Zitate von Robert Musil

— Die besten Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "R. Musil" (AT; Schriftsteller) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 

Wenn du aufmerkst, kannst du sogar zwischen zwei Gedanken den Augenblick spüren, wo alles schwarz ist. Dieser Augenblick ist, - einmal erfasst, für uns geradezu der Tod.


Gute Zitate, schöne Sprüche, beliebte Weisheiten und tiefgründige Aphorismen von "Robert Musil" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: AT)

Alles ist moralisch, nur die Moral nicht.


Denn die Sprache der Liebe ist eine Geheimsprache, und in ihrer höchsten Vollendung so schweigsam wie eine Umarmung.


Nehmt Trauer, Größe, Heiterkeit oder was ihr wollt: es ist nur die hohle irdische Bezeichnung für Vorgänge, die weit mächtiger sind als der lächerliche Faden, den unser Verstand von ihnen erfaßt, um sie daran herunterzuziehen. In Wahrheit sind alle unsere Empfindungen unausdrückbar.


Das Leben bildet eine Oberfläche, die so tut, als ob sie so sein müßte, wie sie ist, aber unter ihrer Haut treiben und drängen die Dinge.


Deshalb hasste er auch niemanden so inbrünstig wie die Psychiater, die glaubten, sein ganzes schwieriges Wesen mit ein paar Fremdworten abtun zu können, als wäre es für sie eine alltägliche Sache.


Der moderne Mensch ist feig, aber er läßt sich gern zum Heroismus zwingen.


Es gibt keine Erlebnisse, die von Anfang an ein bestimmtes Gefühl sind, ja nicht einmal Gefühl schlechthin: sondern es gibt bloß Erlebnisse, die dazu berufen sind, zum Gefühl und zu einem bestimmten Gefühl zu werden.


Das angeblich voll ausgelebte Leben ist in Wahrheit «ungereimt», es fehlt ihm am Ende, und wahrhaftig am wirklichen Ende, beim Tod, immer etwas.


Als gut gilt heute, was uns die Illusion gibt, daß es uns zu etwas bringen werde.


Ein bißchen Furcht vor etwas Bestimmten ist gut. Sie dämpft die viel größere Furcht vor etwas Unbestimmten.


Es fällt dem Philosophen nicht leicht, auf die Erkenntnis zu verzichten, aber es ist wahrscheinlich die große werdende Erkenntnis des zwanzigsten Jahrhunderts, daß man es tun muß.


Die Kultur: Gras, das immer wieder niedergetreten wird und sich wieder aufrichtet.


Bekanntlich wollen unsere Dichter nicht mehr denken, seit sie von der Philosophie gehört zu haben glauben, dass man Gedanken nicht denken darf, sondern sie leben muss.


Der Garten ist eine Kunstnatur.




— Robert Musil (1880 – 1942) war ein österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker.



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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.