Zitate von Richard von Weizsäcker

— Die besten Zitate (74), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Richard von Weizsäcker" (DE; Politiker)

— Bekanntes Zitat:

Es wäre keine menschlich überzeugende Gesellschaft, der alles wertlos gilt, was nicht bezahlt wird.

Richard von Weizsäcker (* 15. April 1920 in Stuttgart; † 31. Januar 2015 in Berlin) war ein deutscher Politiker (CDU).

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Richard von Weizsäcker Zitate (Berufsgruppe: Politiker / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Das beste Mittel gegen Verdrossenheit ist es, sich selbst zu aktivieren.

Das Ziel des Dialogs ist nicht Unterwerfung und Sieg, auch nicht Selbstbehauptung um jeden Preis, sondern gemeinsame Arbeit in der Methode und in der Sache.

Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.

Unsere Kultur ist gewachsen wie ein kräftiger und vielgestalteter Mischwald. Er leistet seinen Beitrag zur lebensnotwendigen Frischluft.

Erinnern heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, dass es zu einem Teil des eigenen Innern wird. Das stellt große Anforderungen an unsere Wahrhaftigkeit.

Die Freiheit ist kein Geschenk, von dem man billig leben kann, sondern Chance und Verantwortung.

Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.

Gesetze zu verschärfen ist sicher manchmal notwendig, notwendiger ist es, unser Gewissen zu schärfen.

Die Technik von heute ist das Brot von morgen - die Wissenschaft von heute ist die Technik von morgen.

Es ist fatal, wenn beim Bürger der Eindruck entsteht, auf ihn käme es gar nicht an, denn ‚die da oben‘ machten ja doch, was sie wollten. In Wirklichkeit wissen doch wir Politiker oft selbst noch keine Lösung und sind dringend auf Mitberatung an­gewiesen. (Quelle: Antrittsrede als Bundespräsident; 1. Juli 1984)

Eine zweite Arche Noah wird es nicht geben, die uns in eine bessere Zukunft hinüberrettet.

Der Freund des Gespräches aber ist der Freund des Friedens, der nur auf dem Gespräch der Menschen miteinander ruhen kann.

Wir haben eine gute Verfassung. Aber sind wir auch in einer guten Verfassung?

Jede Zeit nimmt erst mal ihre eigenen Herausforderungen ernst. Das soll sie ja tun. Ich finde nur, dass der Blick auf die Geschichte diesen Herausforderungen gegenüber eine wirkliche Erleichterung ist.

Je komplizierter das Gesagte wirkt, desto weniger hat man es durchdacht.

In Berlin habe ich eine Formulierung gehört, die jeder verstehen kann: Die deutsche Frage ist so lange offen, als das Brandenburger Tor zu ist.

Lassen Sie uns alles daransetzen, dass wir der nächsten Generation, den Kindern von heute, eine Welt hinterlassen, die ihnen nicht nur den nötigen Lebensraum bietet, sondern auch die Umwelt, die das Leben erlaubt und lebenswert macht.

Nur eine solidarische Welt kann eine gerechte und friedvolle Welt sein.

Schuld oder Unschuld eines ganzen Volkes gibt es nicht. Schuld ist, wie Unschuld, nicht kollektiv, sondern persönlich.

Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird.

Wettbewerb und Gewinn sind nicht das Maß der Dinge. Wert ist etwas anderes als Preis.

Wir brauchen und wir haben die Kraft, der Wahrheit, so gut wir es können, ins Auge zu sehen, ohne Beschönigung und ohne Einseitigkeit.

Am Ideal gemessen versagt die Wirklichkeit. Aber was wäre das für eine traurige Wirklichkeit, wenn sie aufhören würde, sich nach dem Ideal zu orientieren und nach der Wahrheit zu fragen?

Unzureichende Informationen und Vorurteile erzeugen wechselseitig unbegründete Angst, die nicht weniger gefährlich sein kann als Rüstung.

Die besten Mittel, um mit einer schweren Vergangenheit fertig zu werden, sind nicht Abrechnung und Strafe, sondern offene und befreiende Aussprachen über persönliche Schicksale in bitteren Zeiten.

Patriotismus ist Liebe zu den Seinen; Nationalismus ist Hass auf die anderen.

Zur Kultur gehört auch eine Zuwendung der Starken zu Schwachen, also nicht nur durch eine vertikale soziale Verpflichtung des Staates, sondern auch die Hilfe einer horizontalen Solidarität der Bürger untereinander.

Mütter trauern in allen Ländern auf dieselbe Weise um ihre Kinder.

Die Form der Einheit ist gefunden. Nun gilt es, sie mit Inhalt und Leben zu erfüllen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Teilung Deutschlands der zentrale Ausdruck der Teilung Europas. Niemand bei uns wird vergessen, dass es ohne den von Deutschland unter Hitler begonnenen Krieg nie zur Teilung gekommen wäre.

Die Zeit bringt unaufhaltsam neue Entwicklungen hervor, neue Gefahren und Chancen.

Behindertengerecht ist menschengerecht.

Rechtsbewusstsein und Verständlichkeit haben viel damit zu tun, wie sich das Recht präsentiert. Alle Bürger werden mit Texten konfrontiert, die von Juristen verfasst sind. Wenn man sie lesen muss, sollte man wenigsten die Chance haben, sie zu verstehen.

Menschlichkeit ist nicht teilbar.

Frieden unter den Völkern kann nur gedeihen, wenn wir auch im eigenen Volk friedlich miteinander umgehen lernen.

Als Bürger dürfen wir uns nicht allein auf den Staat verlassen. Gesetze und Finanzen sind wichtig, aber entscheidend ist die persönliche Zuwendung.

Wir sind nicht Herren der Natur, sondern nur ihr Teil.

Christen feiern zu Weihnachten die Geburt des Erlösers. Die Menschen suchen Erlösung aus ihrer Einsamkeit. Wir wollen uns gegenseitig dabei helfen; dann werden wir den Sinn des Weihnachtsfestes besser verstehen.



— Richard Karl Freiherr von Weizsäcker (1920 - 2015) war ein deutscher Politiker (CDU).


— Weizsäcker diente von 1984 bis 1994 als Präsident der Bundesrepublik Deutschland.
Er war Mitglied der CDU seit 1954 und wurde 1969 erstmals zum Abgeordneten gewählt. Während seiner Präsidentschaft ereignete sich die deutsche Wiedervereinigung durch den Zusammenschluss der DDR und der BRD.

Er gilt als der beliebteste Bundespräsident, der besonders wegen seiner Unparteilichkeit geschätzt wurde. Sein Verhalten brachte ihn oft in Konflikt mit seinen Parteifreunden, u.a. mit dem langjährigen Bundeskanzler Helmut Kohl. Er war berühmt für seine Reden und galt als Wächter des moralischen Gewissens seiner Nation.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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