Zitate von Ronald D. Laing

— Die besten Zitate (13), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Ronald Laing" (GB; Arzt)

— Bekanntes Zitat:

Glück ist die irrige Vorstellung eines widerspruchsfreien Zustand in uns selbst.

Ronald D. Laing (* 7. Oktober 1927 in Glasgow, Schottland; † 23. August 1989 in St. Tropez, Frankreich) war ein britischer Psychiater.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Ronald D. Laing Zitate (Berufsgruppe: Arzt / Land: GB) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Wenn ein Tier zum bearbeiteten Produktionsstück entwürdigt wird, zu einer Art biochemischem Komplex, so dass sein Fleisch und seine Organe einfach Material sind, das (wenn man darauf kaut) eine bestimmte Textur (weich, zart, zäh), einen Geschmack, vielleicht einen Geruch hat - dann bedeutet eine positivistische Beschreibung des Tieres in solchen Begriffen eine Selbstentwürdigung durch Entwürdigung des Seienden selbst.

Nachdem wir gleichzeitig unser Selbst verloren und die Illusion entwickelt haben, wir seien autonome Egos, erwartet man von uns, dass wir uns in innerem Konsensus äußeren Zwängen fügen bis zu einem fast unglaublichen Ausmaß.

Wenn eine Nation in Konfusion und Unordnung ist, entdeckt man Patrioten.

Jede Technik, die sich mit dem anderen ohne sein Selbst befasst, mit Verhalten unter Ausschluss der Erfahrung, mit Beziehung unter Vernachlässigung der in Beziehung stehenden Personen, mit Individuen unter Ausschluss ihrer Beziehungen und vor allem mit Objekten statt mit zu akzeptierenden Personen - jede Technik dieser Art verewigt einfach die Krankheit, die sie zu kurieren vorgibt.

Was wir «normal» nennen, ist ein Produkt von Verdrängung, Verleugnung, Isolierung, Projektion, Introjektion und anderen Formen destruktiver Aktion gegen die Erfahrung.

Psychotherapie besteht im Abtragen all dessen, was zwischen uns steht - der Stützen, Masken, Rollen, Lügen, Widerstände, Ängste, Projektionen [...].

Wenn man die Evolution der Menschheit an der Kenntnis der äußeren Welt misst, dann sind wir in vieler Hinsicht fortschrittlich.
Nehmen wir die innere Welt als Maßstab und die Einheit von Innerem und Äußerem, dann muss das Urteil ganz anders ausfallen.

Verrücktheit muss nicht unbedingt Zusammenbruch sein. Sie kann auch Durchbruch sein. Sie ist potentiell so sehr Befreiung und Erneuerung wie Versklavung und existentieller Tod.

Nichts ist subjektiver als eine Objektivität, die gegen die eigene Subjektivität blind ist.

Wahre Gesundheit bewirkt in der einen oder anderen Weise die Auflösung des normalen Ego, jenes falschen Selbst, das unserer entfremdeten sozialen Realität völlig angepasst ist - und das Auftauchen des «inneren» archetypischen Vermittlers, durch diesen Tod eine Wiedergeburt und die eventuelle Re-Etablierung einer neuen Art von Ego-Funktion. Das Ego ist nun Diener des Transzendenten und nicht mehr sein Verräter.

Selbst-Bewusstheit impliziert zwei Dinge: sich seiner selbst bewusst sein und sich seiner selbst als Beobachtungsobjekt eines anderen bewusst sein.

Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit und die Sterblichkeitsrate ist einhundert Prozent.



— Ronald David Laing (1927 - 1989) war ein britischer Psychiater.


— Laing veröffentlichte ausführliche Schriften über psychische Erkrankungen; insbesondere über die Erfahrung der Psychose. Seine Ansichten über die Ursachen und die Behandlung psychopathologischer Phänomene standen im Widerspruch zu den chemischen und Elektroschockmethoden, die von der psychiatrischen Orthodoxie seinerzeit angewendet wurden.

Er betrachtete die ausgedrückten Gefühle des einzelnen Patienten oder Klienten nicht nur als Symptome einer psychischen Erkrankung, sondern als valide Beschreibung der gelebten Erfahrung und betrachtete Schizophrenie als Theorie und nicht als Tatsache.
Obwohl in der Öffentlichkeit mit der Antipsychiatrie assoziiert, lehnte er selbst diese Bezeichnung ab. Politisch galt er als Denker der Neuen Linken.

Wie Ludwig Binswanger, der Begründer der „Daseinsanalyse“, vor ihm, ließ sich Laing in der kritischen Auseinandersetzung mit der psychiatrischen Theorie und Praxis von den Einsichten der neueren deutschen (Edmund Husserl, Martin Heidegger) und französischen Philosophie (Jean-Paul Sartre) inspirieren.

Der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers hatte 1913 in seinem Werk „Allgemeine Psychopathologie“ (1913) erklärt, dass viele der Symptome einer psychischen Erkrankung (und insbesondere von Wahnvorstellungen) „unverständlich“ seien und daher wenig Beachtung verdienen (außer als Zeichen einer anderen zugrundeliegenden Primärstörung).

Laing leugnete nie die Existenz von psychischen Erkrankungen, sondern betrachtete sie in einem radikal anderen Licht als seine Zeitgenossen. Er betrachtete psychische Erkrankung als eine transformative Episode, bei der der Prozess der psychischen Belastung einer schamanischen Reise gleicht.

Er rezipierte die modernen tiefenpsychologischen Schulen (S. Freud, C. G. Jung) ebenso wie die zeitgenössische Theorie, die seelische Erkrankungen auf dysfunktionale Kommunikationsverhältnisse (Doppelbindungstheorie) zurückzuführen versuchte. Sein bekanntestes Werk ist „Das geteilte Selbst. Eine existentielle Studie über geistige Gesundheit und Wahnsinn“ (1987 orig. The Divided Self. An existential study on sanity and madness. 1960).

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Arzt") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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