Zitate von Theodor Herzl

— Die besten Zitate (64), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Theodor Herzl" (AT; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Selbstverständlich werden wir Andersgläubige achtungsvoll dulden, ihr Eigentum, ihre Ehre und Freiheit mit den härtesten Zwangsmitteln schützen.

Theodor Herzl (* 2. Mai 1860 in Pest, Königreich Ungarn; † 3. Juli 1904 in Edlach an der Rax, Niederösterreich) war ein dem Judentum zugehöriger österreichisch-ungarischer Schriftsteller, Publizist und Journalist.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Theodor Herzl Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: AT) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Aus dem, was man nicht hat, erwächst die Überzeugung.

Wohltätigkeit an einem ganzen Volke ausgeübt, heißt Politik, und die Wohltätigkeit, die ein Volk zu seinem eigenen Gedeihen auszuüben versucht, ist die Politik dieses Volkes. Es gibt keine Politik, die nicht von Absichten der Wohlfahrt durchdrungen ist.

Nichts ist so schlimm, wie wir fürchten, nichts so gut, wie wir hoffen.

Die Demokratie ist maßlos in der Anerkennung und in der Verurteilung, führt zu Parlamentsgeschwätz und zur hässlichen Kategorie der Berufspolitiker. Die Massen sind noch ärger als die Parlamente jedem Irrglauben unterworfen, jedem kräftigen Schreier zugeneigt.

Die Kinder sind unsere größten Lehrmeister.

Über Lakaien herrschen, welch ein geringer Traum! Nein, mächtig ist, wer den Herren gebietet.

Tatsächlich ist der Antisemitismus die Folge der Judenemanzipation, Bevölkerungen, denen das historische Verständnis mangelt — also alle —, sehen uns aber nicht als geschichtliches Produkt an, nicht als die Opfer früherer, grausamer und noch beschränkterer Zeiten. Die wissen nicht, daß wir so sind, weil man uns unter Qualen so gemacht hat, weil die Kirche das Wuchergewerbe für Christen unehrlich machte und wir durch die Herrscher in Geldgeschäfte gedrängt wurden. Wir kleben am Geld, weil man uns aufs Geld geworfen hat.

Poesie und Weisheit beginnen, glaube ich, dort, wo man darauf verzichtet, sie schriftlich festzuhalten.

Es gibt nur eine Art, vornehm zu sein: die besteht darin, dass man viel von sich selbst verlangt und nicht das mindeste Gewicht darauf legt, ob die anderen das anerkennen oder auch nur sehen.

Zum Bleiben wie zum Wandern muss die Rasse zunächst an Ort und Stelle verbessert werden. Man muss sie kriegsstark, arbeitsfroh und tugendhaft machen.

Ich begreife den Antisemitismus. Wir Juden haben uns, wenn auch nicht durch unsere Schuld, als Fremdkörper inmitten verschiedener Nationen erhalten. Wir haben im Ghetto eine Anzahl gesellschaftswidriger Eigenschaften angenommen. Unser Charakter ist durch den Druck verdorben, und das muss durch einen anderen Druck wieder hergestellt werden.

Wir sind ein Volk, ein Volk.

Träumen ist immerhin auch eine Ausfüllung der Zeit, die wir auf der Erde verbringen. Traum ist von Tat nicht so verschieden, wie mancher glaubt. Alles Tun der Menschen war vorher Traum und wird später zum Traum.

Die Unsterblichkeit muss wahrhaftig ein höchst angenehmes Gefühl sein; besonders solange man noch lebt.

Die Juden werden nur wegen ihrer Tugenden gehasst, nicht wegen ihrer Fehler.

Wir sind sozusagen nach Hause gegangen. Der Zionismus ist die Heimkehr zum Judentum noch vor der Rückkehr ins Judenland.

Ziehen wir in eine Gegend, wo es für die Juden ungewöhnliche wilde Tiere gibt — große Schlangen usw. — so benütze ich die Eingeborenen, bevor ich sie in den Durchzugsländern beschäftige, dazu, diese Tiere auszurotten. Hohe Prämien für Schlangenhäute usw. und für die Brut.

Man gratuliert zu einem Erfolg! Wie überflüssig. Der Erfolg ist ja schon die Freude, die nicht mehr übertroffen werden kann.

Ein Volk kann sich nur selbst helfen; kann es das nicht, so ist ihm eben nicht zu helfen.

Eine Mutter - auch wenn sie schon ganz schwach und hilflos ist - hat noch immer die Kraft, ihres Kindes Glück zu schaffen.

Der Weg in die Zukunft muss durch das Elend führen.

Es wird immer zu den großen Merkwürdigkeiten gehören, daß die Herren gleichzeitig um Zion beten und gegen Zion auftreten.

Wer begehrt, ist jung.

Das ist wohl der ergreifendste Zug in unserer Volkstragik, daß das hochkonservative Volk der Juden immer den revolutionären Bewegungen zugejagt wird.

Wir vergessen das Leben nicht minder als den Tod. So fremd werden uns die Stufen einer Entwickelung, die wir am eigenen Leibe und Geiste durchgemacht haben.

Wir haben einen Grundsatz bei unseren Weisen gefunden: Die Ehren gebe man dem, der sie nicht sucht!

Große Tröster wird die Menschheit immer brauchen! Solange sie leben, nennt man sie Narren, Tagediebe, und wenn sie aufgehört haben, in beleidigender Größe unter uns herumzuwandeln, nennt man sie Genies.

Komiker verstehen keinen Spaß.

Zu den hohen Einwendungen gehört es, dass in der Welt die Notlage der Juden nicht die einzige ist. — Ich meine aber, dass wir immerhin anfangen sollen, ein wenig Elend hinwegzuräumen; wäre es auch vorläufig nur unser eigenes.

Ein Künstler ist immer ein Egoist. Sich will er hervortun, sich will er hervordichten, sich hervormalen, sich hervorsingen.

Der ganze Plan ist in seiner Grundform unendlich einfach (...): Man gebe uns die Souveränität eines für unsere gerechten Volksbedürfnisse genügenden Stückes der Erdoberfläche, alles andere werden wir selbst besorgen.

Wir sind eine Nation. Wer befindet sich im Widerspruch mit der Geschichte?

Sie vergessen, daß wir in künftigen Zuständen leben, denn das Heute ist die Zukunft von Gestern.

Der Zionismus fegt als reinigender Sturm durch das ganze Judentum. Die dürren Äste werden geknickt, in den Wipfeln muss Raum sein für die ewig jungen Triebe, die hinauf wollen in das Sonnenlicht.

Mein Gott, wer lügt im Süden nicht? Dort klingen Lügen nur wie Märchen.

Denn um das Leben zu ertragen, brauchen die Intelligenten einen Gedanken und die Einfältigen ein Gefühl.

Ein Volk kann warten. Es lebt länger als Menschen und Regierungen.

Die Kindheit unserer Kinder ist wie Musik, die verschwebt und vorbei ist, ehe wir uns darauf besonnen haben, dass es etwas unendliches Süßes war.



— Theodor Herzl (1860 - 1904) war ein österreichisch-ungarischer Journalist, Dramatiker und politischer Aktivist.


— Herzl (Herzl Tivadar bzw. Benjamin) veröffentlichte 1896 das Buch „Der Judenstaat“, das er unter dem Eindruck der Dreyfus-Affäre geschrieben hatte.

Er gründete die „Zionistische Weltorganisation“ (1897) und förderte die jüdische Einwanderung nach Palästina, um einen jüdischen Staat zu gründen. Obwohl er vor seiner Gründung starb, ist er als der Vater des Staates Israel bekannt.

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