Zitate von Kurt Tucholsky

— Die besten Zitate (152), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Kurt Tucholsky" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Der Leser hat’s gut: Er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.

Kurt Tucholsky (* 9. Januar 1890 in Berlin; † 21. Dezember 1935 in Göteborg) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Kurt Tucholsky Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.

Die Zahl der deutschen Kriegerdenkmäler zur Zahl der deutschen Heine-Denkmäler verhält sich hierzulande wie Macht zum Geist.

Zur Heirat gehört mehr als nur vier nackte Beine ins Bett.

Lieber einen Anzug nach Maß, als eine Gesinnung von der Stange.

Was die Kirche nicht verbieten kann, das segnet sie.

Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen.

Diejenigen Ausreden, in denen gesagt wird, warum die AG keine Steuern bezahlen kann, werden in einer sogenannten Bilanz zusammengestellt.

Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.

Es gibt vielerlei Lärm. Aber es gibt nur eine Stille.

Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.

Jede Wirtschaft beruht auf dem Kreditsystem, das heißt auf der irrtümlichen Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurückzahlen.

Die meisten Hotels verkaufen etwas, was sie gar nicht haben: Ruhe

Den Deutschen muss man verstehen, um ihn zu lieben; den Franzosen muss man lieben, um ihn zu verstehen.

Sprache ist eine Waffe.

Wenn dem Deutschen so recht wohl ums Herz ist, dann singt er nicht. Dann spielt er Skat.

Man braucht sehr viel Geduld um diese zu lernen.

Lasst uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen.

Deutschlands Schicksal: Vor dem Schalter zu stehen. Deutschlands Ideal: Hinter dem Schalter zu sitzen.

Trudele durch die Welt. Sie ist so schön, gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.

Es geht nirgends merkwürdiger zu als auf der Welt.

Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.

Wenn ein Mensch ein Loch sieht, hat er das Bestreben, es auszufüllen. Dabei fällt er meistens hinein.

Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg.

Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören.

Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen - und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch.

Volkswirtschaft ist der Zeitpunkt, an dem die Leute anfangen, darüber nachzudenken, warum sie so wenig Geld haben.

Überschrift eines demokratischen Leitartikels: Jein! - !

Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.

Wenn die Amerikanerin so lieben könnte, wie die Deutsche glaubt, daß die Französin es täte - dann würde sich die Engländerin schön freuen. Sie hätte einen herrlichen Anlaß, sich zu entrüsten.

Alles ist richtig, auch das Gegenteil. Nur 'zwar - aber', das ist nie richtig.

Wer in einem blühenden Frauenkörper das Skelett zu sehen vermag, ist ein Philosoph.

Es ist schön, mit jemand schweigen zu können.

Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele sowie auch ein Vaterland damit er nicht zu übermütig wird.

Das ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nützen.

Eine dauernde Bindung zu einer Frau ist nur möglich, wenn man im Theater über dasselbe lacht. Wenn man gemeinsam schweigen kann. Wenn man gemeinsam trauert. Sonst geht es schief.

Bei aller Liebe: mein Thema ist nicht Mesopotamien, Abessinien oder Spitzbergen, sondern - schlicht und ergreifend - Deutschland.



— Kurt Tucholsky (1890 - 1935) war ein deutscher Journalist, Satiriker und Schriftsteller.


— Tucholsky wuchs in Berlin auf, lebte dann ab 1924 in Paris, und ab 1929 bis zu seinem Tode in Schweden.
Tucholsky war einer der wichtigsten Journalisten der Weimarer Republik und stand in der Tradition von Heinrich Heine als Gesellschaftskritiker. Er sah sich als linker Demokrat und Pazifist und warnte vor antidemokratischen Tendenzen.

Seine Werke wurden im Mai 1933 vom Dritten Reich öffentlich verbrannt, und ihm wurde (wie auch anderen Intellektuellen) die Staatsbürgerschaft entzogen.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.