Zitate von Niccolò Machiavelli

— Die besten Zitate (81), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Niccolo Machiavelli" (IT; Philosoph)

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Niccolò Machiavelli Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: IT) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Handelt man zu spät, so verpasst man die günstige Gelegenheit, handelt man zu früh, so hat man noch nicht genügend Kräfte gesammelt.

Der Mensch ist von Natur aus ehrgeizig und misstrauisch und weiß sich im Glück nicht zu mäßigen.

Ein Vater muss lernen, das Handeln seiner Söhne zu akzeptieren, und zwar nicht gemessen an seinen Wünschen, sondern an deren Möglichkeiten.

Wer will, daß ihm die anderen sagen, was sie wissen, der muß ihnen sagen, was er selbst weiß. Das beste Mittel, Informationen zu erhalten, ist, Informationen zu geben.

Wer dauerhaften Erfolg haben will,
muß sein Vorgehen ständig ändern.

Wenige kennen die Welt und wissen, daß wer die Meinung anderer befolgen will, nie zu etwas kommt; denn wo findet man je zwei gleichgesinnte Menschen?

Menschen begehen den Fehler, daß sie ihren Hoffnungen keine Grenzen zu setzen wissen. Sie bauen auf sie, ohne sich nach den eigenen Kräften zu richten, und rennen so ins Verderben.

Große Männer bleiben in jeder Lebenslage die gleichen; mag sie das Schicksal erhöhen oder erniedrigen, sie ändern sich nie, sie bleiben immer standhaft und ihrer Lebensart treu, so daß jeder sieht, daß das Schicksal keine Macht über sie hat. Anders verhalten sich schwache Menschen. Das Glück macht sie eitel und berauscht sie, und die Vorteile ihrer Lage schreiben sie Tugenden zu, die sie niemals besaßen.

Es ist unklug, immer den Sieg davontragen zu wollen.

Es gibt viele Dinge, die aus der Ferne gesehen schrecklich, unerträglich, ungeheuerlich scheinen. Nähert man sich ihnen, werden sie menschlich, erträglich, vertraut. Darum sagt man, die Furcht ist größer als das Übel.

Die Menschen handeln oft wie gewisse kleine Raubvögel, die die Beute, zu der die Natur sie treibt, mit solcher Gier verfolgen, daß sie den größeren Vogel nicht bemerken, der über ihnen schwebt, um sie zu zerfleischen.

Die Menge ist eher bereit, sich fremder Habe zu bemächtigen, als das Ihrige zu schützen. Auf die Menschen wirkt die Hoffnung des Erwerbs stärker als die Besorgnis vor Verlusten.

Ein jeder sieht, wie glücklich der ist, der dumm geboren und alles glaubt. Ehrgeiz stachelt ihn nicht, und Furcht lässt ihn ruhig, beide gewöhnlich der Same für Kummer und Schmerz.

In allen menschlichen Dingen zeigt sich bei genauer Prüfung, daß man nie einen Übelstand beseitigen kann, ohne daß ein anderer daraus entsteht ... Wir müssen daher bei all unseren Entschlüssen erwägen, wo das kleinere Übel liegt, und den danach gefaßten Entschluß für den besten halten, weil alles auf der Welt seine Schattenseiten hat.

Die Menschen sind niemals zufrieden; kaum haben sie etwas, so begnügen sie sich nicht mehr damit und begehren noch mehr.

Da die Natur den menschlichen Dingen keinen Stillstand gestattet, so müssen sie notwendigerweise sinken, nachdem sie ihre höchste Vollkommenheit erreicht haben und nicht mehr aufwärts zu steigen vermögen. Wenn sie durch Zerrüttung aufs tiefste gesunken sind, so müssen sie, da sie nicht mehr sinken können, wieder aufwärts steigen. So sinkt man stets vom Guten zum Bösen und steigt vom Bösen zum Guten. Denn Kraft erzeugt Ruhe, Ruhe Trägheit, Trägheit Unordnung, Unordnung Zerrüttung. So entsteht wiederum aus der Zerrüttung Ordnung, aus der Ordnung Kraft, aus der Kraft Ruhm und Glück.

Kluge Männer pflegen nicht grundlos und zu Unrecht zu sagen, wer die Zukunft voraussehen wolle, müsse die Vergangenheit betrachten, denn alle Begebenheiten auf dieser Welt haben immer ihr Seitenstück in der Vergangenheit. Dies kommt daher, daß sie von Menschen vollbracht werden, die stets von den gleichen Leidenschaften beherrscht sind oder waren. Dieselben Ursachen müssen aber notwendigerweise dieselben Wirkungen haben.

Kluge Männer machen sich immer ein Verdienst aus ihren Handlungen, auch wenn allein die Notwendigkeit sie dazu zwingt.

Ich halte es für einen der größten Beweise menschlicher Klugheit, sich in seinen Worten jeder Drohung oder Beleidigung zu enthalten. Weder das eine noch das andere schwächt den Feind, vielmehr machen ihn Drohungen nur vorsichtiger, und Beleidigungen steigern seinen Haß gegen dich und beflügeln ihn, nachhaltiger auf dein Verderben zu sinnen.

Es ist der gewöhnliche Fehler der Menschen, bei gutem Wetter nicht an den Sturm zu denken.

Denn die Masse der Menschen läßt sich ebenso gut mit dem Scheine abspeisen als mit der Wirklichkeit; ja häufig wird sie mehr durch den Schein der Dinge bewegt als durch die Dinge selbst.

Wo die Strafen groß sind, müssen auch die Belohnungen groß sein.

Nichts ist so unsicher und unbeständig wie das Ansehen der Macht, die nicht auf sich selbst beruht.

Aus keiner Gefahr rettet man sich ohne Gefahr.

Vermögen und Ehre sind die beiden Dinge, deren Verletzung die Menschen am meisten kränkt.

Da, wo der Wille groß ist, können die Schwierigkeiten nicht groß sein.

Fortuna ist ein Weib, und wenn man sie unterwerfen will, muss man mit ihr streiten und kämpfen.

In unserer Zeit haben nur die Großes erreicht, die für knauserig gehalten wurden.

Kriege können nicht verhindert werden; man kann sie lediglich zum Vorteil anderer hinauszögern.

Bei keinem Volk hat es einen bedeutenden Gesetzgeber gegeben, der nicht auf Gott zurückgegangen wäre; denn andernfalls wären seine Gesetze nicht anerkannt worden.

Zu befehlen versteht nur, wer seine eigenen Eigenschaften mit den Eigenschaften dessen, der gehorchen soll, vergleicht. Findet er dabei das richtige Verhältnis, dann soll er befehlen. Findet er es nicht, dann soll er es lassen.

Die guten Ratschläge müssen ihren Ursprung in der Klugheit des Fürsten haben - nicht umgekehrt!

In Wahrheit verdient den Hass des Volkes jene Art von Autorität, die Einzelne sich anmaßen, nicht aber jene, die sie sich durch Großmut, Geneigtheit und Hochsinn erwerben.

Das Glück und die Natur halten unsere Rechnung immer im Gleichgewicht, nie erzeigt sie uns eine Wohltat, dass nicht gleich ein Übel käme.

Da alle menschlichen Dinge in Bewegung sind und nicht ruhen können, so müssen sie steigen oder fallen; und zu vielem, wozu die Vernunft nicht rät, zwingt uns die Notwendigkeit.

Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen.

Je mehr Macht die Menschen haben, umso mehr missbrauchen sie diese und werden übermütig.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Gelehrten, Denkern, Theoretikern, Soziologen, etc.