Zitate von Robert Musil

— Die besten Zitate (173), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Robert Musil" (AT; Schriftsteller)

Wenn man nichts zu tun hat und nicht weiß, was man mit sich anfangen soll, ist man tatkräftig. Dann brüllt man herum, säuft, schlägt sich und schikaniert Roß und Mann.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Robert Musil Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: AT) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Man hat Wirklichkeit gewonnen und Traum verloren.

Die Welt des Schreibens und Schreibenmüssens ist voll von großen Worten und Begriffen, die ihre Gegenstände verloren haben.

Es gibt Sünden- und Tugendböcke; außerdem gibt es Schafe, die ihrer bedürfen!

Humor ist so schön, er schwebt frei von aller Begehrlichkeit über den Erscheinungen.

Dichten ist keine Tätigkeit, sondern ein Zustand.

Was wir Ungerechtigkeit nennen ist nur der Weg zur ewigen Gerechtigkeit.

Die Lehre der Ergriffenen zerfällt in der Vernunft der Unergriffenen zu Staub.

Nur ein reiner, ungebrochener Liebesgedanke kann uns die Erlösung bringen.

Je abstrakter die Kunst wird, desto mehr wird sie Kunst.

Die Liebe verträgt Wahrheit, aber die Wahrheit verträgt keine Liebe. Die löst die Wahrheit auf.

Darin stört uns die Kunst. Von ihr geht nichts aus, was ohne Enthusiasmus bestehen bleiben könnte.

Jedes andere Gefühl als das grenzenlose ist wertlos.

Der Mensch weiß gewöhnlich nicht, dass er glauben muss, mehr zu sein, um das sein zu können, was er ist.

Nie ist das, was man tut, entscheidend, sondern immer erst das, was man danach tut!

Immer aber ist es so, dass das, was wir in einem Augenblick ungeteilt und ohne Fragen erleben, unverständlich und verwirrt wird, wenn wir es mit den Ketten der Gedanken zu unserem bleibenden Besitze fesseln wollen.

Das Sterben ist nur eine Folge unserer Art zu leben.

Wir wissen nicht, was wir fühlen, ehe nicht unser Handeln darüber entschieden hat.

Es gibt Wahrheiten, aber keine Wahrheit.

Man möchte sich gern über den Fortschritt freuen, wenn er bloß ein Ende hätte. Man möchte gern einen Augenblick anhalten und vom hohen Roß zur Vergangenheit sprechen: Sieh, wo ich bin!

Wahrscheinlich verändert sich in den Jahren der Geschlechtsreifung unsere Eigenliebe. Denn da wird eine Wiese von Zärtlichkeit, in der man bis dahin gespielt hat, abgemäht, um Futter für einen bestimmten Trieb zu gewinnen.

Ist Liebe ein Gefühl? Ich glaube nein. Liebe ist eine Ekstase.

Man darf nicht hungrig und verträumt sein, wenn man tüchtig sein will, sondern muss Beefsteak essen und sich rühren.

Da Gesetze wohl das Unpersönlichste sind, was es auf der Welt gibt, wird die Persönlichkeit bald nicht mehr sein, als ein imaginärer Treffpunkt der Unpersönlichen.

Jedes große Buch atmet diesen Geist aus, der die Schicksale einzelner Personen liebt, weil sie sich mit den Formen nicht vertragen, die ihnen die Gesamtheit aufdrängen will.

Dieses Fortschrittsgefühl ist nicht angenehm. Es erinnert aufs äußerste an einen Traum, wo man auf einem Pferd sitzt und nicht herunter kann, weil es keinen Augenblick stillsteht.

Und eines Tages ist das stürmische Bedürfnis da: Aussteigen! Abspringen! Ein Heimweh nach Aufgehaltenwerden, Nichtsichentwickeln, Steckenbleiben, Zurückkehren zu einem Punkt, der vor der falschen Abzweigung liegt.

Es ist vieles der Wirklichkeit fähig und weltfähig, was in einer bestimmten Wirklichkeit und Welt nicht vorkommt.

Der Mensch muss entweder wie ein Kind vor Wut und Unglück und Begeisterung und Liebe heulen und entschlägt sich so seines Gefühls in einem kurzen, nichtigen Wirbel; oder er kann geheimnisvoll an sich halten, ohne dem Zug zur Wirklichkeit, dem Trieb, dem mit jedem Gefühl verwachsenen Begehren ein Zugeständnis zu machen, und dann wächst sein Gefühl über ihm mit den Wipfeln der Bäume, mit den Turmspitzen, mit dem Scheitel des Himmels zusammen. Was aber dazwischen liegt, dieser maßvolle sogenannte Reichtum des Gefühls, lohnt nicht des Aufhebens, das davon gemacht wird!

Daß mittels der wählenden Demokraten der Wille eines Volkes ermittelt werden könne, ist natürlich eine Täuschung. Aber sieht man den Versuch vor sich, die Fragen divergierender Interessen nicht mit Messer und Pistole, sondern mittels einer Abstimmung zu entscheiden, so ist das natürlich doch ein humaneres und gesitteteres Verfahren.

Das wirkliche Leben macht einfach.

Glück strengt genauso an wie Unglück.

Man ist nie so sehr bei sich, als wenn man sich verliert

Die wahre Liebe ist unabhängig von Verdienst und Lohn.

Zusammenhänge nehmen dem Erlebnis die persönliche Giftigkeit oder Süße!

Zur Psychologie des Schafes: der sichtbar gestaltete Ausdruck hoher Zustände ist dem der Blödheit nicht unähnlich.

Die wenigsten Menschen wissen, dass das wirklich Große immer unbegründet ist; ich meine: alles Starke ist einfach!

Ein Genie ist einer, der dort, wo viele vergeblich eine Lösung suchen, diese findet, indem er etwas tut, worauf vor ihm keiner verfallen ist.

Die Krankheit selbst kann ein Stimulans des Lebens sein, nur muss man gesund genug für dieses Stimulans sein.

Die Intellektualität ist, wie wir wisssen, nur der Ausdruck oder das Werkzeug eines ausgetrockneten Lebens.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.



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