Zitate von Ramana Maharshi

— Die besten Zitate (59), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Ramana Maharshi" (IN; Theologe)

— Bekanntes Zitat:

Der Maßstab, mit dem der Fortschritt gemessen werden kann, ist das Ausmaß, in dem unerwünschte Gedanken fernbleiben und die Konzentration auf einen einzigen Gedanken gelingt.

Ramana Maharshi (* 30. Dezember 1879 in Tiruchuli im südindischen Tamil Nadu; † 14. April 1950 in Tiruvannamalai, Indien) war ein indischer Guru.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Ramana Maharshi Zitate (Berufsgruppe: Theologe / Land: IN) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Die beste Methode, der Welt zu dienen, ist, den egolosen Zustand zu gewinnen.

Das Ego muss dasselbe sein im Wachzustand, Traum und Tiefschlaf. Entdecke die Wirklichkeit hinter diesen Zuständen; sie ist das, was ihnen zugrunde liegt. In jenem Zustand gibt es nur Sein, weder „ich“ noch „du“ noch „er“, weder Gegenwart noch Vergangenheit noch Zukunft.

Finde den Ursprung des Ichs. Dann werden alle Schwierigkeiten verschwinden und das reine Selbst alleine wird bleiben.

Was wir Selbstverwirklichung nennen, ist nicht das Erlangen von etwas Neuem oder das Erreichen eines fernen Ziels; es heißt einfach, das zu sein, was man immer ist und schon immer war.

Einsamkeit ist ein Geisteszustand. Wer seinen Wünschen verhaftet ist, findet keine Einsamkeit, gleich wo er sich befindet, während der Verhaftungslose stets Einsamkeit genießt.

Das Ego ist der «Ich»-Gedanke. Das wahre «Ich» ist das Selbst.

Wenn Sie das Ego suchen, finden Sie, dass es nicht existiert. Dies ist die Weise, es zu zerstören.

Glück gehört zu deiner Natur. Es ist nicht falsch, es sich zu wünschen. Was falsch ist, ist es draußen zu suchen, wenn es drinnen ist.

Solange man glaubt, der Handelnde zu sein, gibt es Wünsche und Individualität. Wenn das verschwindet, leuchtet das Selbst auf. Die Vorstellung, der Handelnde zu sein, ist die Bindung, nicht die Handlung selbst.

Was wir Glück nennen, ist nur das Wesen des Selbst.

Je mehr man eine Pflanze zurückschneidet, umso üppiger sprießt sie. Je mehr Sie Ihr Karma korrigieren, umso mehr sammelt sich an. Finden Sie die Wurzel des Karmas, und vernichten Sie diese.

Sind Sie im Herzen, dann wissen Sie, dass das Herz weder der Mittelpunkt noch der Umfang ist. Es gibt nichts getrennt von ihm.

Verehre das Göttliche, verehre es gestalthaft oder gestaltlos, bis du begreifst, dass du selber es bist!

Es gibt einen Zustand jenseits von Anstrengungen und Anstrengungslosigkeit. Solange er nicht erreicht ist, sind Anstrengungen notwendig.

Der beste aller Wege, das Selbst zu erkennen, ist das Fragen: „Wer bin ich?“ Anhaltendes Fragen nach dem Wesen des Gemüts verwandelt dieses in das, worauf sich das „ich“ bezieht, und das ist letztlich das Selbst... Das Gemüt ist nichts anderes als ein Bündel von Regungen; so kann es nur zur Ruhe kommen durch das Fragen: „Wer bin ich?“

Durch die unaufhörliche innere Nachforschung, die fragt «Wer bin ich?», wirst du dich selbst erkennen und dadurch Befreiung erlangen.

Zuerst sieht man das Selbst als die Dinge,
Dann sieht man das Selbst als Leere,
Dann wiederum sieht man das Selbst als das Selbst;
Nur im letzten Fall gibt es kein Sehen,
Denn Sehen ist Werden.

Maya oder die Gewalt des Scheins bewirkt, dass uns das nicht vorhanden und unwirklich erscheint, was allgegenwärtig und alldurchdringend ist: ganz vollkommen und Licht in sich selbst und in Wahrheit das Selbst, Kern unseres Wesens.

Das Selbst ist die eigenschaftslose reine Wirklichkeit, in deren Licht Körper und Ego aufleuchten. Wenn alle Gedanken zur Ruhe gekommen sind, bleibt das reine Bewusstsein zurück.

Erkennen Sie sich selbst, bevor Sie sich über das Wesen Gottes und der Welt Gedanken machen.

Nur spirituelle Anfänger brauchen eine besondere Zeit für die Meditation. Wer weiter fortgeschritten ist, beginnt die tiefere Seligkeit zu genießen, ob er arbeitet oder nicht. Während seine Hände in der Gesellschaft wirken, behält er seinen klaren Kopf in der Einsamkeit.

Das Phantom ist das Ego oder der Verstand oder die Individualität. Alle heiligen Lehrbücher gründen auf der Entstehung dieses Phantoms, dessen Ausmerzung ihr Ziel ist.

Von «Verwirklichung» sprechen heißt, an zwei Selbste zu denken – das eine, das verwirklicht, und das andere, das verwirklicht wird.

Das Ich-Gefühl gehört zur Person, zu Körper und Verstand. Wenn ein Mensch sein wahres Selbst zum ersten Mal erkennt, erhebt sich auch etwas anderes in der Tiefe seines Wesens und ergreift von ihm Besitz. Dieses andere ist hinter dem Verstand, es ist unendlich, göttlich, ewig. Einige Leute nennen es das Königreich des Himmels, andere nennen es die Seele, wieder andere Nirwana, und die Hindus nennen es Befreiung. Man mag es nennen, wie man will. Wenn das geschieht, hat der Mensch sich selbst nicht verloren, er hat sich vielmehr selbst gefunden. (Quelle: Sei, was du bist!)

Frieden schaffen heißt frei sein von Gedanken und als das reine Bewusstsein verweilen.

Alle Kontroversen über die Schöpfung, das Wesen des Universums, die Evolution, den Zweck Gottes usw. sind nutzlos. Sie machen uns nicht wahrhaft glücklich. Die Menschen versuchen, Dinge herauszufinden, die außerhalb von ihnen sind, bevor sie versucht haben, herauszufinden, «Wer bin ich?» Doch nur dadurch ist wahres Glück zu erlangen. (Quelle: Sei, was du bist!)

Wer den Pfad der Erkenntnis geht, streift das ich von sich und nimmt seinen Stand im letzten Gewahrsein des Selbst.

Gott zu erkennen, bedeutet, Gott zu lieben, deshalb enden die Pfade Jnana, Erkenntnis und Bhakti, Gottesliebe, am selben Ziel.

Wirkliche Wiedergeburt ist das Sterben des Ego in das absolute Bewusstsein. Darin liegt die Bedeutung der Kreuzigung Jesu. Solange die Identifizierung mit dem Körper dauert, wird immer ein Körper vorhanden sein, entweder dieser oder ein anderer, bis die Körpervorstellung sich in ihrer Quelle, dem Selbst, dem absoluten Bewusstsein, auflöst. (Quelle: Sei, was du bist!)"

Was ist wahre Kraft? Besteht sie in der Vermehrung von Wohlstand oder von Frieden? Was Frieden bringt, ist die vollkommenste Kraft.

Der Körper stirbt, aber der Geist, der ihn übersteigt, kann vom Tod nicht berührt werden. Das bedeutet, ich bin unsterblicher Geist.

Was ist Meditation? Das Vertreiben der Gedanken. Halte dich an einem fest, damit die anderen vertrieben werden.

Was auf das Selbst zurückweist ist das Atman. Der Geist existiert immer nur in Abhängigkeit von etwas grobem; er kann nicht allein existieren. Es ist der Geist, der der feine Körper oder die Seele (jiva) genannt wird.

Es gibt für das Selbst keine Zeit. Zeit entsteht als Idee, nachdem das Ego entstanden ist.

Entsagung geschieht im Geist und nicht dadurch, dass man in den Wald oder die Einsamkeit geht und die Pflichten aufgibt. Das Wichtigste ist, darauf zu achten, dass sich der Geist nach innen wendet und nicht nach außen.

Die größte Einwirkung ist das Schweigen. Der Guru schweigt – und in allen ist Friede. Dieses Schweigen ist ausgedehnter und wirkungsvoller als alle heiligen Schriften zusammen.

Das Selbst ist reines Bewusstsein. Niemand kann sich vom Selbst entfernen. Die Frage ist nur in der Dualität möglich. Aber im reinen Bewusstsein gibt es keine Dualität.

Ein Guru ist jemand, der zu allen Zeiten in den Tiefen des Selbst weilt. Er sieht niemals einen Unterschied zwischen sich und anderen und ist frei von der Vorstellung, er sei der Erleuchtete und Befreite, während die anderen um ihn herum in Bindung und in der Dunkelheit der Unwissenheit lebten.

Gott und der Guru sind Hilfen, mächtig Hilfen auf diesem Pfade. Aber damit eine Hilfe wirksam wird, dazu gehört auch deine Anstrengung.

Es gibt keine Dualität. Ihre gegenwärtige Erkenntnis beruht auf dem Ego und ist nur relativ. Solche Erkenntnis bedarf eines Subjekts und eines Objekts, während das Gewahrsein des Selbst absolut ist und keines Objektes bedarf.

Nicht-Dualismus und Dualismus können nicht allein aufgrund von theoretischen Überlegungen bestimmt werden. Wenn das Selbst verwirklicht ist, taucht diese Frage nicht mehr auf.

Alle Zweifel verschwinden, wenn der Zweifelnde und seine Quelle gefunden sind. Es nützt nichts, einen Zweifel nach dem anderen zu beseitigen. Haben wir einen besiegt, taucht schon der nächste auf, und die Zweifel nehmen kein Ende. Wenn man aber die Quelle des Zweifelnden sucht, findet man, dass er gar nicht existiert, und dann sind alle Zweifel verschwunden.

Weder Erkenntnis noch Unwissenheit ist real; was jenseits von beiden liegt, genauso wie jenseits aller Gegensatzpaare, das ist die Wirklichkeit.

Wie du selbst imstande bist, die Welt zu schauen, so wirst du auch imstande sein, dein eigenes Selbst zu schauen, wenn du mit heiligen Ernste darum ringst, – das Selbst allein ist dein Führer auf dieser Fahrt nach der Wahrheit.

Die Ursache Ihres Leids liegt nicht im Leben draußen, sondern in Ihnen als Ihr Ego. Sie legen sich selbst Begrenzungen auf und machen dann vergebliche Anstrengungen, sie zu überwinden.

Das Herz ist da, immer offen für dich, wenn dir daran liegt, in es hineinzugehen.

Erkennst du die Wesenheit des Einzigen in deinem Herzen, fallen alle anderen Vorstellungen dahin. Nur wer diese Wirklichkeit erfahren hat, weiß, was wirklich ist. Ihn macht nichts irre.

Die Menschen wollen die nackte und einfache Wahrheit nicht begreifen, die Wahrheit ihres alltäglichen, stets gegenwärtigen und ewigen Gewahrseins. Das ist die Wahrheit des Selbst.

Das Ergebnis all dessen ist, dass die Erscheinungen der Welt real sind, wenn sie als das Selbst erfahren werden und illusionär, wenn sie als getrennt vom Selbst wahrgenommen werden.

Wer im Selbst lebt, in der Schönheit bar allen Denkens, der hat nichts, woran er denken müsste. Woran man sich halten sollte, ist allein die Erfahrung des Schweigens, denn in diesem höchsten Zustand gibt es nichts, was man erreichen könnte, außer sich selbst.

Stillsein bedeutet nicht Verneinung des Tätig seins oder trägen Stillstand. Stille ist nicht bloße Verneinung von Gedanken und Regungen, sondern etwas Positiveres, als du dir vorstellen kannst. In dieser schweigenden Stille wurzelt Gott, wurzeln die Erlösten.

Entsagung bedeutet, dass man das Selbst nicht mit dem Nicht-Selbst identifiziert. Wenn die Unwissenheit verschwindet, hört das Nicht-Selbst zu existieren auf.

Die falsche Vorstellung «Ich bin der Körper» ist die Ursache von allem Unglück. Diese falsche Vorstellung muss verschwinden. Das ist Verwirklichung. Verwirklichung ist kein Erwerb von etwas Neuem und keine neue Fähigkeit. Sie ist lediglich die Entfernung aller Tarnungen.

Es gibt kein Ziel zu erreichen, nichts, was erlangt werden muss. Sie sind das Selbst. Sie existieren immer. Über das Selbst kann nicht mehr ausgesagt werden als: es existiert. Gott oder das Selbst zu sehen ist nur, Sie selbst zu sein.

Das Ego in Gestalt der Ich-Vorstellung ist die Wurzel des Baumes aller Wahnvorstellungen: wird sie vernichtet, ist aller Wahn gefällt.

Wenn das Selbst erkannt wird, wird Gott erkannt. Tatsächlich ist Gott nichts anderes als das Selbst.

Was nicht geschehen soll, wird niemals geschehen, wie sehr man sich auch darum bemüht. Und was geschehen soll, wird bestimmt geschehen, wie sehr man sich auch anstrengt, es zu verhindern. Das ist gewiss. Weise zu sein bedeutet daher, still zu bleiben.



— Ramana Maharshi (1879 - 1950) war ein indisch-hinduistischer Guru und Vertreter des Advaita-Vedanta.


— Maharshi (Geburtsname Venkataraman, Maharshi bedeutet „Großer Weiser“) war ein Vertreter des Advaita-Vedanta des 20. Jahrhunderts. Er empfahl Ratsuchenden die Methode Atma Vichara, also die Ergründung des Selbst auf Grundlage der Frage: „Wer bin ich?“.

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