Zitate von Ludwig Feuerbach

— Die besten Zitate (62), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Ludwig Feuerbach" (DE; Philosoph)

— Bekanntes Zitat:

Ludwig Feuerbach (* 28. Juli 1804 in Landshut; † 13. September 1872 in Rechenberg bei Nürnberg) war ein deutscher Philosoph und Anthropologe.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Ludwig Feuerbach Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Aber freilich […] diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen vorzieht […];
denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die Wahrheit.

Das Dogma ist nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot, zu denken.

Wollt ihr das Volk bessern, so gebt ihm statt Deklamationen gegen die Sünde bessere Speisen. (Aus: Die Naturwissenschaft und die Revolution)

Der Sündenfall
Weißt du den Grund, warum in den Apfel gebissen hat Adam?
Um der Theologie einen Gefallen zu tun.

Wo kein Du, ist kein Ich.

Die einfachsten Wahrheiten sind es gerade, auf die der Mensch immer erst am spätesten kommt.

Das Blatt, auf dem die Raupe lebt, ist für sie eine Welt, ein unendlicher Raum. (Aus: Das Wesen des Christentums)

Es gehört kein Mut, kein Charakter, keine Anstrengung, kein Opfer dazu, Christ zu sein. Christentum und weltlicher Vorteil sind identisch.

Nur wer keine irdischen Eltern hat, braucht himmlische Eltern.

Zu einem vollkommenen Menschen gehört die Kraft des Denkens, die Kraft des Willens, die Kraft des Herzens.

Fragen und Antworten sind die ersten Denkakte.

Berge versetzt der Glaube. Jawohl! Die schweren Probleme löset der Glaube nicht auf, sondern verschiebt sie nur.

Der Mensch ist der Anfang der Religion, der Mensch ist die Mitte der Religion, der Mensch ist das Ende der Religion.

Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

Wo keine Liebe, ist auch keine Wahrheit. Nur der ist etwas, der etwas liebt. Nichts sein und nichts lieben ist identisch.

Das Leben muss wie ein kostbarer Wein mit gehörigen Unterbrechungen Schluck für Schluck genossen werden.

Auch der beste Wein verliert für uns allen Reiz, wenn wir ihn wie Wasser hinunterschütten.

Vier Hände vermögen mehr als zwei; aber auch vier Augen sehen mehr als zwei.

Das Böse ist durch das Gute verursacht. Weil das Gute unterscheidet, ist es Quell und Ursprung von Streit.

Die Vorstellung, daß Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist von allem Aberglauben der größte.

Die Intoleranz ist die leibliche Tochter des Teufels, die Lehre des bösen Prinzips, die Lehre der Lüge.

Sonst war die Religion, ich geste's, die Stütze des Staates,
aber jetzt ist der Staat Stütze der Religion.

Die Theologie ist Anthropologie, d.h. in dem Gegenstande der Religion, den wir griechisch Theos, deutsch Gott nennen, spricht sich nicht anders aus als das Wesen des Menschen.

Der Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie nur das Wahre heilig.

Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden.

Die echten Schriftsteller sind Gewissensbisse der Menschheit.

Die höchste, die gottähnlichste Macht auf Erden ist die Macht der Wissenschaft.

Bekannte kommen und vergehen, Freunde nicht.

Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit.

Liebe, aber wahrhaftig! Und es fallen dir alle anderen Tugenden von selbst zu.

Die Regierung nimmt dem Bürger seine Waffen, dem Schriftsteller seine spitzige Feder, dem Drucker seinen Pressbengel, und doch lässt sie dem Geologen seinen Hammer, dem Anatomen sein Secirmesser, dem Chemiker sein Scheidewasser? Ist das nicht ein ungeheuerer Widerspruch?

Bücher sind Brillen, durch die die Welt betrachtet wird.

Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter.

Nur für die Erbärmlichen ist die Welt erbärmlich, nur für die Leeren leer.

Was der Mensch nicht aus sich selbst erkennt, das erkennt er gar nicht.

Wer nicht, wenn auch unabsichtlich, beleidigen oder verletzen will, dem fehlt alle Energie, alle Tatkraft. Man kann keinen Fuß bewegen, ohne Wesen zu zertreten, keinen Tropfen Wasser genießen, ohne Infusorien zu verschlucken.

Nur der ist etwas, der etwas liebt.

Es geht den Büchern wie den Jungfrauen. Gerade die besten, die würdigsten bleiben oft am längsten sitzen. Aber endlich kommt doch einer, der sie erkennt und aus dem Dunkel der Verborgenheit an das Licht eines schönen Wirkungskreises hervorzieht.

Bewusstsein ist Selbstbestätigung, Selbstbejahung, Selbstliebe, Freude an der eignen Vollkommenheit. Bewusstsein ist das charakterische Kennzeichen eines vollkommenen Wesens.



— Ludwig Andreas Feuerbach (1804 - 1872) war ein deutscher Philosoph und Anthropologe.


— Die Religions- und Idealismuskritik von Feuerbach hatten bedeutenden Einfluss auf die Bewegung des Vormärz und einen Erkenntnisstandpunkt formulierte, der für die modernen Humanwissenschaften, wie zum Beispiel die Psychologie und Ethnologie, grundlegend geworden ist.

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