Zitate von José Ortega y Gasset

— Die besten Zitate (63), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "José Ortega y Gasset" (ES; Philosoph)

— Bekanntes Zitat:

Es ist zu wünschen, dass jeder, der uns die Wahrheit zeigen will, sie nicht in Worten ausdrückt, sondern uns die Möglichkeit gibt, sie selbst zu erkennen.

José Ortega y Gasset (* 9. Mai 1883 in Madrid; † 18. Oktober 1955 ebenda) war ein spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten José Ortega y Gasset Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: ES) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch.

Was ist Gewalt anderes als Vernunft, die verzweifelt.

Was eine Nation groß macht, sind nicht in erster Linie die großen Männer. Es ist die Höhe der Mittelmäßigkeit.

Überraschung, Verwunderung sind der Anfang des Begreifens. Sie sind der geeignetste Sport und Luxus des geistigen Menschen.

Der echte Revolutionär rebelliert nicht gegen Missbräuche, sondern gegen Bräuche.

Amerika hat noch nicht gelitten. Man täuscht sich, wenn man ihm schon die hohe Fähigkeit des Herrschens zubilligen möchte. Quelle: Der Aufstand der Massen.

Don Juan ist nicht der Mann, der die Frauen liebt, sondern der Mann, den die Frauen lieben.

Es gibt heute eine große Sache, die im Sterben liegt, das ist die Wahrheit.

Der Künstler verschließt die Augen vor der äußeren Welt und wendet den Blick auf die subjektiven Landschaften seiner Seele. Quelle: Die Vertreibung des Menschen aus der Kunst.

Jetzt ist es der Mensch, der scheitert, weil er mit dem Fortschritt seiner eigenen Zivilisation nicht Schritt halten kann.

Die Vergangenheit kann uns nicht sagen, was wir tun, wohl aber, was wir lassen müssen.

Der Spezialist ist in seinem winzigen Weltwinkel vortrefflich zu Hause; aber er hat keine Ahnung von dem Rest.

Schweigen heißt: nicht sagen, was man sagen kann. Und nur das ist die fruchtbare Stille.

Die meisten Menschen haben keine Meinung; sie muss von außen in sie hineingepreßt werden wie das Schmieröl in die Maschine.

Leben heißt, es mit etwas zu tun zu haben - mit der Welt und mit sich selbst.

Definieren heißt ausschließen und negieren.

Der Mensch ist das Wesen, das dazu verurteilt ist, Notwendigkeit in Freiheit umzusetzen.

Die echte Fülle des Lebens besteht nicht in der Zufriedenheit, der Wohlgelungenheit, der Ankunft. Cervantes wusste, dass „der Weg immer besser ist als die Herberge.“

Die Freiheit ist nich in die Welt gekommen, um dem gesunden Menschenverstand den Garaus zu machen.

Die Frau ist kein Raubtier. Sie ist die Beute, die dem Raubtier auflauert.

Die Gesellschaft ist immer eine dynamische Einheit zweier Faktoren - der Eliten und der Massen.

Die Klugheit des Fuchses besteht zu fünfzig Prozent in der Dummheit der Hühner.

Die Menschheit muss periodisch den Baum der Kunst schütteln, damit die verfaulten Früchte abfallen. Zum Besten der Kunst selbst ist Strenge gefordert.

Die Moral des modernen Zeitalters hat eine windige Sentimentalität gezüchtet, die als der Übel größtes den Tod hinstellt. Warum das, wenn das Leben so schlecht ist?

Erkennen heißt nicht, sich mit den Dingen zufriedengeben, so wie sie uns entgegentreten, sondern heißt, hinter ihnen nach ihrem Sein suchen.

Die Wissenschaft braucht Zusammenarbeit, in der sich das Wissen des einen durch die Entdeckungen des anderen bereichert.

Die Vergangenheit ist das einzige Arsenal, wo wir das Rüstzeug finden, unsere Zukunft zu gestalten. Wir erinnern uns nicht ohne Grund.

Ob wir erreichen, was wir uns vornehmen, hängt vom Glücke ab, aber das Wollen ist einzig Sache unseres Herzens.

Das allgemeine Stimmrecht gab der Masse nicht das Recht zu entscheiden, sondern die Entscheidung der einen oder anderen Elite gutzuheißen.

Warum kann man nicht gleichzeitig zwei Menschen lieben um wenigstens mit einem davon glücklich zu sein.

Die meisten Menschen richten ihr Leben so ein,
dass sie von Vorspeisen und Beilagen leben.
Das Hauptgericht lernen sie nie kennen.

Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.

Hartnäckige Übellaunigkeit ist ein allzu klares Symptom dafür, dass ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt.

Dummheit ist lebenslänglich und hoffnungslos.

Das Leben, das uns gegeben ist, ist uns nicht als etwas Fertiges gegeben, sondern wir müssen es gestalten, und zwar jeder sein eigenes.

Masse und Kollektiv können in der Tat ohne Wahrheit leben. Sie sind ihrer weder bedürftig noch fähig.

Unsere Zeit krankt daran, dass es zu wenige Menschen gibt und zu viele Leute.

Je mehr wir wissen, umso tiefer schweigen wir und umso hoffnungsloser vereinsamen wir.



— José Ortega y Gasset (1883 - 1955) war ein spanischer Philosoph und Essayist.


— Die Arbeiten von José Ortega entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, während Spanien zwischen Monarchie, Republik und Diktatur oszillierte.

Seine Philosophie wurde als "Lebensphilosophie" charakterisiert. Sie nahm einen langen versteckten Anfang in der pragmatischen Metaphysik (inspiriert von William James) und entwickelt sich über eine realistische Phänomenologie (die Edmund Husserl imitierte), zu einem Proto-Existentialismus (der Martin Heidegger vorwegnahm).

Er gilt neben Miguel de Unamuno als der bedeutendste spanische Denker des zwanzigsten Jahrhunderts und hat – insbesondere auf die sogenannte Escuela de Madrid („Schule von Madrid“) – nachhaltigen Einfluss ausgeübt. Zu seinen wichtigsten Schülern zählen María Zambrano, Xavier Zubiri, Julián Marías Aguilera, José Gaos, und Antonio Rodríguez Huéscar.

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