Zitate von Karl Jaspers

— Die besten Zitate (47), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Karl Jaspers" (DE; Arzt)

— Bekanntes Zitat:

Alles Schöpferische ist unvoraussehbar.

Karl Jaspers (* 23. Februar 1883 in Oldenburg; † 26. Februar 1969 in Basel) war ein deutscher Psychiater und Philosoph.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Karl Jaspers Zitate (Berufsgruppe: Arzt / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Erkennen ist wie ein Nachdenken der Gedanken Gottes.

Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen.

Der Krieg ist in wachsendem Umfang kein Kampf mehr, sondern ein Ausrotten durch Technik.

Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verlässlich, am wenigsten in größter Not.

Wer meint alles zu durchschauen, philosophiert nicht mehr.

Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.

Macht hat Legitimität nur im Dienst der Vernunft. Allein von hier bezieht sie ihren Sinn. An sich ist sie böse.

Die Zukunft ist als Raum der Möglichkeiten der Raum unserer Freiheit.

Politik ist Umgang mit der Gewalt.

Die Frage des Friedens ist nicht zuerst eine Frage an die Welt, sondern für jeden an sich selbst.

Der Mensch steht heute vor der Alternative: Untergang des Menschen oder Wandlung des Menschen.

Heimat ist da, wo wir verstehen und verstanden werden.

Das Schicksal einer Gesellschaft wird dadurch bestimmt, wie sie ihre Lehrer achtet.

Leicht und schnell ist der Gedanke, aber schwer ist und unendliche Geduld erfordert der Umgang mit der Wirklichkeit.

Es darf keine Freiheit geben zur Zerstörung der Freiheit.

Der biblisch fundierte Absolutheitsanspruch der Kirchen steht ständig auf dem Sprung, die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen.

Die Demokratie setzt die Vernunft des Volkes voraus, die sie erst hervorbringen soll.

Ehe ist vielfach nur der Kontrakt, auf dessen Bruch die Unterhaltspflicht als Konventionalstrafe steht.

Der Friede beginnt im eigenen Haus.

Der gesunde Menschenverstand ist blind sowohl für das äußerste Böse wie für das höchste Gute.

Was nicht in die Masse dringt, ist unwirksam.

Die Menschen werden besser, wenn man Besseres von Ihnen erwartet und wenn man mit ihnen umgeht, als seien sie schon besser.

Das Bild vom Menschen, das wir für wahr halten, wird selber ein Faktor unseres Lebens. Er entscheidet über die Weisen unseres Umgangs mit uns selbst und mit dem Mitmenschen, über Lebensbestimmung und Wahl der Aufgaben.

Wir sind sterblich, wo wir lieblos sind; unsterblich, wo wir lieben.

Der Mensch kann nur als Einzelner sich selbst verändern und vielleicht von da aus andere in ihrer Freiheit erwecken.

Vernünftige Politik bezieht sich auf Daseinsfragen, nicht auf Glaubensfragen.

Bildung ist der Boden, den jeder Einzelne zu erwerben und neu zu bestellen hat.

Eine über die Gleichheit der Chance hinausgehende Gleichmachung der Menschen ist die höchste Ungerechtigkeit.

Der Fortschrittsgedanke der Zivilisation hat sich als ein Übermut des Menschen entschleiert.

Die einzige Waffe, die keine Waffe der Gewalt ist. Die Wahrheit.

Wissenschaftlichkeit heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste.

Treue ist irgendwie absolut oder sie ist gar nicht.

Die Pflicht gegen das Vaterland geht viel tiefer, als ein blinder Gehorsam gegen jeweilige Herrschaft reicht.

Der Glaube an den Menschen setzt voraus den Glauben an die Gottheit, durch die er ist.

Wir leben die Übergangszeit zwischen der bisherigen Geschichte, die eine Geschichte der Kriege war, und einer Zukunft, die entweder das totale Ende oder einen Weltfriedenszustand bringen wird.

Die Menschheit zur Freiheit bringen, das heißt, sie zum Miteinander reden bringen.

Wo Gewalt angewandt wird, da wird Gewalt geweckt.

Der Mensch wird, was er wird, durch die Sache, die er zu der seinen macht.

Heutige Kunst: Ihr Wesensausdruck ist Chaos bei äußerem Können.

Die Geschichte ermutigt nicht. Sie scheint eher Unvernunft, Zufall und totales Misslingen zu zeigen.

Vernunft ist die sanfte Gewalt, die allem, und selbst der Gewalt, Grenze und Maß setzt.

Wer Vernunft leugnet, erfährt auch nicht ihre Wirklichkeit; wer sie erwartet, trifft sie an.

Die Freiheit ist immer in der Defensive und daher in Gefahr. Wo die Gefahr in einer Bevölkerung nicht mehr gespürt wird, ist die Freiheit fast schon verloren.

Der Verstand, der sich genügen wollte, bliebe leer an Gehalt.

Die Grundsitutation des Menschen ist, dass wir uns in der Welt finden und nicht wissen: woher und wohin.



— Karl Theodor Jaspers (1883 - 1969) war ein deutscher Psychiater und Philosoph von internationaler Bedeutung.


Er lehrte zuletzt an der Universität Basel und wurde 1967 Schweizer Staatsbürger.

Als Arzt hat Jaspers grundlegend zur wissenschaftlichen Entwicklung der Psychiatrie beigetragen. Er gilt auch als herausragender Vertreter der Existenzphilosophie, die er vom Existentialismus Jean-Paul Sartres strikt unterschied. Sein philosophisches Werk wirkt insbesondere in den Bereichen der Religionsphilosophie, Geschichtsphilosophie und der Interkulturellen Philosophie nach. Mit seinen einführenden Schriften zur Philosophie, aber auch mit seinen kritischen Schriften zu politischen Fragen wie zur Atombombe, zur Demokratieentwicklung in Deutschland und zur Debatte um eine deutsche Wiedervereinigung hat er hohe Auflagen erreicht und ist einem breiteren Publikum bekannt geworden.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Arzt") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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