Zitate von Werner Finck

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "W. Finck" (DE; Schauspieler) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Werner Paul Walther Finck (1902 - 1978) war ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller.

— Bekanntes Zitat:

Da, wo’s zu weit geht, fängt die Freiheit erst an.



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Werner Finck" (Berufsgruppe: Schauspieler / Land: DE)

Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, können die Welt bedeuten.


Es gab einmal ein Zeitalter - es war das griechische -, da war der Mensch das Maß aller Dinge. Heute sind die Dinge das Maß aller Menschen.


Bei manchen Reden kann von Reden keine Rede sein – Geschwätz!


Man kann ja alles sagen, was man denkt, man muss nur das Richtige denken.


Alles Grundsätzliche ist grundsätzlich verdächtig.


Ich habe in meinem Leben sehr viel gehalten, aber nicht den Mund.


Mag sein, dass die Zeit Wunden heilt, aber sie ist eine erbärmliche Kosmetikerin.


Das Dilemma des Komikers: Wenn man die Menschen zum Lachen bringt, wird man nicht ernstgenommen; wird man aber ernstgenommen, ist man ein schlechter Komiker.


Grippe klingt volkstümlich. Influenza hat so etwas von einem italienischen Badestrand.


Ruhe ist das Teuerste, das es heutzutage zu kaufen gibt.


Lächeln ist die eleganteste Art, seinen Gegnern die Zähne zu zeigen.


An dem Punkt, wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor.


Elf Monate kämpft man ums Dasein, im Urlaub ums Dortsein.


Lasset uns deklinieren: Der Mut - des Mutes - Demut.


Wer sich in die Zivilisation begibt, kommt darin um.


Ein Leben ohne Feste ist wie ein weiter Weg ohne Gasthäuser.


Kabarett ist eine Wortspielbank mit Croupiers, die mehr austeilen als einstecken.


Die Politik unterscheidet sich von der Jagd vor allem dadurch, dass die Abschuss zeit praktisch unbegrenzt ist.




— Werner Paul Walther Finck (1902 - 1978) war ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller.


— Finck ging 1929 nach Berlin und gründete mit Hans Deppe das Kabarett „Die Katakombe“ gründete. Im Jahr 1935 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Esterwegen gebracht, wo er unter anderem Carl von Ossietzky kennenlernte. Er wurde nach wenigen Wochen auf Anordnung Görings wieder entlassen, erhielt aber für ein Jahr Arbeitsverbot.
Ab 1937 trat er wieder öffentlich als Kabarettist auf, meldete sich aber 1939 freiwillig zum Kriegsdienst. Nach Kriegsende trat er bis zu seinem Tod weiter erfolgreich auf westdeutschen Bühnen auf.

Finck war nicht direkt politisch motiviert, sondern "überzeugter Individualist", was aber für Konflikte mit den Nazis schon ausreichte.
Er agierte nach dem Motto „sich den Kopf nicht verbieten zu lassen, ihn aber auch nicht zu verlieren“. Seine Methode beruhte auf nicht zu Ende gesprochenen Sätzen, Doppeldeutigkeiten, Wortspielen sowie auf dem entlarvenden Wortwörtlichnehmen.
„Kommen Sie mit? Oder muss ich mitkommen?“ fragte er anwesende Gestapo-Beamten, die sich während seines Auftritts Notizen machten.

Bertolt Brecht widmete ihm 1947 das Gedicht „Eulenspiegel überlebt den Krieg“.


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