Zitate von Walter Benjamin

— Die besten Zitate (59), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Walter Benjamin" (DE; Philosoph)

Aller Boden musste einmal von der Vernunft urbar gemacht, vom Gestrüpp des Wahns und des Mythos gereinigt werden.

Gute Zitate, schöne Sprüche und tiefgründige Weisheiten von "Walter Benjamin" (Berufsgruppe: Philosoph / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ.

In dem Traum, in dem jeder Epoche die ihr folgende in Bildern vor Augen tritt, erscheint die letztere vermählt mit Elementen der Urgeschichte, das heißt einer klassenlosen Gesellschaft.

Wenn es eine Muse des Romans gibt - die zehnte -, so trägt sie die Embleme der Küchenfee. Sie erhebt die Welt aus dem Rohzustande, um ihr Eßbares herzustellen, um ihr ihren Geschmack abzugewinnen.

Indem die Panoramen in der dargestellten Natur täuschend ähnliche Veränderungen hervorzubringen trachten, weisen sie über die Photographie auf Film und Tonfilm voraus.

Ein Autor, der die Schriftsteller nichts lehrt, lehrt niemanden.

Das verzweifelt helle Bewusstsein, inmitten einer entscheidenden Krisis zu stehen, ist in der Menschheit chronisch.

Wir sind sehr arm an Schwellenerfahrungen geworden. Das Einschlafen ist vielleicht die einzige, die uns geblieben ist. (Aber damit auch das Erwachen.)

Ich habe nichts zu sagen. Nur zu zeigen.

Glücklich sein heißt, ohne Schrecken seiner selbst innewerden können.

Die Kunst ist ein Verbesserungsvorschlag an die Natur, ein Nachmachen, dessen verborgenes Innere ein Vormachen ist.

Der Begriff des Fortschritts ist in der Idee der Katastrophe zu fundieren. Dass es ›so weiter‹ geht, ist die Katastrophe.

Gaben müssen den Beschenkten so tief treffen, dass er erschrickt.

Der Traum wartet heimlich auf das Erwachen.

Kinder, wenn sie sich Geschichten ausdenken, sind Regisseure, die sich vom ›Sinn‹ nicht zensieren lassen.

Was teilt die Sprache mit? Sie teilt das ihr entsprechende geistige Wesen mit. Es ist fundamental zu wissen, dass dieses geistige Wesen sich in der Sprache mitteilt und nicht durch die Sprache.

Geschichte schreiben heißt, Jahreszahlen ihre Physiognomie geben.

Erinnerung und Erwachen sind aufs engste verwandt. Erwachen ist nämlich die dialektische, kopernikanische Wendung des Eingedenkens.

In der Liebe suchen die meisten ewige Heimat. Andere, sehr wenige aber, das ewige Reisen.

Es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen, eine Nachfrage zu erzeugen, für deren volle Befriedigung die Stunde noch nicht gekommen ist.

Brüchig sind auch Spiegel.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Gelehrten, Denkern, Theoretikern, Soziologen, etc.