Zitate von Paul Heyse

— Die besten Zitate (65), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Paul Heyse" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Doch pflegt ein ganzer Mann nichts halb zu tun.

Paul Heyse (* 15. März 1830 in Berlin; † 2. April 1914 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer.

Gute Zitate, schöne Sprüche und tiefgründige Weisheiten von "Paul Heyse" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ.

Wer heute klüger ist als gestern
und es mit offener Stirn bekennt,
den werden die Biedermänner lästern
und sagen, er sei inkonsequent.

Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist.

Die Bildung, die wir den Kindern erteilen, bezweckt, bei Licht besehen, nur eben die übliche Masse von Vorurteilen ihnen ins Leben mitzugeben.

Man liebt zu bemänteln allerorten
schwache Gedanken mit starken Worten.

Bist du schon gut, weil du gläubig bist?
Der Teufel ist sicher kein Atheist.

Wer beglücken soll, muss selbst des Glückes fähig sein.

Erdachtes mag zu denken geben,
doch nur Erlebtes wird beleben.

Das Alter, das man haben möchte, verdirbt das Alter, das man hat

Soll das kurze Menschenleben immer reife Frucht dir geben, musst du jung dich zu den Alten, alternd dich zur Jugend halten.

Wenn die Weiber nicht eitel wären,
die Männer könnten sie’s lehren.

Mancher große Mann hätte nie an sich geglaubt, wenn ihn nicht gute Freunde entdeckt hätten.

Ein scheues Wild die Gedanken sind.
Jag ihnen nach, sie fliehen geschwind.
Siehst du sie hellen Auges an,
zutraulich wagen sie sich heran.
Ein stiller Wanderer kann sie zähmen,
das Futter ihm aus der Hand zu nehmen.

Grüne Jugend, was prahlst du so? Ein jeder Halm wird endlich Stroh.

Was in der Welt
dir nicht gefällt,
musst du dir gelassen
gefallen lassen.

Nachdenken doch immer Mühe macht,
wie gut man euch auch vorgedacht.

Versuchs, und übertreib einmal,
gleich ist die Welt von dir entzückt.
Das Grenzenlose heißt genial,
wär’s auch nur grenzenlos verrückt.

Wer sich an andre hält,
dem wankt die Welt.
Wer auf sich selber ruht,
steht gut.

Die tiefste Wonne des Schenkens kann nur ein reifer Mensch auskosten, die tiefste Wonne des Beschenkt Werdens nur ein Kind.



— Paul Johann Ludwig von Heyse (1830 - 1914) war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer.


— Neben vielen Gedichten schuf Heyse (geadelt 1910) rund 180 Novellen, acht Romane und 68 Dramen. Der einflussreiche Münchener „Dichterfürst“ Heyse pflegte zahlreiche Freundschaften und war auch als Gastgeber berühmt.
Theodor Fontane glaubte 1890, dass Heyse seiner Epoche „den Namen geben“ und ein „Heysesches Zeitalter“ dem Goetheschen folgen werde. 1910 wurde Heyse als zweiter deutscher Autor, der erste war 1902 der Historiker Theodor Mommsen, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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