Zitate von Meister Eckhart

— Die besten Zitate (182), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Meister Eckhart" (DE; Theologe)

— Bekanntes Zitat:

Meister Eckhart (* um 1260 in Hochheim (Nessetal); † vor dem 30. April 1328 in Avignon) war ein einflussreicher thüringischer Theologe und Philosoph des Spätmittelalters.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Meister Eckhart Zitate (Berufsgruppe: Theologe / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Gott ist ein Gott der Gegenwart.

Der erkennt Gott recht, der ihn in allen Dingen gleicherweise erkennt.

Der wahrhaft Liebende liebt Gott in allem und findet Gott in allem.

Wir sollten lernen, Gott in allen Gaben und Werken zu sehen, ohne dabei mit irgendetwas zufrieden zu sein, noch durch etwas besonders angeregt zu sein. Für uns kann es keine Anheftung an eine bestimmte Weise des Verhaltens in diesem Leben geben, noch kann dies jemals richtig gewesen sein, egal wie erfolgreich wir waren oder nicht.

Wo die Zeit nie hinkam, wo hinein nie ein Bild leuchtete, in dem Innigsten und Höchsten der Seele schafft Gott seine Welt.

Denke nicht, dein Heil zu setzen auf ein Tun! Man muss es setzen auf ein Sein.

Die Wahrheit ist so edel: möchte Gott sich vor der Wahrheit kehren, ich wollte mich an die Wahrheit halten und Gott lassen.

Wes die Geister voll sind, des begehren sie ohne Unterlass, und wonach sie begehren, das besitzen sie allezeit in neuer, grünender, freudenreicher Wonne.

Um Gott zu finden, gibt es keinen besseren Rat, als Gott zu lassen. Ob der Mensch in die Ferne oder in die Nähe geht, Gott entfernt sich niemals ; er bleibt immer nahe.

Wer in allen Räumen zu Hause ist, der ist Gottes würdig, und wer in allen Zeiten eins bleibt, dem ist Gott gegenwärtig, und in wem alle Kreaturen zum Schweigen gekommen sind, in dem gebiert Gott seinen eingeborenen Sohn.

Es ist nichts so zugedeckt, es soll aufgedeckt werden.

Wer hoher Dinge begehrt ist hoch. Wer Gott schauen will, muss ein hohes Begehren haben. Wisset, dass ernstes Begehren und hingegebene Demut Wunder wirken.

Wo die Seele ist, da ist Gott, und wo Gott ist, da ist die Seele.

Kommt jetzt, edle Seelen, und schaut auf den Glanz, den ihr in euch selbst tragt! Wenn ihr aber nicht euch selbst vollständig gehen lässt, wenn ihr nicht euch selbst ertränkt in diesem grundlosen See der Gottheit, dann könnt ihr nicht das göttliche Licht erkennen.

In demselben Moment, wo der Geist bereit ist, geht Gott hinein ohne Aufschub und ohne Zögern.

Wir selbst sind die Ursache aller unserer Hindernisse.

Nicht gedenke man Heiligkeit zu gründen auf ein Tun; man soll Heiligkeit gründen auf ein Sein, denn die Werke heiligen nicht uns, sondern wir sollen die Werke heiligen. (Quelle: Reden der Unterweisung)

Ich soll meinen Freund lieben um seiner Güte und um seiner eigenen Tugend willen und um alles dessen, was er in sich hat.

Wer in der Zeit sein Herz auf die Ewigkeit gestellt hat, und in wem alle zeitlichen Dinge tot sind, da ist Vollendung der Zeit.

Wer arm an allen Dingen geworden ist, der empfängt alle Dinge.

Niemals entsteht in dir eine Unruhe, die ihren Ursprung nicht, bewusst oder unbewusst, im eigenen Willen hat. Du selbst aber bist das Hindernis in den Dingen : Deine Haltung gegenüber den Dingen ist verkehrt.

Gott ist mir näher, als ich mir selber bin. Mein Dasein hängt daran, dass Gott mir nahe und gegenwärtig ist.

Man muss lernen, bei allem, was man tut, innerlich frei zu sein.

Da der Mensch in diesem Leben nicht bestehen kann ohne Arbeit, diese vielmehr des Menschen Teil ist, darum so lerne der Mensch, seinen Gott zu haben mitten in den Dingen und ungehindert zu bleiben von Geschäft und Ort.

Nur Liebe gibt allen Tugenden, dass sie Tugend heißen dürfen.

Stille sein und Schweigen muss sein; wo dies Wort vernommen wird, da versteht man es recht. Nun hat sich die Seele mit den Kräften nach außen zerspreitet und zerstreut, in gleichem Maße sind sie schwächer, inwendig ihr Werk zu treiben. Denn jede zerspreitete Kraft ist unvollkommen. Darum: will sie inwendig eine kräftige Wirksamkeit entfalten, so muss sie alle ihre Kräfte wieder heimrufen und sie aus den zerstreuten Dingen heraussammeln in ein inwendiges Wirken.

Besser im Arbeitskittel und rein sein,
Als mit dem höchsten Titel gemein sein.

Über Gott will ich schweigen.

Sobald der Mensch sich von den zeitlichen Dingen abwendet und sich seinem Inneren zuwendet, gewahrt er ein himmlisches Licht, das vom Himmel kommt.

Halte dich abgeschieden von allen Menschen, bleibe ungetrübt von allen aufgenommenen Eindrücken, mache dich frei von allem, was deinem Wesen eine fremde Zutat geben könnte, und richte dein Gemüt allzeit auf ein heilsames Schauen: bei welchem du Gott in deinem Herzen trägst, als den Gegenstand, von dem deine Augen nimmer wanken.

Wer unbetrübt und lauter sein will, muss eines besitzen, das ist die innere Einsamkeit.

Hätte ich einen Gott, den ich verstehen könnte, ich wollte ihn nimmer für Gott halten.

Wenn das Leben fragte tausend Jahre lang: "Warum lebst du?", wenn es überhaupt antwortete, würde es nur sagen: "Ich lebe, um zu leben!" Das rührt daher, weil das Leben aus seinem eigenen Grunde lebt, aus seinem Eigenen quillt; darum lebt es ohne Warum: es lebt nur sich selber! Und fragte man einen wahrhaften Menschen, einen, der aus seinem eigenen Grunde wirkt: "Warum wirkst du deine Werke?", wenn er recht antwortete, würde er auch nur sagen: "Ich wirke, um zu wirken!"

Man soll Gott nicht außerhalb von einem erfassen und ansehen, sondern als mein Eigen und als das, was in Einem ist.

In der Gottheit und in der Ewigkeit ist Eins sein, aber Gleichheit ist nicht Eins sein.

Gott ist allezeit bereit –
aber wir sind sehr unbereit.
Gott ist uns nahe,
aber wir sind ihm ferne.
Gott ist drinnen,
wir sind draußen.
Gott ist in uns heimisch,
wir sind Fremde.

In der Seele gibt es ein starkes Schloss, in das selbst der Blick des Gottes in drei Personen nicht eindringen kann. Es ist dies der Ort der reinen Einheit.

Wir hören viel, aber wir hören erst eigentlich, wenn wir die wirren Stimmen haben sterben lassen und nur noch eine spricht. Wir sehen viel, doch sehen wir erst eigentlich, wenn wir die wirren Lichter alle ausgeblasen haben und nur das eine klare, große in die Seele leuchtet, das fern ist aller Geschaffenheit, aller Gespaltenheit.

So wahr das ist, dass Gott Mensch geworden ist, so wahr ist der Mensch Gott geworden.



— Meister Eckhart (1260 - 1328; auch Eckhart von Hochheim) war ein spätmittelalterlicher Theologe und Philosoph.


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