Zitate von Karl Julius Weber

— Die besten Zitate (62), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Karl Julius Weber" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Das Leben wird gegen Abend, wie die Träume gegen Morgen, immer klarer.

Karl Julius Weber (* 16. oder 20. April 1767 in Langenburg; † 19. Juli 1832 in Kupferzell) war ein deutscher Schriftsteller und bedeutender Satiriker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Karl Julius Weber Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Je verbreiteter die Geselligkeit, desto frostiger die Herzen.

Unmenschen gibt es, aber keine Untiere.

Erholung besteht weder in Untätigkeit noch in bloßem Sinnengenuss, sondern im Wechselgebrauch unserer Körper und Geisteskräfte, denn die Vernunft veredelt.

Die allerschwerste Kunst ist aber die Regierungskunst.

Der Schlaf ist das einzige Geschenk, das uns sie Götter ohne Arbeit gaben, mit der Arbeit aber dreifach versüßen.

Auf Grabschriften stehen auch die größten Lügen.

Die Alten sind die einzigen Alten, die nie alt werden.

Das Leben ist eine Krankheit, das Schlaf ein Palliativ, der Tod die Radikalkur.

Eine einzige Furcht hat etwas Edles, die Schamhaftigkeit.

Ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ist auch nicht wert, dass man es einmal liest.

Bücher sind immer noch die wohlfeilsten Lehr und Freudenmeister und der wahre Beistand hienieden für Millionen besserer Menschen.

Das Leben ist eine Quarantäne für das Paradies.

Es gibt Männer, welche die Beredsamkeit weiblicher Zungen übertreffen, aber kein Mann besitzt die Beredsamkeit weiblicher Augen.

Musik ist die wahre allgemeine Menschensprache.

Nur der ist ein guter Regent, dem Verfassung, Gesetz und Menschlichkeit heilig sind.

Rezensenten gleichen den Torschreibern, die arme Teufel streng visitieren, große Herren aber passieren lassen unter tiefen Bücklingen.

Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, muss sich vernünftigerweise auf die gewöhnliche Hefe gefasst machen.

Die zahllosen Krankheiten wundern dich? Zähle die Ärzte.

Die Erfinder sind die wahren Wohltäter der Menschheit und verdienen größere Ehre als die, welche beweinenswerte Schlachten lieferten und große Länder eroberten, ohne zu verstehen, ihr eigenes Land glücklich zu machen.

Wahre Volksfeste erhöhen das Leben, ziehen den Menschen aus dem Ichtum seiner Hütte und erwärmen das Herz für Menschen und Bürgertum, für Staat und Vaterland.

Jede Woche einmal sollten wir unseren Taufbund erneuern.

Man umarmt sich nach dem Duell: Narren! Warum nicht lieber zuvor?

Eitelkeit ist die Klippe, an der die meisten Großen, gar viele Gelehrte und alle Weiber scheitern.

Die deutsche Nation war stets in Erfindung nützlicher Künste und Gewerbe die erste, weil sie die geduldigste und arbeitsamste ist.

Der zivilisierte Wilde ist der schlimmste aller Wilden.

Von oben herab muss reformiert werden, wenn nicht von unten hinauf revolutioniert werden soll.

Die Mode ist weiblichen Geschlechts, hat folglich ihre Launen.

Der Weise ist besorgt, sein Vermögen zu erhalten, auch wohl zu vermehren. Daher er unnützen Aufwand meidet, um die Mittel zu haben zu unvorhergesehenen Ausgaben.

Nichts ist orthodox als die Wahrheit, und nichts heterodox als der Irrtum.

Eine ausgewählte Büchersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gemütes.

Einst war die Seltenheit der Bücher den Fortschritten der Wissenschaft nachteilig, jetzt ist es deren überzahl, die verwirrt und eigenes Denken verhindert.

Zum Erzieher muss man eigentlich geboren sein wie zum Künstler.

Die Staatsweisheit ist verschieden von Staatsklugheit, dieser ist jedes Mittel gleich viel, jener aber nur richtige Mittel zu heiligen Zwecken.

Durch Ausharren ebnen wir Berge, setzen dem Meere Grenzen und machen aus Steinen Städte und Palaste und Mauern.

Das Wörtchen vielleicht ist das wahrste in unserer Sprache.

Die Erbsünde Eitelkeit spricht sich am schönsten in dem größten aller Aussprüche aus, dass wir Ebenbilder Gottes sein wollen.

Ein kluges Weib macht ihren Freund auch zum Freund ihres Mannes.

Die Bücher entzünden uns, wenn das Glück uns lacht, sie trösten uns, wenn das Ungemach uns zu quälen beginnt.

Religion ist reine Sache des Gemüts und der Phantasie wie der Poesie, und man zerstört das Wesen beider, wenn man sie unter Vernunftsregeln bringen will.



— Karl Julius Weber (1767 - 1832) war ein deutscher Schriftsteller und Satiriker.


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