Zitate von Ludwig Börne

— Die besten Zitate (104), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Ludwig Börne" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden.

Ludwig Börne (* 6. Mai 1786 im jüdischen Ghetto von Frankfurt am Main; † 12. Februar 1837 in Paris) war ein deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Ludwig Börne Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Die Fassung der Edelsteine erhöht ihren Preis, nicht ihren Wert.

Ein Blutstrom fließt durch achtzehn Jahrhunderte und an seinen Ufern wohnt das Christenthum.

Humor ist keine Gabe des Geistes, er ist eine Gabe des Herzens.

Das Schmollen der Weiber ist nichts als ein Guerillakrieg, den sie gegen die konzentrierte Macht der Männer führen, ein Krieg, in dem sie immer siegen.

Der Wahn aller Regierenden, vom Minister bis zum Pedell herab, ist, dass das Regieren ein großes Geheimnis sei, welches dem Volk zu seinem Besten verschwiegen werden müsse

Wer zu den Köpfen redet, muss viele Sprachen verstehen, und man versteht nur eine gut; wer mit dem Herzen spricht, ist allen verständlich.

Zum Glauben geht der Weg über den Unglauben.

Wollt ihr unser Vaterland kennen und lieben lernen, reist in fremde Länder!

Wer würfeln muss zwischen Not und Sünde, ist glücklich zu nennen, wenn ihm nur die Not zufällt.

Wenn die Regierungen krank sind, müssen die Völker das Bett hüten.

Tyrannen sind in unseren Tagen die gefährlichsten Freiheitsprediger.

Schauspieler, die leuchten wollen, wo es nicht sein darf, muss man gewaltsam unter den Scheffel stellen.

Es lässt sich berechnen, dass die Spitzbuben weit mehr Vorteil aus der bürgerlichen Gesellschaft ziehen, als die ehrlichen Leute.

Das Licht, das sogenannte offizielle Mitteilungen verbreitet, ist oft nichts, als ein Irrwisch, der uns in Sümpfe führt.

Um zu gefallen, muss man eitel sein. Man lernt der Eitelkeit anderer nur an sich selbst schmeicheln.

Sinnliche Ausschweifung ist viel öfter die Folge als die Ursache einer zerrütteten Gesundheit.

Die Irrtümer eines großen Geistes sind belehrender als die Wahrheiten eines kleinen.

Die Hoffnungen guter Menschen sind Prophezeiungen, die Besorgnisse schlechter sind es auch.

Um die Menschen klug zu machen, muss man klug sein; sie dumm zu machen, muss man dumm scheinen.

Ruhe ist Glück - wenn sie ein Ausruhen ist, wenn wir sie gewählt, wenn wir sie gefunden, nachdem wir gesucht; aber Ruhe ist kein Glück, wenn sie unsere einzige Beschäftigung ist.

Luther hatte es verstanden, als er dem Teufel das Tintenfass an den Kopf geworfen! Nur vor Tinte fürchtet sich der Teufel; damit allein verjagt man ihn.

Für die, welche an keine Unsterblichkeit glauben, gibt es auch keine.

Der Unterschied zwischen Freiheit und Freiheiten ist so groß als zwischen Gott und Göttern.

Ohne Witz kann man nicht auf die Menschen wirken.

Dem Trägen und Feigen aber leiht Gott nicht seine Kraft, sondern er verlässt ihn. Hilf dir selbst, dann wird der Himmel dir helfen!

Nur in der Jugend ist man Weltbürger. Die besten unter den Alten sind nur Erdenbürger.

Höflichkeit ist Staatspapier des Herzens, das oft um so größere Zinsen trägt, je unsicherer das Kapital ist.

Hätte die Natur so viele Gesetze wie der Staat, Gott selbst könnte sie nicht regieren.

Das Recht ist ein unentbehrlicheres Lebensmittel als das Brot, und Tugend ist schöner als Ruhm.

Vernunft verhält sich zum Verstande wie ein Kochbuch zu einer Pastete.

Um alt zu werden, darf man keine Grundsätze haben.

Die meisten Menschen sind unzufrieden, weil die wenigsten wissen, dass der Abstand zwischen Eins und Nichts größer ist als der zwischen Eins und Tausend.

Vor allen Kindern, die uns begegnen, sollten wir uns tief und ehrfurchtsvoll verneigen; sie sind unsere Herren, für sie arbeiten wir. Ein Kind in der Hütte ist mehr als ein Greis auf dem Throne. Schon darum muss man suchen, Vater zu werden, um Kinder ohne Neid betrachten zu können.

Die unwandelbare Freundschaft und der ewige Friede zwischen allen Völkern - sind das denn Träume? Nein, der Haß und der Krieg sind Träume, aus denen man einst erwachen wird.

Die Deutschen lassen sich leicht unter einen Hut bringen; aber unter einen schweren. Sie sind nur einig, wo es etwas zu leiden gibt, wo zu tun, niemals.

Man ist nur Herr, sich den ersten Becher zu versagen, nicht den zweiten.

Wo wir unfähig sind, die Gesetze der Notwendigkeit zu erkennen, da glauben wir frei zu sein.

Ein Mann von Geist wird nicht allein nie etwas Dummes sagen, er wird auch nie etwas Dummes hören.

Minister fallen, wie Butterbrote, gewöhnlich auf die gute Seite.



— Carl Ludwig Börne (1786 - 1837) war ein deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker.


— Börne (geboren als Juda Löb Baruch), der zuweilen mit Jean Paul verglichen wird, gilt aufgrund seiner pointiert-witzigen anschaulichen Schreibweise als Wegbereiter der literarischen Kritik – insbesondere des Feuilletons – in Deutschland.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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