschaftskritischen Erzählungen, Novellen und Romane.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.