Zitate von Jean de La Bruyère

— Die besten Zitate (88), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Jean de La Bruyere" (FR; Schriftsteller)

Das Bedauern, welches die Menschen über den schlechten Gebrauch der schon erlebten Zeit empfinden, führt sie nicht immer dazu, von dem Reste einen besseren Gebrauch zu machen.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Jean de La Bruyère Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Man bereut es selten, wenn man zu wenig spricht, aber sehr oft, wenn man zu viel spricht: eine verbrauchte und alltägliche Lebensregel, die jedermann kennt, aber niemand befolgt.

Wir stimmen den anderen nur zu, wenn wir eine Gemeinsamkeit zwischen ihnen und uns empfinden.

Mit geliebten Menschen zusammen sein: mehr braucht es nicht; träumen, mit ihnen sprechen, nicht sprechen, an sie denken, an die gleichgültigsten Dinge denken, aber in ihrer Nähe: alles gilt gleich.

Es gibt mehr Werkzeuge als Arbeiter, und von diesen mehr schlechte als gute.

Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen.

Spottsucht ist oft Armut an Geist.

Die Menschen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie Musse hätten, die anderen zu ergründen und ihr Wesen zu erkennen.

Das beste aller Güter, wenn es überhaupt Güter gibt, ist die Ruhe, die Zurückgezogenheit und ein Plätzchen, das man sein Eigen nennen kann.

Der Mann bewahrt fremde Geheimnisse besser als eigene. Die Frau bewahrt eigene Geheimnisse besser als fremde.

Kein Handwerk ohne Lehrzeit.

Alles ist schon gesagt worden, und man kommt mehr als siebentausend Jahre zu spät, seit es Menschen gibt, die denken.

Die nämliche Sache ist in dem Munde eines Menschen von Geist eine Naivität oder ein Witz, im Munde eines Einfältigen eine Dummheit.

Ein Mensch von feiner Lebensart pflegt sich so zu benehmen, dass die anderen nach seinen Worten und seinem Verhalten mit ihm und mit sich selbst zufrieden sind.

Die Menschen finden selten ein Wort der Anerkennung füreinander und zeigen wenig Neigung, sich gegenseitig zu loben.

Alles ist Versuchung für den, der sie fürchtet.

Die Haupteigenschaft eines Redners ist der ehrenvolle Charakter. Ohne diesen artet er zum Deklamator aus.

Die äußersten Gegensätze berühren sich.

Um einen Menschen lange Zeit zu beherrschen, muss man eine leichte Hand haben und ihn so wenig wie möglich seine Abhängigkeit fühlen lassen.

Die Treulosigkeit ist sozusagen eine Lüge der ganzen Person.

Wegen der Männer können sich Frauen nicht leiden.

Ist das Leben unglücklich, so ist es mühselig zu ertragen, ist es glücklich, so ist es furchtbar, es zu verlieren. Beides kommt aufs gleiche heraus.

Es gibt für den Menschen nur ein wahres Unglück: sich etwas vorzuwerfen haben.

Bei vielen Leuten ist nur der Name etwas wert.

Die Kinder würden den Vätern vielleicht weit teurer sein, so wie anderseits die Väter ihren Kindern, wenn diese nicht den Anspruch hätten, Erben zu werden.

Je mehr sich ein Weib dem Manne hingab, desto enger hängt sich ihr Herz an ihn, während oft umgekehrt das des Mannes sich desto mehr ablöst.

Man muss lachen, bevor man glücklich ist, weil man sonst sterben könnte, ohne gelacht zu haben.

Es gibt mehr Beispiele von maßloser Liebe als von vollkommener Freundschaft

Menschlich gesprochen hat auch der Tod sein Gutes: Er setzt dem Alter ein Ziel.

Kein Weg ist zu lang für den, der langsam und ohne Eile vorwärts schreitet.

Wer den schlechtesten Gebrauch von seiner Zeit macht, jammert am meisten, dass sie so knapp ist

Es kostet beinahe nichts, um für stolz, unhöflich, arrogant, undankbar gehalten zu werden; noch weniger gehört dazu, in allem für das Gegenteil zu gelten.

Eine schöne Frau, die zugleich die Eigenschaften eines Mannes von Welt besitzt, ist der köstlichste Umgang, den es gibt: in ihr finden sich die Vorzüge beider Geschlechter vereint.

Schöne Mädchen geben ihren schlecht behandelten Liebhabern oft durch hässliche oder unwürdige Ehemänner eine späte, ausreichende Genugtuung.

Wahrheiten, die man ganz besonders ungern hört, hat man ganz besonders nötig.

Der Stumpfsinnige, der nicht spricht, ist erträglicher als der Dumme, der redet.

Der Held scheint nur von einem Metier zu sein, nämlich dem Kriegshandwerk, wogegen der große Mann von allen Metiers zu sein scheint, sei es der Robe, des Degens, des Kabinetts oder Hofes. Beide zusammengetan wiegen jedoch einen rechtschaffenen Mann nicht auf.

Ehrgeiz heißt die Leidenschaft, die alle anderen Leidenschaften im Zaum hält.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.