Zitate von Jean de La Bruyère

— Die besten Zitate (107), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Jean de La Bruyere" (FR; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Jemanden vergessen wollen heißt an ihn denken.

Jean de La Bruyère (* 16. August 1645 in Paris; † 10. Mai 1696 in Versailles) war ein französischer Schriftsteller.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Jean de La Bruyère Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Die wahre Freigebigkeit besteht weniger darin, viel zu geben, als zur rechten Zeit zu geben.

Man kommt in der Freundschaft nicht weit, wenn man nicht bereit ist, kleine Fehler zu verzeihen.

Manche Leute tragen drei Namen, als fürchteten sie sich, keinen zu besitzen.

Man kann es auf zweierlei Weise zu etwas bringen: Durch eigenes Können oder durch die Dummheit der anderen.

Man mag die Gesellschaft nicht lieben oder über sie spotten, man kann sie doch nicht entbehren.

Die meisten Menschen benutzen ihre Jugend, um ihr Alter zu ruinieren.

Für sich selbst genügt ein einziger treuer Freund, und es bedeutet viel, ihn zu besitzen. Um anderen gefällig zu sein, kann man nie genug Freunde haben.

Lob ist die einzige Kraft, die uns zu edlen Handlungen antreibt und uns Ausdauer dafür verleiht.

Wenn die Armut die Mutter der Verbrechen ist, so ist der Mangel an Geist ihr Vater.

Das Leben ist eine Tragödie für die, die fühlen, und eine Komödie für die, die denken.

Große Dinge setzen in Erstaunen, der kleinen wird man überdrüssig; durch die Gewohnheit werden wir mit beiden vertraut.

In der Freundschaft vertraut man seine Geheimnisse an, in der Liebe entschlüpfen sie einem.

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat.

Die Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft und -was uns Erwachsenen kaum passiert- sie genießen die Gegenwart.

Alles ist möglich und auch das Gegenteil von allem.

Am sichersten macht man Karriere, wenn man anderen den Eindruck vermittelt, es sei für sie von Nutzen, einem zu helfen.

Es gibt in der Welt selten ein schöneres Übermass, als das in der Dankbarkeit.

Beim Anblick eines gewissen Elends empfindet man eine Art Scham, glücklich zu sein.

Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: Geburt, Leben und Tod. Der Geburt ist er sich nicht bewusst, der Tod ist ihm ein Schmerz, und er vergisst zu leben.

Der Tod kommt nur einmal, und doch macht er sich in allen Augenblicken des Lebens fühlbar. Es ist herber, ihn zu fürchten, als ihn zu erleiden.

Dem, der sich mit Geduld wappnet, liegen keine Vorteile zu fern.

Es ist besser sich der Undankbarkeit auszusetzen, als den Unglücklichen Unrecht zu tun.

Geist und Talent verhalten sich zueinander wie das Ganze zu seinem Teile.

Die, welche ihre Zeit schlecht anwenden, sind die ersten, welche sich über ihre Kürze beklagen.

Die Extreme sind verderblich und gehen von Menschen aus; jeder Ausgleich ist gerecht und kommt von Gott.

Die größten Dinge wollen ganz schlicht gesagt sein; Sie verlieren durch Emphase.

Man darf Menschen nicht wie ein Gemälde oder eine Statue nach dem ersten Eindruck beurteilen, die haben ein Inneres, ein Herz, das ergründet sein will.

Man eilt herbei, um die Unglücklichen zu betrachten, man bildet eine Gasse oder stellt sich an die Fenster, um die Züge und die Haltungen eines Menschen zu beobachten, der zum Tode verurteilt ist und weiß, dass er sterben muss: eitle, bösartige, unmenschliche Neugierde!

Der Einfältige ist immer lächerlich; das gehört zu seinem Charakter.

Ein Gesandter ist ein Chamäleon, ein Proteus. Einem geschickten Spieler gleich, lässt er sich oft nichts von seiner Laune und Stimmung anmerken… Dann wieder weiß er eine Gemütsverfassung vorzutäuschen.

Nichts erfrischt unser Blut so sehr, wie wenn es uns gelungen ist, eine Dummheit zu vermeiden.

Sprachen sind der Schlüssel oder Eingang zur Gelehrsamkeit, nichts weiter.

Wenn Kenntnisse und Lebensklugheit sich in einer Person vereint finden, frage ich nicht nach dem Geschlecht: Ich bewundere.

Eines der Merkmale geistiger Mittelmäßigkeit ist der stete Hang, unwahre Dinge zu erzählen.

Wenn man bei gewissen Menschen, deren Unterstützung man braucht, ohne Erfolg alles Mögliche versucht hat, sie für sich zu gewinnen, bleibt als letztes Mittel nur übrig, sich nicht mehr um sie zu bemühen.

Es gibt auf der Welt nur zwei Arten vorwärtszukommen, entweder durch die eigene Tüchtigkeit oder durch die Dummheit der anderen.



— Jean de La Bruyere (1645 - 1696) war ein französischer Schriftsteller.


— La Bruyère zählt zu den großen französischen Klassikern und wird der Gruppe der Moralisten zugeordnet. Er war insbesondere für seine scharfe Beobachtungsgabe und seine Satiren bekannt.

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