Zitate von Johann Gottfried Seume

— Die besten Zitate (143), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Johann Gottfried Seume" (DE; Schriftsteller)

Wenn die Staaten ursprünglich mit mehr Vernunft und Gerechtigkeit eingerichtet würden, würden wenig gewaltsame Empörungen zu befürchten sein.

Gute Zitate, schöne Sprüche und tiefgründige Weisheiten von "Johann Gottfried Seume" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ.

Leben heißt wirken und vernünftig wirken. Nach unserer Weise heißt es aber leiden und unvernünftig leiden.

Stolz ist Gefühl seines bestimmten Wertes und durchaus lobenswürdig. Wo man ihn tadelt, liegt der Fehler in dem Irrtum des Gefühls. Wenn alle nur vernünftig stolz wären, es würde in der Welt nicht so niederträchtig hergehen.

Demut und die mit ihr verwandte Geduld sind Eselstugenden, die die Spitzköpfe den Plattköpfen gar zu gern einprägen. Demut: Mut zu dienen.

Aus dem heiligen Dunkel der religiösen und despotischen Mystik sieht man ebenso wenig richtig in die Welt hinaus, als man aus der Welt mit offener Geradheit in das Heiligtum hineinsieht.

Man muss immer annehmen, was ein Mann in öffentlichen Verhältnissen Böses tun kann, das wird er tun, und die Geschichte hat immer zehn Beispiele gegen eins, dass er es tut. Eine Staatsverfassung, die dieser Furcht nicht abhilft, ist also schlecht.

Das Zwielicht ist der Raum des Dichters und der Kunst überhaupt. Wo die Vernunft an die Sinnlichkeit und die Sinnlichkeit an die Vernunft grenzt, ist der Mensch in seinem schönsten Spiele.

Aus der Geschichte geht hervor, dass Bündnisse und Garantien meistens der erste Schritt zur Unterwerfung eines Teils, natürlich des schwächeren sind, wenn er nicht auf der Hut ist.

Wer keine Ungerechtigkeiten vertragen kann, gelangt selten zu Ansehen in der Gegenwart, und wer es kann, verliert den Charakter für die Zukunft.

Was als Böses erscheint, ist meistens böse, aber was als Gutes erscheint, ist nicht immer gut.

Musik ist der Schlüssel vom weiblichen Herzen.

Ob die Weiber so viel Vernunft haben als die Männer, mag ich nicht entscheiden, aber sie haben ganz gewiss nicht so viel Unvernunft.

Man gibt in unsern Staaten meistens der Gerechtigkeit eine Form, die schrecklicher ist als die Ungerechtigkeit selbst.

Über einen Regenten muss man kein Urteil haben, als bis er zwanzig Jahre regiert hat.

Die Franzosen sind von jeher die witzigste und lebendigste und geistreichste Nation gewesen, durch Verstand und Vernunft waren sie nie berühmt. In der Revolution schien die Vernunft emportauchen zu wollen, aber es blieb ein Witz.

Wer in sich nicht Licht und Kraft genug hat, kommt bei dem Studium der Geschichte in Gefahr, sich unbedingt dem Unsinn zu ergeben.

Die Unwissenheit ist eine Situation, die den Menschen ebenso hermetisch abschließt wie ein Gefängnis.

Es ist gleich schwach und gefährlich, die öffentliche Stimme zu viel und zu wenig zu achten.

Wer von Freiheit und Gerechtigkeit kein besseres Ideal kennt, als ihm die Geschichte zeigt, ist sehr arm an Trost für die Menschheit.

Der Vernünftige hat wenige Freunde, aber der Unvernünftige kann keine haben. Der Letztere hat indessen das Glück, sich besser über den Mangel derselben zu täuschen.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.