Zitate von Max Weber

— Die besten Zitate (37), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Max Weber" (DE; Philosoph)

— Bekanntes Zitat:

Alle politischen Gebilde sind Gewaltgebilde.

Max Weber (* 21. April 1864 in Erfurt; † 14. Juni 1920 in München) war ein deutscher Soziologe und Nationalökonom.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Max Weber Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Denn der radikalste Zweifel ist der Vater der Erkenntnis.

Nichts ist für den Menschen als Menschen etwas wert, was er nicht mit Leidenschaft tun kann.

Staat ist diejenige menschliche Gesellschaft, welche innerhalb eines bestimmten Gebietes […] das Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit für sich (mit Erfolg) beansprucht.

Die Bergpredigt […] ist kein Fiaker, den man beliebig halten lassen kann, um nach Befinden ein- und auszusteigen.

Mit Glaubenskämpfern lässt sich nicht reden.

Von einem Markt soll dann gesprochen werden, wenn mindestens die Personen einer Gruppe um ihre Tauschchancen konkurrieren.

Es ist ja nicht wahr – wie man behauptet hat –, daß die "Persönlichkeit" in dem Sinn eine "Einheit" sei und sein solle, daß sie sozusagen in Verlust geraten müsste, wenn man ihrer nicht bei jeder Gelegenheit ansichtig wird.

Der Mönch ist der erste . . . rational lebende Mensch, der methodisch und mit rationalen Mitteln ein Ziel anstrebt, das Jenseits.

Nur auf dem Boden harter Arbeit bereitet sich normalerweise der Einfall vor.

Ein weiterer Grundbegriff ist derjenige der »Übung«. Sie bedeutet: Steigerung der Leichtigkeit, Schnelligkeit, Sicherheit und Gleichmäßigkeit einer bestimmten Leistung durch deren oftmalige Wiederholung.

Das akademische Leben ist also ein wildes Hasard.

Macht bedeutet die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.

Verletzung ihrer Interessen verzeiht eine Nation, nicht aber Verletzung ihrer Ehre.

Der Begriff des "Amtsgeheimnisses" ist ihre (der Bürokratie) spezifische Erfindung.

Dieses Dokument [Kommunistische Manifest] ist in seiner Art, so sehr wir es in entscheidenden Thesen ablehnen (wenigstens tue ich das) eine wissenschaftliche Leistung ersten Ranges.

Der Einfall ersetzt nicht die Arbeit. (Quelle: „Wissenschaft als Beruf“)

Wer Politik betreibt, erstrebt Macht: Macht entweder als Mittel idealer oder egoistischer Ziele oder Macht "um ihrer selbst willen": um das Prestigegefühl, das sie gibt, zu genießen.

Die Kirche hat mit Hilfe ihrer Buß- und Beichtordnung das mittelalterliche Europa domestiziert.

Nicht jede Art von Berührung von Menschen ist sozialen Charakters, sondern nur ein sinnhaft am Verhalten des anderen orientiertes eigenes Verhalten.

Das Selbstverständliche wird am wenigsten gedacht.

Eine empirische Wissenschaft vermag niemanden zu lehren, was er soll, sondern nur was er kann und – unter Umständen – was er will.

Der Mensch ist das naturzerstörende Wirtschaftstier.

Der Gedanke, daß unsere rationalistische und kapitalistische Gegenwart einen stärkeren Erwerbstrieb besitzt als andere Epochen, ist eine kindliche Vorstellung.

Die Menschen sehnen sich nach Authentizität, nach Glaubwürdigkeit und nach sachlicher Leidenschaft.

Die Universitäten haben weder "staatsfeindliche" noch "staatsfreundliche" noch irgendwelche Weltanschauung zu lehren. Sie sind keine Anstalten, welche Gesinnungsunterricht zu treiben haben.

Die Redlichkeit eines heutigen Gelehrten, und vor allem eines heutigen Philosophen, kann man daran messen, wie er sich zu Friedrich Nietzsche und Karl Marx stellt. Wer nicht zugibt, dass er gewichtige Teile seiner eigenen Arbeit nicht leisten könnte, ohne die Arbeit, die diese beiden getan haben, beschwindelt sich selbst und andere.

Keine Ethik der Welt kommt um die Tatsache herum, dass die Erreichung »guter« Zwecke in zahlreichen Fällen daran gebunden ist, dass man sittlich bedenkliche oder mindestens gefährliche Mittel und die Möglichkeit oder auch die Wahrscheinlichkeit übler Nebenerfolge mit in den Kauf nimmt, und keine Ethik der Welt kann ergeben: wann und in welchem Umfang der ethisch gute Zweck die ethisch gefährlichen Mittel und Nebenerfolge »heiligt« (Quelle: „Politik als Beruf“)

Wo nichts ist, da hat nicht nur der Kaiser, sondern auch der Proletarier sein Recht verloren.

Herrschaft ist im Alltag primär: Verwaltung.

Politik wird mit dem Kopfe gemacht, nicht mit anderen Teilen des Körpers oder der Seele.

Es ist durchaus richtig und alle geschichtliche Erfahrung bestätigt es, dass man das Mögliche nicht erreichte, wenn nicht immer wieder in der Welt nach dem Unmöglichen gegriffen worden wäre.

Die kapitalistische Wirtschaftsordnung braucht diese rücksichtslose Hingabe an den Beruf des Geldverdienens

Eine Verwaltung ist entweder bürokratisch oder dilettantisch!



— Maximilian Carl Emil Weber (1864 - 1920) war ein deutscher Soziologe und Volkswirt.


— Webers Ideen hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf die Kultur- und Sozialwissenschaften. Er wird oft mit Émile Durkheim und Karl Marx als einer der drei Begründer der Soziologie zitiert.

Weber war ein Hauptvertreter des methodologischen Antipositivismus und argumentierte für das Studium des sozialen Handelns durch interpretative (statt rein empiristische) Mittel, basierend auf dem Verständnis des Zwecks und der Bedeutung, die Individuen ihren eigenen Handlungen zuschreiben. Anders als Durkheim glaubte er nicht an Monokausalität und schlug vielmehr vor, dass es für jedes Ergebnis mehrere Ursachen geben kann.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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