Zitate von Johann Gottfried Seume

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "J. G. Seume" (DE; Schriftsteller) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 

Wer mehr als gewöhnlichen Respekt verlangt, verdient auch den gewöhnlichen nicht.


— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Johann Gottfried Seume" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE)

Es ist weit schwerer, die Wahrheit von seinen Freunden zu sagen, als von seinen Feinden, und es gehört vielleicht mehr reiner Mut dazu, den Fehler eines Freundes freimütig zu rügen, als dem Dolch eines Feindes entgegenzugehen.


Die Vernunft ist immer republikanisch, aber die Menschen scheinen, wenn man die Synopse ihrer Geschichte nimmt, doch durchaus zum Despotismus geboren zu sein.


Die meisten Bücherschreiber verschwenden eine ungeheure Gelehrsamkeit, um nichts zu sagen.


Wenn alle Knechtschaft und alle Vor rechte aller Art verbannt sind, dann will ich an die heilige Vernunft glauben. Jetzt bin ich mit dem Glauben an ihre Möglichkeit zufrieden.


Selbstüberwindung ist ein falscher Ausdruck, ist Täuschung, was wir in gutem Sinne so nennen, ist Selbstfassung, Selbststärkung.


Wo man anfängt, den Krieger von dem Bürger zu trennen, ist die Sache der Freiheit und Gerechtigkeit schon halb verloren.


Der Erde Paradies und Hölle Liegt in dem Worte Weib.


Wem sein eigner Beifall nicht genügt, macht an dem Beifall der Welt einen schlechten Gewinn.


Wenn ich die Welt ansehe, freue ich mich, dass ich keine Kinder habe. Denn was würden sie anders werden als Sklaven oder Handlanger der Despoten? Freiheit und Vernunft gehören noch nicht in unsere Zeit.


Sobald dem Unfug des großen und kleinen so genannten Lehnrechts gesteuert ist, haben wir Hoffnung zur vernünftigen Freiheit.


Seid vertraut mit der reinen Natur, und ihr werdet bald vertraut mit der Tugend. Durch ihren Umgang gewinnt ihr Licht, so viel euch frommt, und Mut und Kraft, so viel ihr braucht.


Die erste Immunität war der erste Schritt zur allgemeinen Ungerechtigkeit und Sklaverei, die erste Infamie.


Die Geschichte scheint mir fast zu bürgen, dass die Menschen keine Vernunft haben.


Wenn man sich über die schurkische Narrheit oder die närrische Schurkerei der Zeitgenossen ärgert, darf man nur in die Geschichte blicken, um sich zu beruhigen und leidlich zu trösten.


Eine Nation, die nicht den Mut und die Kraft hat, sich zur allgemeinen Gerechtigkeit und Freiheit zu erheben, ist der Raub der Nachbarn, die das, wenngleich nicht ursprünglich rein, doch in einem höheren Grade vermögen.


Lasst euch nur einmal eine Offenbarung aufbürden, und man wird euch bald so viel Unsinn offenbaren, dass ihr vor Angst in der Nacht den großen Bär und am Tage die Sonne nicht finden könnt.


Der Ruhm ist gewöhnlich das Grab der Ehre, und die Ehre selten der Weg zum Ruhm. Aber wer den Ruhm und die Macht in Beschlag nimmt, stempelt die Ehre nach Gutdünken und macht Goldmünze aus Glockenspeise.


Es ist nur noch ein Ungeheuer, welches grässlicher ist als Tyrannenunvernunft: die Volkswut, und nur die Furcht vor der letzten macht die erste erträglich, auch weiß die erste sehr künstlich mit der letzten zu schrecken und in Schranken zu halten.


Wer die Deutschen zur Nation machen könnte, machte sich zum Diktator von Europa.




— Johann Gottfried Seume (1763 - 1810) war ein deutscher Schriftsteller und Dichter.



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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.